Fionas Reisetagebuch (Teil 2): Surf-Fieber in Taghazout

Falls ihr schon immer mal vom Surfen geträumt habt, aber euch nicht vorstellen könnt, was euch genau in einem Surfcamp erwartet – hier folgt der zweite Gastbeitrag von Fiona über Glücksgefühle im offenen Meer,  Sunset-Yoga auf der Dachterrasse und die anhaltende Euphorie nach vier Tagen im Surfcamp in Taghazout.

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Surfinstruktor Hicham demonstriert Trockenübungen auf dem Dach seines Vans (Foto: Fiona Stifter).

„UP! UP!“ ruft mein Surflehrer Hicham ein paar Meter neben mir, während ich wie eine Verrückte vor die Welle paddle. Kaum hat mich die dunkelgrüne Wand erfasst versuche ich, mich in schnellstmöglicher Zeit aufzustemmen und erst den linken, dann den rechten Fuss (goofy – Schubstest sei Dank) unter meinen Körper zu kriegen. Als knapp hinter mir die Welle zu brechen beginnt stehe ich fest auf meinem Brett und donnere euphorisch vorbei an den unzähligen Surfern in Richtung Strand. Das Glücksgefühl hält auch dann noch an, als ich nach ein paar Metern das Gleichgewicht verliere und mit einem Bauchplatscher im Wasser lande. Macht nichts. Es ist mein vierter Tag im Wasser – und das war soeben meine erste grüne Welle. Ich drehe mein Brett und paddle zurück zu Hicham. Next one!

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Nach der ersten grünen Welle (Foto: Fiona Stifter).

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Trotz Bauchplatscher – der Spass steht im Vordergrund (Foto: Fiona Stifter).

Irgendwann gegen Mittag treibt uns der Hunger aus dem Wasser. Das eingepackte Mittagessen, meist ein Sandwich oder – wie heute – Bulgursalat mit Thunfisch schmeckt nach ein paar Stunden im Wasser besonders gut. Gegen 3 Uhr kommt Wind auf; die Wellen brechen früh und verschmelzen zu einem Meer aus Schaumkronen. Die wenigen Surfer, die noch im Wasser auf bessere Wellen warten, lassen sich an der Hand abzählen. Zeit, um Neoprenanzug gegen Bikini zu tauschen und sich von einem der vorbeilaufenden Verkäufer einen marokkanischen Tee einschenken zu lassen.

Gegen 4 Uhr fahren wir zurück ins Hotel. Bevor ich mich aufs Abendessen freuen kann treffen wir uns zum gemeinsamen Yoga auf der Dachterrasse. Wir strecken unsere Arme der untergehenden Abendsonne entgegen und dehnen, was tagsüber beansprucht wurde. Besonders meine Schultermuskeln freuen sich über die zusätzliche Aufmerksamkeit. Während wir die letzten Momente der Meditation geniessen und ich mit geschlossenen Augen auf meiner Matte liege fühlt es sich so an, als ob mich alle paar Sekunden eine Welle in Richtung Strand trägt. So fühlt es sich also an, das Surffieber. Gut. Ich will wieder ins Wasser!

Bis zum nächsten Abenteuer,

eure Fiona

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Und jetzt alle in die „Warrior“-Pose (Foto: Fiona Stifter).


Weitere Infos zum Surf & Yoga Retreat in Marokko unter: www.easysurfmaroc.com/

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