Byebye Winter – Musikalischer Abschluss in Zermatt

Jedes Jahr findet parallel zum Ende der Wintersaison das Zermatt Unplugged Festival statt. Für mich war es bereits der zweite Besuch in Zermatt und am Unplugged Festival und die Zugreise nach Zermatt ist für mich immer wieder ein grosses Highlight. Nur schon die reine Bergluft und die Möglichkeit, die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen, machen Zermatt als autofreies Bergdorf zum perfekten Ausflugsziel für Wochenendausflüge.

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Autofreies Bergdorf Zermatt (Foto: Zenz)

Mein Weekendtrip nach Zermatt ist zwar schon knapp einen Monat her, aber die Erinnerungen sind mir immer noch sehr präsent. Die 9. Ausgabe des Zermatt Unplugged startete am 5. April  mit internationalen Grössen wie Latin-Megastar Juanes oder UK-Soulsänger James Morrison. Während den letzten zwei Festivaltagen (Freitag und Samstag) war ich vor Ort und zog mir drei unterschiedliche Konzerte pro Tag rein. Am Samstag machte ich mich sogar mit der Zermatter Bergbahn auf Entdeckungstour zum Trockenen Steg, von welchem eine dreissigminütige Wanderung bergaufwärts mit schneefestem Schuhwerk auf die Gandegghütte führte, welche sich auf  3030 m.Ü.M. befindet.

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„Glamrock“-Fondue mit einem Gutsch Prosecco im Chalet Ferdinand (Foto: Zenz)

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Kurze Fonduepause im Chalet Ferdinand (Foto: Zenz)

Down Under meets Zermatt

Mein Konzertprogramm am Freitag war ganz in den Händen von australischen Musikern: Jamie MacDowell & Thom Thum sind hierzulande noch Newcomer, aber dafür heizten sie als Vorprogramm von Angus & Julia Stone die Besucher im Foyerzelt richtig ein. Mit blitzschnellen Raps und einigen überraschenden Neuinterpretationen bekannter Hits wie dem Discoswing-Evergreen „I will survive“ von Gloria Gaynor vermochten sie das Publikum auf ihre Seite zu ziehen.

Den Lead an jenem Abend hatten Angus & Julia Stone, ein Geschwisterpaar aus Sydney, welche mit ihrem unverkennbarem Indiefolk/Pop schon länger kein Geheimtipp mehr sind. Festivalpräsident Thomas Sterchi kündigte vor dem Konzert an, dass mit der Zusage der beiden Australier ein persönlicher Wunsch in Erfüllung gegangen sei.

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Experimental Rap von Down Under: Jamie MacDowell & Thom Thum (Foto: Zenz)

Gegen Mitternacht trat Xavier Rudd im „The Alex“ auf, ebenfalls ein Australier mit sichtlichen Aboriginies-Wurzeln, welcher mit seinen Heilewelt-Hymnen das Publikum zu mehr Gemeinschaft und Mitgefühl aufrief. Das Highlight des Konzerts war das Didgeridoo-Solo von Rudd, das die ganze Halle in einen einzigen Rave verwandelte.

Seine Musik gleicht einem Ritual, einer Zeremonie, etwas Magischem. Die Stimmung von „Weltfrieden, Gleichheit und Liebe“ scheint in diesem Umkreis definitiv angekommen zu sein. Seine Hippievibes sind nicht nur Show, sondern ein ganzer Lebensstil, den er unterwegs in seinem Minivan entlang der Küste Australiens auslebt.

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Multi-Instrumentalist Xavier Judd (Foto: Zenz) 

Extreme Jazz auf schwindelerregender Höhe

Am Samstag nahmen wir die Gondel bis zum Trockenen Steg und gingen hoch hinauf zur Gandegghütte. Meine Reisepartnerin hatte zwei VIP-Tageskarten für die Zermatt Matterhorn Bergbahnen gewonnen, die vor allem von Ski- und Snowboardern genutzt wird und ausnahmsweise mal von uns, den neugierigen Festivalbloggern. Je höher die Gondel schwebte, desto klarer wurde der Himmel,bis wir uns über den Wolken wiederfanden. Von der Bergstation Trockener Steg war es dann doch noch ein Kraftakt, die Piste eine halbe Stunde lang aufwärts zu wandern. Mit einigen Fotostopps vor dem bekanntesten Berg der Welt, dem Matterhorn, verzögerte sich der Marsch zur Gandehütte ein wenig, aber dafür genossen wir die Sicht aufs Matterhorn umso mehr.

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Unterwegs mit der Gondel zum Trockenen Steg (Foto: Zenz)

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In Zermatt ist das ganze Jahr über Gaudi (Foto: Zenz)

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Fussmarsch zur Gandegghütte (Foto: Zenz)

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Die Gandegghütte: Treffpunkt auf 3000 Metern (Foto: Zenz)

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Fotostopp vor dem bekanntesten Berg der Welt (Foto: Zenz)

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Majestätischer Anblick auf Matterhorn bei klarer Sicht (Foto: Zenz)

Gerade noch rechtzeitig schafften wir es zum dritten Set der Londoner Ronnie Scott´s Allstars, die durch ihre jährlichen Gigs am Unplugged fast schon zum Inventar des Festivals gehören. Die höchste Jazzbühne Europas, die Gandegghütte, rundet das Unplugged Erlebnis ab. Wer sowieso zum Skifahren hier ist, wird trotz klobiger Skischuhe einen Boxenstopp zum Tanzen einlegen! Spätestens beim Pharrel-Hit „Happy“ wurde so gut es im Schnee geht zum Beat getanzt – no matter what.

Save the Date – Nächste Termine des Zermatt Unplugged Festivals

Das 10. Zermatt Unplugged wird vom 4.-8. April 2017 stattfinden. Aber wer bereits am letzten Zermatt Unplugged Kaufleuten im Zürcher Club Kaufleuten war, darf sich auf die nächsten Konzertsessions und die „Chaletstadt“ im Herzen Zürichs vom 27. bis 29. Oktober 2016 freuen. Weitere Infos zum Line-Up werden kontinuierlich auf der Website bekannt gegeben. Dieses Mal habe ich mit der offziellen Festivalapp (iOS / Android) herumgespielt und kann diese nur wärmstens weiterempfehlen. Diese dient nicht nur während des Festivals als Stütze für die persönliche Programmplanung ist, sondern eignet sich auch bestens zum Kennenlernen neuer Musiker.

 

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