Eden Roc Ascona: 24H im besten Ferienhotel der Schweiz

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Luftaufnahme der gesamten Hotelanlage des Eden Roc Ascona (Foto: zvg)

In einem guten Ferienresort fühlt man sich auf Anhieb gut aufgehoben, vergisst auf einen Schlag den Alltagstrubel und beginnt das „Hier und Jetzt“ zu zelebrieren! Dieses Gefühl des kompletten Loslassens erlebte ich vor kurzem im 5-Sterne-Hotel Eden Roc Ascona, welches im Karl Wild Hotelrating der SonntagsZeitung wohl verdient zum „besten Ferienhotel der Schweiz“ ausgezeichnet wurde.

Auch wenn man nur ein kurzes Wochenende zur Verfügung hat, hier erfährst du wie erholsam und aufregend doch 24H im Tessin sein können! „La Dolce far Niente“ vom Feinsten!

15 Uhr: Ankunft in Locarno

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VIP-Feeling dank Mercedes Shuttleservice (Foto: Zenz)

Wer mit der SBB anreist wird am Bahnhof Locarno vom Hotel-Concierge herzlich empfangen und mit einem luxuriösen Mercedes direkt zum Hotel nach Ascona weiterchauffiert. Nach einer ca. 10-minütigen Fahrt erreichen wir die gepflegte Einfahrt mit den gestutzten Hecken und zu sehen sind unzählige Palmenalleen, welche auch irgendwo in Miami stehen könnten. Der Wow-Effekt setzt sich in der Lobby fort! Das erste was wir zu Gesicht bekommen sind Marmorböden und gewölbte Decken mit Stuckatur, als ob man sich irgendwo in Rom oder Florenz aufhalten würde! Nach dem kurzen Check-In wurden wir sogleich in unsere Eck-Suite im 1. OG begleitet. Die aufmerksamen Mitarbeiter des Eden Roc haben unseren Wunsch nach einem Cüpli sofort von den Lippen abgelesen und schon folgte der Eiskübel mit einer Flasche Louis Roederer Champagner direkt ins Zimmer mit passendem Käseplättli und frischen Trauben. 5-Sterne-Service vom Feinsten!

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Prickelnder Willkommensgruss (Foto: Zenz)

Zu unserem Erstaunen gab es gleich zwei Balkone in unserer Suite: Einen Grösseren mit zwei Sonnenliegen und einen Kleineren mit Bistrotisch und Stühlen, von wo aus man das Treiben im Hotelgarten und am anliegenden Yachthafen beobachten kann! Ebenfalls findet man einen grosszügigen Wohnbereich mit grünen Polstern vor , eine eigene Nespressomachine (ganz wichtig!), sodass man zu den ersten Sonnenstrahlen auf dem Balkon gleich in den ersten Kaffeegenuss kommt und sogar ein begehbarer Kleiderschrank steht einem zur Verfügung. Natürlich ist auch das luxuriöses Marmorbad mit der grossen Badewanne, der separaten Stehdusche und den hochwertigen Molton Brown Produkten absolut erstklassig.

Insgesamt sind wir vom Design und der Zimmerausstattung begeistert und fühlen uns sofort wie in unserer eigenen Tessiner Fereinwohnung! Eines steht für uns jetzt schon fest – es wird garantiert ein Wiedersehen im Eden Roc geben!

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Wohnbereich mit Zugang zur Terrasse (Foto: Zenz)

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Schlafzimmer im Eck mit Sicht auf den Hafen (Foto: Zenz)

15.45 Uhr: Hoteltour durch die farbenfrohe Welt von Carlo Rampazzi

Auffallend ist auch das gesamte Farbkonzept des Zimmers und des Hotels im Gesamten. Von aussen als 70er-Jahre-Bau etwas unscheinbar, überrascht doch das Innere durch seine farblichen Akzente und der Spezialanfertigungen des renommierten Designers Carlo Rampazzi. Als Inspirationsquelle seines Schaffens diente die bühende Landschaft des Tessins und die Farbreflektionen des Lago Maggiore!  Bekannt geworden ist Rampazzi unter anderem auch für die Inneneinrichtung der Suiten im Carlton Hotel St. Moritz. Sein Hang zur Extravaganz und seinen Mut zu grellen Farbkombinationen mag zwar vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein aber einzigartig sind seine schillernden Themenwelten und Formensprachen allemal!

