Süditalien Teil 4: Zwei Tage Schickeria auf der Insel Capri

Warst du schon mal auf Capri, dem St. Tropez Italiens? Nicht nur Stars und Sternchen besuchen ,,Italiens schönste Insel“. Wenn du direkt von Neapel kommst, wirst du hier das komplette Gegenteil vorfinden: Eine ruhige, grüne Oase, dazu noch autofrei (nur Taxis und Anwohner haben hier ihr eigenes Fahrzeug). Man kann kaum nachvollziehen, dass Capri noch zu Neapelstadt gehört!

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Falls du mal ÖV benötigst: Es gibt Minibüsse und Stretchcabriotaxis.

Eines schon mal Vorweg: Capri ist wegen der relativ hohen Preise, nicht gerade eine Destination für Backpacker, aber in diesem Blogpost möchte ich dir zeigen, wie du ohne grosses Budget selbst Capri in vollen Zügen auskosten kannst. Hier sind meine Tipps für deinen nächsten Caprivisit:

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Die Faraglioni, die Felsen im Meer gehören zu den Markenzeichen Capris.

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Blick auf das sonnenverwöhnte Capri

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Das erste Erinnerungsbild nach dem Funiculaire. Bei dieser Aussicht ein Muss!

Anreise

In nur 1,5h erreichst du mit der Fähre die malerische Insel mit den unzähligen Zitronenbäumen, dem türkisfarbenen Meer und den weissen mediterranen Bauten. Typisch sind auch die vielen Yachten, die vor der Küste halt machen, um kurz auf der Insel in einem der erstklassigen Seafoodlokale essen zu gehen. Es gibt verschiedene Transportunternehmen, darunter langsame, sowie schnellere Verbindungen. Wir nahmen die Expressfähre von Caremar. Hin- und Rückfährt am darauffolgenden Tag kosten ca. 35 Euro.

Hotel Nautilus: Grüne Oase der mittleren Preisklasse

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Gartenanlage vom Hotel Nautilus.

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Standard Doppelzimmer im Hotel Nautilus (Foto: Tripadvisor).

Gleich am Eingang des Hotel Nautilus erwartet dich ein grünes, schattiges Stück Paradies mit unzähligen Zitronenbäumen, die teilweise bis zu den Balkonen der Zimmer reichen. Das Zimmer ist mit ortstypischen Wickelmöbeln eingerichtet und hat alles was man für einen kurzen Aufenthalt benötigt. Das Zimmer hat zwar eher knappe Platzverhältnisse, aber dafür bietet der grosszügige Balkon (mit Liegestühlen!) sich als perfekter Rückzugsort an, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Das Doppelzimmer hat uns im Juni 140 Euro gekostet, dafür waren wir mit allen Dienstleistungen, dem unkomplizierten Check-In und besonders mit der Lage sehr zufrieden.

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Zur Mittagszeit kann es hier ganz schön voll werden. Der freie Strandabschnitt vom Marina Piccola.

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Abkühlung gelungen 🙂

Das Hotel Nautilus ist optimal gelegen: In nur 10min erreichst du zu Fuss die Marina Piccola, wo man in Gegensatz zum grossen Strand auf der gegenüberliegenden Inselseite mit seinen Beach Clubs auch ohne Gebühr baden kann. Am Kiesstrand hat es unzählige, preiswerte Verpflegungsmöglichkeiten und wenn es zu heiss in der Sonne wird, gibt es auch jede Menge Schattenplätze. Ich würde eher vormittags hingehen, da die Sonne relativ früh hinter den hohen Klippen verschwindet. Zurück kommst du wieder mit den schmalen Treppchen, welche bis zum Lieblingsort der Capresen, dem Piazetta hinführen.

Via Marina Piccola 98/A, 80073 Capri, Italien

People Watching am Piazetta

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Sehen und gesehen werden an der Piazetta von Capri.

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Schmale Gässchen, typisch Capri.

