Erfolgreicher Startschuss für Toleranzkampagne

Zum Auftakt der Kampagne „NEIN ZU HOMOPHOBIE- JA ZU TOLERANZ“ veranstaltete Youth Rep am 6. Oktober eine Konferenz mit prominenten Rednern und anschliessender Plakatvernissage an der Universität Zürich.

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Mit Make-Up Artistin Madleina von Reding und Fotografen Oliver Hochstrasser – Gestaltung der Toleranzkampagne von YOUTH REP

„No one is free until all of us are free“ – Martin Luther King

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Prominente Vorbilder der Toleranz – Kampagne an Schulen und auf Social Media

Probleme des Agendasettings von LGBT-Themen

Unter den Sprechern waren Barbara Fontana, Head of Human Rights Section (Human Rights Councilder UN in Genf) und Kevin Jennigs (ehem. Vizeminister für Bildung in der Obama-Regierung). Fontana beschäftigt sich mit der internationalen Perspektive von Anti-Diskriminierungsgesetzen. Laut Fontana sei es schwierig Themen wie Gender Identity, Adoptionund Marriage Equality in die politische Diskussion einzubringen. Für einige UN-Mitgliedstaaten hätten LGBT-Themen nach wie vor keine Diskussionsrelevanz und das obwohl verschiedene Fallstudien gezeigt haben, dass es nach wie vor Verletzungen der Grundrechte von LGBT-Personen gibt. Dabei geht es nicht nur um die Rechte der Homosexuellen, sondern auch um die Frage wie weit der Staat in das Privatleben jedes einzelnen eingreifen darf. Gewisse Abgeordnete, meist islamischer und konservativer Länder, würden aus Angst vor Veränderung keine Dialogbereitschaft vorweisen. In Ländern wie Uganda, Russland oder der arabischen Welt wird Homosexualität per se kriminilisiert und mit Steinigung oder mehrjähriger Freheitsentzug per Gesetz verboten. Ohne internationale Interventionen und ohne die Berücksichtigung einer pluralistischen Gesellschaft würden weiterhin Diskriminierungen stattfinden und konkrete Probleme wie der Zugang zu medizinischer Versorgung zur Bekämpfung von AIDS erschwert.

Framing des LGBT-Diskurses

Verschiedene konservative Akteure protestieren nachwievor gegen die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe mit dem Framing von LGBT-Themen. In der Praxis werden Argumente gegen Homosexualität mit Religion verschleiert und Menschenrechtsverletzungen dadurch legitimiert. Gleichzeitig kommt eine neue Debatte um Fragen der Familien- und Ehedefinition als Antwort gegen die gleichgeschlechtliche Ehe. In einigen US-Staaten wurde deshalb ein Gesetz verabschiedet, das die Ehe strikt als Verbindung zwischen Mann und Frau definierte. Somit war eine gleichgeschlechtliche Ehe ausgeschlossen. Währenddessen wurde das Gesetz wieder aufgehoben und in 30 US-Staaten ist es gleichgeschlechtlichen Paaren möglich sich das Ja-Wort zu geben.

Homophobie im Alltag

Jennings, der nebst seiner politischen Karriere auch als Lehrer tätig war, gehört zu den Anführern im Kampf für Toleranz an Schulen. Verschiedene Studien hätten aufgezeigt, dass 26% aller homosexuellen Schüler (HRC Studie, USA) suizidgefährdet seinen. Grund dafür sei, dass sich homosexuelle Jugendliche nicht sicher fühlen würden wegen der täglichen Konfrontation mit verbaler und physischer Gewalt in der Schule. Die Zivilgesellschaft, egal ob homo- oder heterosexuell müsse der Toleranz eine Stimme geben und sich auch für seine Mitmenschen einsetzen, denn es braucht lokale und internationale Vorbilder, um ein Zeichen für Toleranz zu setzen.


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