Sofort ins Auge gestochen ist mir dieser rote Divan, welcher im Durchgangsbereich von Lobby und Spa steht – ein absoluter Hingucker!

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Sitzprobe auf einer Kreation von Carlo Rampazzi. (Foto: Zenz)

16 Uhr: Fitness und Wellness

Kurz nach dem wir uns im Zimmer eingenistet und auf unseren Sonnenliegen uns breit machen konnten, fing es an zu regnen! Aber wir wir wollten  sowieso zuerst den grosszügigen Eden Roc Spa erkunden, die beste Alternative bei Schlechtwetter. Wer will schon das Schönwetter im Innern verpassen? Aber noch bevors zum entspannten Teil geht, steht bei uns normalerweise zuerst eine Workout-Session im Hotelgym an. Der Fitnessbereich des Eden Roc Ascona kann sich garantiert sehen lassen: Von der Grösse gehört dieses Gym zu den kleineren, aber dafür ist der Raum mit modernsten Technogym-Geräten und freihanteln ausgestattet und gekühlte Wasserflaschen gibt  es gleich mitdazu. Alles was man braucht, um seine Workout-Regime im Hotel zu absolvieren, ist hier vorhanden. Sehr positiv ist auch die freie Sicht auf die Gartenanlage. Da habe ich schon weitaus andere Gyms in Hotelbunkern erlebt, die überhaupt nicht einladend waren.

Aber noch viel beeindruckender ist der 2000 m2 grosse Eden Roc Spa, eine der schönsten Spalandschaften der Schweiz! Der ganze Spabereich erstrahlt mit funkelnden, hellblauen Mosaiksteinchen. Beide Pools (150m2 und 200m2) sind angenehme 30 Grad warm – eine erfrischende Abkühlung, aber auch nicht zu kalt! Wers lieber etwas wärmer mag, der findet im Inneren einen einladenden Hydropool mit diversen Massagedüsen sowie ein Heiss-Kalt-Fusskneipp mit Steinen aus dem Fluss Maggia. Hier kommt der Kreislauf garantiert in Schwung! Die gemischte Saunalandschaft zählt eine bis zu 90 grad heisse finnische Sauna, ein 60 grad warmes Sanarium sowie ein modernes Hammam. Für Frauen gibt es zusätzlich noch einen seperaten Saunabereich, für die die etwas mehr Privatsphäre mögen.

Der Eintritt zum Spa ist für Hotelgäste inbegriffen! Für externe Gäste kostet ein vierstündiger Aufenthalt 50 CHF.

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2000m2 grosse Traumlandschaft des Eden Roc Spa (Foto: zvg)

19 Uhr: Auf kulinarischer Expedition durchs Tessin

Am Freitagabend durften wir am «Safari del Gusto» teilnehmen, einem kulinarischen Rundgang durch verschiedene Stationen vorbereitet von Tessiner Lokalen und Produzenten des Tessins. An 11 unterschiedlich dekorierten Posten innerhalb der grosszügigen Hotelanlage hatte jeder Gastgeber/jeder Chef seine Spezialität für jede Gruppe aufgetischt. Mit bunten Kochschürzen ausgestattet (schliesslich sollten wir unsere Gruppen-Gspänli nicht aus den Augen verlieren), machten wir uns mit unserem Guide auf kulinarische Entdeckungsreise!

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Alle Gastgeber des Abends während der Safari del Gusto (Foto: Marco Cattaneo)

Im 15-Minuten-Takt kamen wir jeweils in den Genuss einer anderen Küche. Die Zeit reichte knapp um die Chefs bei ihren letzten Handgriffen zu beobachten und das kleine Portionentellerchen vom Chefkoch zu entgegenzunehmen. Innert weniger Stunden lernten wir  während des Events 11 unterschiedliche Küchen kennen und tauchten in unterschiedliche Geschmäcker ein – einfach nur einmalig!

