Eventbericht: Jack Daniels Masterclass im Park Hyatt Zürich

Real Gentlemen drink Whiskey

Es war mir eine grosse Ehre am Jack Daniel´s Masterclass Workshop im Park Hyatt teilzunehmen. Durchgeführt wurde der Workshop von Assistant Master Distiller Chris Fletcher, der direkt aus Lynchburg, Tennessee, der offiziellen Jackdaniel’s Distillery, nach Zürich kam um mit einer Gruppe von Medienschaffenden und Barkeepern seine Whiskeyweissheiten zu teilen. Und wenn es jemanden gibt, der sich in Sachen Whiskey auskennt, dann ist es Fletcher! Als gelernter Chemiker kennt er die Materie und sein Interesse an Whiskeymaking wurde ihm schon sehr früh in die Wiege gelegt. Denn bereits sein Grossvater Frank Bobo (Spitzname „Frog“) ist in der fünften Generation ein Master Distiller. Aber es war nicht sein Grossvater, der ihm den Whiskey zum ersten Mal vorstellte! Seine Grossmutter rieb ihm den ersten Tropfen Whiskey als Baby auf sein Bäuchlein: Mutmasslich ein „Hausrezept“ um Schmerzen zu lindern.

Chris Fletcher_Frog_Distillery 2014

Fletcher mit seinem Grossvater „Frog“

Chris Fletcher_Barrelhouse 2014

Chris Fletcher aus Lynchburg, Tennessee (Whiskeykenner und Assistant Master Distiller)

Noch bevor der Workshop im Konferenzsaal des Park Hyatts offziell begann, war klar: Heute wird nicht nur über Whiskey gesprochen, sondern auch Whiskey degustiert!

Es gibt unzählige Arten von Whiskey, aber nur der Tennessee Whiskey Old No7 aus der Jack Daniels Distillery kann sich als „meist verkaufter Whiskey der Welt“ bezeichnen. Der Klassiker Old No7 besteht aus 40% Alkohol und 60% Quellwasser aus den Südstaaten, aus einer Quelle, die nur für Whiskey gebraucht wird.

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Whiskeydegustation im Park Hyatt

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Whiskeytasting am Jack Daniels Masterclass

Bourbon vs. Whiskey

Kennt ihr den Unterschied zwischen einem Bourbon und Whiskey? Bis zum erwähnten Anlass war ich ahnungslos, aber Whiskey wird tatsächlich aus Bourbon gewonnen! Ein Whiskey erfüllt somit alle Bedingungen eines Bourbons. Was aber beide Spirituosen voneinander unterscheidet, ist das „Charcoal-Mellowing-Verfahren“, welches dazu führt, dass aus einem Bourbon Unreinheiten herausgelöst werden. Somit durchläuft ein Whiskey einen langwierigeren Herstellungsprozess. Zudem kann ein Tennessee Whiskey nur im gleichnamigen Bundesstaat hergestellt werden, ein Bourbon wiederum hat keine Einschränkungen. Das hängt auch mit dem feuchtheissen Klima zusammen, welches das Holzfass für die Whiskeylagerung benötigt. Denn das Klima hat einen starken Einfluss auf die Zusammensetzung des Holzes und schliesslich auf die Farbe und das Aroma des Whiskeys. Der Whiskey entzieht sozusagen dem Holzfass die Farbe – ähnlich wie ein Teebeutel. Das Aufwendige dabei ist, dass jedes Mal ein neues Holzfass gebraucht wird. Dies garantiert eine gleichmässige Qualität bei allen Proben. Und diesen Unterschied durften wir dann schlussendlich selber mit allen Sinnen an den unterschiedlichen Proben feststellen.

Geschmacklich lässt sich festhalten, dass der Bourbon noch eher eine Hefenote in sich trägt und deshalb ein wenig an frisches Brot erinnert. Zusammenfassend durchläuft ein Whiskey zusätzlich ein „Charcoal-Mellowing-Verfahren“, eine Holzkohlefilterung durch Zuckerahorn, und schmeckt deshalb zu einem milder evtl. floraler und erhält dadurch seine ölige Konsistenz.

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Whiskey mit intensiver Farbe dank Weisseichenfass

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Die JD Family: Tennessee Honey, No.7, Single Barrel, Gentleman´s Jack

Jack Daniel´s No27 – Der Goldene unter den Whiskey

Während der Degustation durften wir auch den Neuling aus dem Hause Jack Daniel’s probieren, den No27 Gold. Ein Whiskey mit vollmundigem Aroma aus gerösteter Eiche, Honig und kraftvoller Zitronenzeste. Gefolgt wird der Geschmack von einem süssen Abgang und einer cremigen Vanillenote. Das kraftvolle Aroma erhält der No27 durch seine zweifache Lagerung in unterschiedlichen Fässern, (Weisseichen- und Ahornfässer). Danach wird er erneut aus dem Holz des Zuckerahorns gefiltert. Dies macht nicht nur den Geschmack so einzigartig! Auch die hochwertige goldene Verpackung macht den No27 zu einem wahren Sammlerstück – einem Goldschatz für Whiskeylovers!

No27 Gold mit passend goldener Box

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Aus zweifacher Holzlagerung, der Jack Daniel´s No27 Gold

Zum krönenden Abschluss, nachdem wir so viele persönliche Anekdoten vom Meister mitbekommen durften, gabs eine eigene Kostprobe Gentleman Jack für die hauseigene Minibar, das ist der Mildere unter den Tennessee Whiskeys mit einer Vanillenote und einem Hauch von dunklen Äpfeln im Aroma.

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Signierter Gentleman Jack

Eine besondere Ehre war die persönliche Widmung und wenn man schon die Gelegenheit hat jemanden aus dem Hause Jack Daniel´s aus dem weitentfernten Lynchburg kennenzulernen, der zum ersten Mal in Zürich ist, dann gehört auch das obligatorische Gruppenfoto mitdazu!

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Zusammen mit Chris Fletcher (asst. Master Distiller), Bohemianstella (Travelblogger) und Pokipsie (Techblogger).

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