Top 5 Sehenswürdgkeiten in Gstaad

Wer bereits einmal im Berner Oberland war, der wird sich sicher noch genau an das Gefühl der Abgeschiedenheit und des «Entschleunigens» erinnern. Das Luxusresort Gstaad bildet da keine Ausnahme. Für mich war es bereits der fünfte Besuch in Gstaad, dass den Ruf als «Spielplatz der Superreichen» geniesst, was ja auch zum Teil stimmt! Aber die Region und vor allem das umliegende Saanenland hat so einiges mehr zu bieten als man denkt! Was Gstaad für mich so besonders macht, erfährst du in diesem Blogpost.

Meine Top 5 Argumente, warum sich ein Trip nach Gstaad lohnt:

1) Kleine Zeitreise mit dem Nostalgiezug

Wer von der Deutschschweiz aus nach Gstaad anreist, wird in Zweisimmen auf die MOB (Montreux-Berner Oberland) umsteigen müssen. Der Anschluss nach Gstaad ist entweder ein neuerer Panorama-Zug mit grossen, hellen Fensterfronten oder der Golden Mountain Pullmann-Express, ein wunderschöner Belle-Epoque-Zug mit Baujahr 1931. Letzter entführt den Reisenden auf eine Zeitreise: Das Innenleben der Zweiten Klasse ist komplett aus Holz mit ründlichen, fassähnlichen Holzkojen (daher auch der Begriff «Holzklasse») und vergoldeten Jugendstillämpchen. Noch edler geht’s in der Ersten Klasse zu und her, wo breitere gepolsterte Sessel für den Extrakomfort des Reisenden sorgen!

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Der Golden Mountain Pullmann Wagen der MOB (Foto: Zenz)

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Im Erst-Klasse-Salonwagen des Golden Mountain Pullmann Express (Foto: Zenz)

Wenige Minuten vor der Ankunft in Gstaad sieht man noch den Landestreifen des Regionalflughafens Saanen. Hier kommen VIPs und Promis Welt mit ihren gecharterten Jets aus der ganzen Welt! Beim Einfahren in das mondäne Resort macht der Zug noch einen grossen Bogen um, wie eine Modelleisenbahn umkreisen wir den Ortskern im Tal umgeben von den vielen Chalets und den ikonenhaften Grandhotels.

2) The Big Four

Der Ortskern von Gstaad durchzieht die vermehrt autofreie Fussgänger Promenade bestehend aus Luxusboutiqen, Designer-Möbelläden, Luxushotels, unzählige Restaurants – und alles im Chalet-Stil! Wegen seiner überschaubaren Grösse könnte man schon behaupten, dass die vier grossen Luxushotels das Ortsbild Gstaads prägen: Das märchenschlossgleiche Gstaad Palace, das hoch über dem Resort thront, auch auf dem Hügel und gleich gegenüber The Alpina Gstaad (an selber Stelle, war das Original-Alpina-Hotel das erste Hotel überhaupt in Gstaad), das Park Gstaad in Waldnähe und das im Landhausstil gehaltene Le Grand Bellevue mit der grossen einladenen Parkanlage direkt an der Promenade. Im Le Grand Bellevue verbrachte ich bisher schon zwei Aufenthalte und kann das Fünf-Sterne-Haus im Landhausstil wärmstens weiterempfehlen: Modernstes verspieltes Interieur, eine lauschige Bar mit einer 17 Meter langen Chesterfieldsitzecke, grosszügige Zimmer und Suiten mit Balkon und Blick auf die Berge und eine freistehende Wanne zum Träumen. Das regionale Frühstücksbuffet und besonders das A la carte (Mini Pan Cakes, Eggs-Benedikt, Birchermüesli etc) sind absolut weltklasse (für externe Gäste, 35 CHF).  Der 3.000 m2 grosse, neu renovierte „Le Grand Spa“ ist absolut state-of-the-art!

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5-Sterne-Hotel im Landhausstil, das Le Grand Bellevue Gstaad (Foto: Zenz)

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Junior Suite (Foto: Zenz)

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Verspiegelter Durchgang zur freistehenden Luxuswanne (Foto.: Zenz)

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Gleich neben dem Eingang steht das lebensgrosse Tweetkamel „Leonard“ (Foto: Zenz)

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Leseecke zum Wohlfühlen (Foto: Zenz)

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Schlechtwetterlektüre (Foto: Zenz)

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Hier gehts tierisch zu und her! (Foto: Zenz)

3) Gstaad ist ein Food-Paradise

Es muss nicht immer gleich ein sternenprämiertes Fine-Dining-Erlebnis sein. Wer authentisch die Spezialitäten des Berner Oberlands kosten möchte, der sollte zur Mittagszeit im Crêperie vorbeischauen für leichte salzige oder süsse Crêpes. Im Sommer auch mit Aussenbestuhlung! Bereits zum dritten Mal machte ich Dinnerreservationen im urchigen Posthotel-Rössli an der Promenade. Sehr empfehlenswert das hausgemachte Butterrösti mit Bauernbratwurst, den Saisonsalat mit Hobelkäse aus dem Berner Oberland und mein absolutes Highlight das schmackhafte Trüffelfondue!