Bei jedem Posten gab es noch einen passenden Wein und eine kleine Einführung in die Geschichte des Weinguts. Zum Degustieren gab es exzellente Tessiner Weine wie etwa der vollmundige Merlot «Ultima Goccia» oder die Assemblage Chardonnay/Pinot Nero, der «Bianco dell Arco» aus Lugano und mein Favorit «Il Rosso di Chiara» von Paolo Basso, der im 2013 in Tokio zum besten Sommelier der Welt gekürt wurde!

Besonders schätzte ich das aufwendige Dekor – hinter jedem Posten war eine neue Themenwelt mit tropischen Elementen vorzufinden! Und trotz des wechselhaften Wetters meisterte das ganze Team des Eden Roc und alle Teilnehmer dieser Safari alle Abläufe und hatten gleich verschiedene Schlechtwetter-Alternativen zur Seite. Und so kam es, dass wir während des Rundgangs die Hotelwäscherei und die Tiefgarage zu sehen bekamen, welche normalerweise kein Gast zu sehen bekommt!

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Candlelight in der Parkgarage (Foto: Marco Cattaneo)

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Tropische Stimmung in der Tiefgarage des Eden Roc (Foto: Zenz)

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Mariniertes Forellentartar aus dem Lago Maggiore, Rezept von der Osteria Centrale – Intragna (Foto: Zenz)

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Bio Ziegenkäse aus dem Vallemaggia mit gegrilltem Zucchini vom Grotto Broggini (Foto: Giorgio Marciano)

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„Team Grün“ in der Küche des La Brezza (Foto: Marco Cattaneo)

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Gleich acht Hände unter der Leitung von Küchenchef Salavatiore Frequente arbeiten an den Risottotellerchen mit Büffelmozzarella (Foto: Marco Cattaneo)

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Im Seehaus „La Casetta“ wartete die Küche des „Da Valentino Locarno“ auf uns (Foto: Marco Cattaneo)

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Sundowner im Seehaus „La Casetta“ (Foto: Zenz)

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Ravioli gefüllt mit einheimischem Ricotta mit Bärlauch und Morcheln, Rezept des „Da Valentino Locarno“ (Foto: Zenz)

Zu guter letzt gab es noch eine abschliessende Feier mit Drinks, DJ und einem üppigen Dessertbuffet der Superlativen im umfunktionierten „La Brezza“. Uns bleibt gerade noch etwas Zeit um uns unter die Leute zu mischen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen bevor es dann zurück in die Suite geht.

Das „Safari del Gusto“ Eventkonzept fand zum ersten Mal in dieser Form statt. Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Eventkonzept, um innert kürzester Zeit mehrere Partner und Produzenten miteinzubinden und den Gästen was Neuartiges anzubieten! Das dynamische Konzept dieser Art „Kitchenparty“  mag ich sehr, denn so kann man sich mit unterschiedlichsten Gästen unterhalten kann, anstatt stier für mehrere Stunden die gleichen Sitznachbarn neben sich zu haben.

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Erinnerungsfoto mit Louis, Alisa und Michelle (Foto: zvg)

9 Uhr: Frühstück

Was für ein Abend gestern! Jetzt geht es zuerst mal ans reichhaltige Frühstücksbuffet mit hausgemachten Konfitüren, einer Riesenauswahl an Cerealien und auch ein Käsebuffet darf in der Schweiz natürlich nicht fehlen! Besonders gross ist auch das Seefoodbuffet mit geräuchertem Lachs, Forelle, Cocktailcrevetten und co!

11 Uhr: Sonnenbad im Garten Eden

Am Eden Roc Beach findet man garantiert seine Ruhe. Zeit die Seele baumeln zu lassen, erste Bräune zu tanken und dem Zwitschern der Vögel zu lauschen. Wer hingegen mehr Action aufsucht, kann sich auch über das Angebot der Wassersportschule informieren! Wasserski, Stand-Up-Paddeln oder doch lieber Kayaken?