Ein Muss in Capri ist es dem lockeren Treiben an der Piazetta zuzuschauen. Hier ist Abends der „Place to be“. Schnapp dir deinen Aperitivo an einem der vielen gemütlichen Aussensitzplätze und geniesse das „People Watching“ während im Hintergrund Chilloutmusik a la Buddhabar läuft.

Hier treffen unterschiedliche Kulturen aufeinander und der Alkohol fliesst in Strömen. Wer weiss vielleicht ist der ein oder andere VIP auf der Insel. Man munkelt, dass (in der gleichen Woche meines Aufenthalts) Mariah Carey zu Besuch war.

Auch an jenem Abend war ein Teil eines Cafés am Piazetta für eine geschlossene Gesellschaft abgesperrt, aber niemand Bekanntes! Mal sieht man einige übertrieben aufgebrezelte High Society Damen, mal ein paar Schnösel, die die Kreditkarte ihres Vaters zücken. Ich schaute dem wilden Treiben zu und amüsierte mich köstlich. Gucken, weiternippen und weiterglotzen.

Günstigster Mittagssnack

Da im Sommer schnell mal die 35 Grad Marke erreicht wird, hast du über Mittag sicher nur ein kleines „Hüngerli“, wie man in der Schweiz so schön sagt. Es gibt versteckt in einem Gässchen einen kleinen Supermarkt mit eigenem Metzg,bei dem du deine eigenen Sandwiches nach Gusto zusammenstellen kannst. Für ein grosses Sandwich zahlst du knapp nur 3 Euro.

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Sandwiches nach Gusto

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Welcher Formaggio darf es denn sein?

Am Abend willst du ja sicher noch einen trinken gehen, bevor du dann zum Abendessen verabredet bist. Wenn es nur bei einem Aperodrink oder einem Glas Wein bleibt, kannst du ja auch gleich eines der schönsten Lokale besuchen: Das Capri Palace zum Beispiel! Das Capri Palace Hotel hat eine piekfeine Terrasse mit Pianobar. Hier sind regelmässig Royals zu Gast. Geniesse das wunderschöne Ambiente und fühl dich für einmal wie Superstar!

Falls du selbst nicht hinaus in die Welt kannst, hier auf der Terrasse des Palace kannst du zumindest die Welt vorbeilaufen sehen!

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Wo sonst lässt sich das Dolce Vita so fest ausleben wie an der Pianobar des Capri Palace Hotels

Essen wie die Locals im Michelangelo

Woran erkennt man ein gutes Restaurant? Ich achte immer darauf, dass ein Restaurant vor allem von Einheimischen besucht wird. In der Regel reicht ein Blick aus und man merkt schnell ob die Küche gut oder schlecht ist. Ausserdem lohnt es sich kurz auf Vergleichsportalen wie Tripadvisor oder Yelp die Bewertungen und Kommentare durchzulesen. Wir waren im Restaurant „Michelangelo“. Die Menükarte ist einfach gehalten, aber überzeugt durch eine grosse Auswahl an Seafoodgerichten. In unserem Fall durften wir sogar den Wirt Gianluca und seine Frau Holly näher kennenlernen. Die Wirtin, fällt schon mal optisch auf, da sie als Australierin der Liebe wegen nach Capri gezogen ist. Einige Limoncellos später erfuhren wir, dass das Restaurant mit ganz viel Herzblut betrieben wird.

Via Sella Orta 10, 80073 Capri, Italien

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Der Kirchenturm an der Piazetta.

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Drehscheibe der Tagestouristen: Der Bootshafen von Capri.

Man begegnet mir zwar nicht oft an Schickimickidestinationen, aber Capri hat so viel Charme und so viel mehr zu bieten als nur Luxus und Schickeria! Ich werde sicher in einigen Jahren zurückkehren und mir den Rest der Insel ansehen. Spätestens wenn hier meine Kollegin (in ferner Zukunft vielleicht) ihre Traumhochzeit abhalten wird, dann wird es ein Wiedersehen geben. 😉

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