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Feinste likale Küche im Post Hotel Rössli (Foto: Zenz)

4) Gstaad und die zeitgenössische Kunst

Auch in der zeitgenössischen Kunst, gibt Gstaad vermehrt von sich zu reden. Letzte Wintersaison (vom 3. Februar bis zum 19. März) fand in und um Gstaad die «Elevation 1049: Avalanche» statt, eine Kunstbiennale mit Skulpturen, Foto- und Videoinstallationen. Die Besucher konnten Zeuge verschiedener Performances und Installationen werden wie z.B. die monumentale Skulptur «Rosa» von Michael Borremans, welche kopfüber in der urtümlichen Landschaft des Wanderwegs Schönried steckte (als sei sie unmittelbar vom Himmel gefallen!) oder im Warteraum des Bahnhofs Gstaad die Videodokumentation der Performance von Douglas Gordon und Morgane Tschiember «As close as you can for as long it lasts – 2017». Zu sehen war die Aufzeichnung einer besonderen Berglandschaft mit einem brennenden Ring und Rauchzeichen. Verschiedene Klänge sollen Assoziationen zum Jodeln hervorrufen und Gefühle wie Melancholie und Einsamkeit beim Zuschauer auslösen. Im Rahmen diese Biennale fand auch im Le Grand Bellevue die Fotoausstellung «Beyond the Clouds» von Tim Hall statt. Entlang des lichtdurchfluteten Hotelkorridors in der «Bel Etage» konnte man die alpinen Landschaftsbilder und Fotomontagen begutachten, die während einer achtjährigen Grand Tour durch die Schweiz entstanden sind.

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Kunstinstallation „Elevation 1049“ (Foto: Zenz)

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Foto-Ausstellung von Tim Hall im Le Grand Belluvue Gstaad (Foto: Zenz)

5) Unberührte Natur und einmalige Berglandschaften

Der Glacier 3000 ist ein Ganzjahreshighlight, aber nicht Der ewige Gletscher «Glacier 3000» heisst nicht umsonst «high-level Experience». Von Gstaad erreicht man den Aufstieg via Postauto (Haltestelle Col du Pillon) von wo eine Luftseilbahn mit einmal Umsteigen innert 15min auf den 3000er hinaufführt. Mit Abstand war dies der steilste Aufstieg den ich jemals erlebt hatte. Gleich beim Ausstieg bekam ich ein etwas mulmiges Gefühl, aber das Adrenalin und die Lust am Unbekannten siegten über meine leichte Höhenangt. Auf der Spitze angekommen erwartet einem das Restaurant Botta mit lokalen Spezialitäten. Ein Gerüst und einige Stufen trennen einem vom «Peak Walk by Tissot», einer 107m langen Hängebrücke, welche zwei 3000er Spitzen verbindet. Leider blieb uns nichts anderes übrig, als die Brücke von aussen zu fotografieren, denn diese war wegen starken Windes geschlossen. Wer im Sommer hochkommt, kann sogar auf den «Alpine Coaster», die höchstgelegene Rodelbahn der Welt.

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Aussicht vom Glacier 3000 (Foto: Zenz)

Ein weiteres Ausflugsziel für Naturliebhaber ist der Lauenensee, knapp 11km von Gstaad entfernt, findet man Ruhe und absolute Idylle. Ein unberührter See, ein monumentaler Wasserfall, eine sumpfartige Landschaft mit reicher Flora und Fauna und eine gemütliche Wirtschaft zum Einkehren. Die bequeme Anreise wäre mit dem Auto (ein grosser Parkplatz in der Nähe verfügbar) oder via Postauto (ca. 20min von Gstaad). Wers aktiver mag, der kann auch eine 3h Wanderung, wie wir sie machten, nach Lauenen und weiter zum Lauenensee unternehmen. Die Wanderwege sind gut beschildert und bestens präpariert und führen durch sattgrüne Gräser, Waldlichtungen und durch das kleine süsse Dörfchen Lauenen. Kann es noch idyllischer und noch «schweizerischer» werden als im Berner Oberland?

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Ausserhalb von Gstaad, siehts doch gleich ganz anders aus! (Foto: Zenz)

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Lauenensee-Rundwanderweg mit Blick auf den Wasserfall Tungelschuss (Foto: Zenz)

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Perfekte Fotokulisse, der Steg am Lauenensee (Foto: Zenz)

Unser Fazit:

Gstaad ist ein «Schweizer Märchen», ein Ort wo Träume wahr werden! Und hier wird einem wortwörtlich (solange es das Budget erlaubt) jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. Ich weiss nicht, ob es an der reinen Luft oder an der Abgeschiedenheit liegt, aber hier fühlt man sich auf Anhieb entspannt und vom Alltag losgelöst. Wer nach Gstaad kommt, wird garantiert «verzaubert» zurückkehren!

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