Marketingtrend 2015: Beacons, Verbindung zwischen On- und Offliners

 In der Kaufleuten Lounge lädt der Verband Marketing Natives regelmässig zu Networking Events in Zürich ein. An ihrem sechsten Event drehte sich alles rund um das Thema „Location-based Marketing“.

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© FB-Auftritt, Marketing Natives

Drei namhafte Redner aus der Schweizer Marketingbranche diskutierten über den aktuellsten Trend die „Beacon-Technologie“ und über mögliche Zukunftsvisionen. Schliesslich seien die technologischen Entwicklungen ziemlich auf dem Vormarsch und somit würde die Retailingbranche neu aufgemischt.

Der erste Sprecher war Alex Zimmermann, Gründer und CEO der Dating-App BLINQ, eine Schweizer Variante von Tinder. Diese GPS-orientierte Dating-App verwendet ein FB-Login. Danach kommt eine selektive Aufnahme durch bereits vorhandene Mitglieder zum Einsatz. So wird versucht Missbrauch und Fake-Profile wie bei anderen Datingwebseiten zu vermeiden. Um den Usern der App besondere Erlebnisse zu ermöglichen arbeitet Zimmermann und sein Team mit über 50 Bars und Clubs in Zürich zusammen, in welchen sogenannte Beacons verteilt sind. Beacons sind kleine Bluetooth-Sender, welche die IP der User per Bluetooth untereinander weitersendet. So entsteht eine Form der Realtime-Kommunikation: Die User der App werden durch die Bluetooth-Signale auf einen „InstaMatch“ in der mittleren Umgebung aufmerksam gemacht. So können die User nach einem „Matching“ sofort an der Bar etwas trinken und das eigentliche Daten kann beginnen. Zudem ist eines ihrer Prestigeprojekte die Zusammenarbeit mit Apèrol Spritz für das sogenannte „Spritz Snow Dating“. Hierfür wurden in Arosa an verschiedenen Schlüsselpunkten 20 Beacons aufgestellt. Das Besondere, bei einem Match kommt man direkt auf den „Dating Sessellift“ und hat bei der Fahrt längere Zeit sich gegenseitig kennenzulernen.

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Alex Zimmermann, CEO von BLINQ

Das nächste vorgestellte Projekt stammt von Marc Huser. Sein Pilotprojekt #WiedikonValley ist die erste Beaconzone der Schweiz, zwischen dem Goldbrunnenplatz und der Schmiede Wiedikon in Zürich. Über verschiedene Beacons wird auch hier eine Verbindung zwischen Online und Offline-Welt erzeugt. Die Micro-Locations sollen eine Alternative zu den bisherigen QR-Codes anbieten und sozusagen zusätzliche Informationen auf dem Display der Konsumenten zu den teilnehmenden KMUs per Push-Nachrichten liefern. Das Projekt ist seit dem 13. November live und dient als Pionierprojekt in der Schweiz, welches auf Lernbasis Erfahrungen bringen soll wie man Kunden auf neue Wege ansprechen kann.

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Marc Huser, CEO #WiedikonValley

Den Abschluss der Veranstaltung macht Christian Baumann, Inhaber von X-Smart. Er motivierte die Teilnehmer zum eigenen Start-Up Projekt und plauderte aus seinem eigenen Erfahrungsschatz. Schliesslich sei die Schweiz, was Start-Ups anbelangt, noch ziemlich auf den hinteren Plätzen. Sein B2B-Projekt X-Smart bietet für verschiedene Unternehmen, die Infrastruktur für „Augmented Reality“-Apps an. Beispielsweise können Konsumenten lokal durch mobiles Marketing über Coupons und Rabattaktionen hingewiesen werden.

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Christian Baumann, CEO von XSMART

Fazit

Das Thema „Location-based Marketing“ hört sich zwar nach Zukunftsmusik an, ist aber bereits rege in Verwendung: In Museen beispielsweise kann man an verschiedenen markierten Punkten per Audioguide Zusatzinformationen abrufen oder bei einem Grossverteiler wie Migros per Smartphone Cumuluspunkte und andere Coupons einlösen. Die wesentliche Innovation ist, dass heute jeder sein eigenes Device mit sich trägt. Die technischen Möglichkeiten sind also beinahe grenzenlos.

Die Frage stellt sich nur, wie benutzerfreundlich sind diese „Location-based“ Apps wirklich? Machen Sie unser Leben einfacher oder unnötig kompliziert? Man weiss nie wie sich unser Verhalten noch in den kommenden Jahren verändern wird und ob diese Trends vermehrt Anklang finden werden. Festzuhalten ist, dass diese Technologien noch etwas Zeit brauchen um in der Schweiz anzukommen, nichtsdestotrotz unsere Aufmerksamkeit verdienen.

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