Hochkommen und Abschalten: Gstaad Teil 1

Come up and slow down, so lautet das Motto Gstaads im Berner Oberland. Bisher war ich zweimal dort, einmal im Sommer und erst kürzlich im Winter.

Viele meiner Freunde waren noch nie dort, obwohl Gstaad eigentlich jeder hierzulande kennt. „Schickimicki“, „nur für die Reichen“ oder ähnliches kommt auf, wenn man von Gstaad erzählt. Dieser Ruf hat auch seine Gründe! Denn wegen der illustren Gäste, darunter prominente Schauspieler, Popstars wie Madonna (die sich angeblich auch an einem neuen Hotel in Gstaad beteiligt hat) schafft es Gstaad immer wieder in die internationalen Schlagzeilen. Erst kürzlich war James Franco hier auf Visite, der als neubekennender Maler von einem Galeristen eingeladen wurde.

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Hoch oben thront das Wahrzeichen Gstaads, das Palace

Ein Ort mit Charme

Aber auch als „Normalsterblicher“ lohnt sich ein Trip nach Gstaad, wo genau diese noble Bergwelt der Stars mit dem urchigen Charakter der Region des Saanenlands verschmilzt. An einem #Instameet von und mit Gstaad Tourismus durfte ich genau diese zwei unterschiedlichen Welten an einem Rundgang kennenlernen und mir ein fundierteres Bild von diesem Bergort machen. Für mich steht eines fest, Gstaad hat seinen eigenen Charme!

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Glühwein und Kennenlernen am #Instameet mit Gstaad Tourismus

Die Promenade

Zu Fuss entlang der Promonade lässt sich Gstaad wunderbar erkunden und überall zieht sich das Bild der urschweizerischen Chalets hindurch. Luxusboutiquen, Läden und Gaststuben reihen sich aneinander, keine Wünsche bleiben unerfüllt! Wegen des strikten Baugesetzes müssen alle Bauten den Chaletstil verkörpern und das unterscheidet Gstaad auch von anderen Bergorten, wo teilweise Beton das Dorfdild prägt.

Auch nach der Weihnachtszeit waren die Strassen mit üppigen Lichterketten geschmückt, wodurch eine festliche Stimmung aufkam. Hier hat sich die US-Schauspielerin  Julie Andrews (Mary Poppins) klammheimlich ins öffentliche Gedächtnis eingeprägt. Erst durch sie ist die Beleuchtung an den Gibeldächern entstanden, die sogenannten „Julielamps“. Andrews ist keine Unbekannte in Gstaad, sie ist sogar Ehrenbürgerin! Ausserdem stammt von ihrem Mann, der Kultregisseur und Bildhauer, Blake Edwards die Skulptur „Sitting Duck“, die neben der evangelischen Kirche auf die Besucher „wartet“.

Tierisch ging es beim Rundgang weiter, denn in Gstaad ist man selten allein. Es ist nur eine Frage der Zeit bis man einer Kutsche über den Weg läuft. Könnt ihr euch noch etwas romantischeres vorstellen?

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Zwei tierische Begleiter während des Rundgangs

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Gstaads Promenade (Aufnahme im Sommer)

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The sitting Duck von Blake Edwards

The Alpina Gstaad

Man muss nicht zwingend Hotelgast sein um eines der vielen Luxushotels zu betreten. Das stilvolle Ambiente kann man auch bei einem Afternoontea oder am Abend in den unterschiedlichsten Hotelbars geniessen. Ja auch hier ist so einiges los am Abend!

Besonders beeindruckend ist der kunstvolle Eingangsbereich des Alpinas! Mit seinem beleuchtetem Deckenfresko, den verschiedenen Gemälden zeitgenössischer Künstler und den prachtvollen Blumenbouquets ist das Alpina ein wahrer Eyecatcher.

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Ein Blick nach oben zum Deckenfresko in der Eingangshalle im Alpina

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Kunstwerk von Roy Nachum in der Lobby des Alpinas

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Kunstvolles Blumenarrangement im Alpina

Die Gstaader Molkerei

Wer ein paar Mitbringel aus Gstaad kaufen möchte und vor allem auch die saanerländer Spezialitäten kennenlernen will, der sollte in der Molkerei vorbeischauen und dort die verschiedensten Milcherzeugnisse probieren. Von verschiedensten Käsesorten bis hin zu hausgemachten Joghurts hier schlägt das Gourmetherz definitv höher!

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Typisch Berner Oberland, die Holzkühe

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Trüffelhonig

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Verschiedenste Käsesorten und Milcherzeugnisse

Michel’s Stallbeizli

Das viele Herumlaufen sorgte natürlich auch für den Hunger und was passt besser in die Schweizer Berge als ein herzhaftes Fondue? Im Michel’s Stallbeizli kann man nicht nur speisen, sondern auch den anliegenden Stall betreten und die Kühe, Stiere und Kälber aus der Nähe betrachten und streicheln. Ich hatte eine Riesenfreude an den Kälbern (wie man sieht) und durfte sogar mit ihnen schmusen. Keine Sorge, die hatten noch keine Zähne, aber dafür lange feuchte Zungen!

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Ein Bussi mit einem Kälbchen im Stallbeizli

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Streicheln erlaubt!

Fazit

Für ein entspanntes Wochenende in den Bergen ist Gstaad der ideale Zufluchtsort. Bequem mit dem Zug erreicht man Gstaad ab Zürich in ca 3h, ab Bern in 2h und ab Montreux in 1,5h. Ausserdem ist die Fahrt mit dem nostalgischen Goldenpanoramic Zug ab Spiez echt einmalig und man fühlt sich wie auf einer Reise zurück in die Vergangenheit! Auch die atemberaubende Aussicht ist die längere Anreise wert. Man durchquert verschiedene Täler und fährt entlang des idyllischen Saanenlands. Man spürt bereits vor der Ankunft die entschleunigende Wirkung „weit weg von der urbanen Hektik“ zu sein. Gstaad ist wahrlich ein Ort zum Abschalten: Come up and slow down! 

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Entspannte Anreise im Goldenpanoramic Express

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Nostalgie pur

Ein Gedanke zu “Hochkommen und Abschalten: Gstaad Teil 1

  1. Ein schöner Ort. Finde ich auch. Für Deutsche zwar noch teurer, aber irgendwie verdammt schön da oben. Ich spare schon für ein Chalet. 😉 Viele Grüße aus Timmendorfer Strand

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