Blick auf die Gartenanlage mit Privatstrand und Outdoorpool (Foto: Zenz)

13 Uhr: Lunch im Albergo Carcani

Nach dem Frühstück steht ein kurzer Spaziergang entlang der Seepromenade von Ascona an. Nur 5 Minuten vom Resort entfernt beginnt schon die Promenade am Seeufer und zu unserem Glück fand an diesem Tag ausnahmsweise an einem Samstag ein regionaler Spezialitätenmarkt statt. Dutzende von liebevollen Ständen waren aneinandergereiht mit zahlreichen Feinschmecker-Produkten aus der ganzen Region. Der Markt von Ascona findet noch bis 17. September jeweils am Dienstag statt – ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle!

Unsere Mittagspause verbrachten wir an einem schönen bedeckten Sitzplatz im Restaurant des Dreistern-Hotels „Albergo Carcani“. Auf der Karte stehen hausgemachte Pasta, diverse Salate und für den kleinen Hunger auch diverse Panini. Sehr empfehlenswert die Tagliatelle mit „Ragù di luganighetta Ticinese“! Seit kurzem wurde der Aussenbereich auch von Carlo Rampazzi in seinem unverkennbaren Stil umgestaltet. Der perfekte Ort um dem Treiben an der sogenannten „Amalfiküste der Schweiz“ zuzuschauen.

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Frische hausgemachte Pasta im Albergo Carcani (Foto: Zenz)

Unser Fazit: Ein Gourmetparadies schlechthin!

Ein privater Badestrand, ein Panorama-Bootssteg und die weitläufige Gartenanlage mit den pitturesken Palmen und zahlreichen Liegestühlen vermitteln sofortiges Ferienfeeling! Warum also in die Ferne schweifen, wenn man in nur knapp zweieinhalb Stunden im Hotel Eden Roc Ascona paradiesische Ruhe vorfinden kann? Auch wenn man nur ein Wochenende zur Verfügung hat, bietet das Hotel ein einzigartiges 24h Arrangement für den ultimativen Weekend-Escape an! Denn nur schon für ein paar extra Sonnenstrahlen, dem mediterranen Flair und garantiert gelungenem Szenenwechsel lohnt sich ein kurzer Abstecher ins Tessin! Und dank des neuen Gotthardbasistunnels ist man ab Zürich sogar schon in 150min in Ascona!

Eigentlich müsste man das Fünfsterne-Resort während des Aufenthalts gar nicht mehr verlassen! Insbesondere wenn einem vier Restaurants zur Auswahl stehen. Alle mit weitläufigen Terrassen und ganz wichtig – ungehindertem Blick auf den See! Hinzu kommt, dass alle Küchen regionale Produkte aus dem Tessin beziehen. Von legère bis Fine-Dining in den vier Lokalen des Eden Roc Ascona kommt jeder auf seinen Geschmack!

  • Im „La Brezza“ mit 17 GaultMillau-Punkten brilliert Chefkoch Salvatore Frequente mit seinem sizilianischen Temperament
  • Im idyllischen Seehaus „La Casetta“ findet man frische Pastagerichte und gegrillte Meeresfrüchte.
  • Im Restaurant „Marina“ mit 14 GaultMillau-Punkten wird hausgemachte Pasta, sowie Spezialitäten von Fisch und Fleisch serviert. Der 70er Jahre Retrostil umgestaltet und die entspannte Aussen-Lounge geben dem Lokal eine besondere Atmosphäre.
  • Im klassischen Restaurant „Eden Roc“ mit insgesamt 15 GaultMillau-Punkten, schwingt der Walliser Cyrille Kamerzin mit seiner  neu interpretierten französischen Küche das Zepter.

Hotelinformationen und Preise

  • Adresse: Hotel Eden Roc, Via Albarelle 16, CH-6612 Ascona
  • Reichhaltiges Frühstücksbuffet und Spa-Eintritt bei jeder Übernachtung inbegriffen
  • Gratis Shuttleservice vom und zum Bahnhof Locarno
  • Tel. +41 (0)91 785 71 71 / Email: info@edenroc.ch / Website: http://www.edenroc.ch
  • Zimmerraten im Winter: CHF 350 – CHF 1500
  • Zimmerraten im Sommer: CHF 560 – CHF 2100

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