Mein Reisejahr 2017 in Bildern

In keinem anderen Jahr war ich so viel unterwegs wie im 2017, konnte mich kreativ (auch dank dem Blog) verwirklichen, mehr über nachhaltigen Tourismus erfahren und vor allem das Gefühl von Freiheit geniessen. Um 2017 alle Ehre zu machen, fasse ich nachfolgend meine Reisehighlights pro Monat kurz in Schrift und Bild zusammen. Viel Spass beim Scrollen!

Januar: Fernreise in meine zweite Heimat – die Philippinen

1_januar_tarsier_bohol-011683877242.jpegWährend meiner dreiwöchigen Rundreise verweilte ich am längsten auf der Insel Bohol (Zentral Visayas) und verliebte mich auf Anhieb in die natürliche Schönheit der Insel. Mit Hilfe eines Bekannten aus der Schweiz, der erst kürzlich nach Bohol auswanderte, lernte ich mehr über nachhaltigen Ökotourimus auf Bohol erkundete den Loboc River anhand einer vierstündigen SUP Tour (mit SUP Philippines – sehr empfehlenswert), durfte zum ersten Mal die kleinsten Primaten der Welt im Tarsier Sanctuary beobachten (die Tarsier gehören zu der Gruppe der Koboldmaki – Berührungen und jeglicher Lärm ist hier strikt verboten) und überwand mich endlich das «PADI Open Water Zertifikat» im Deep Blue Dive Resort zu absolvieren. Nun darf ich auf bis zu 12 Metern Tiefe hinabtauchen, wodurch sich mir eine völlig neue farbenfrohe Unterwasserwelt erschliesst! Wäre ein Tauchgang nicht so teuer, würde ich dieses Hobby viel öfters pflegen.

Februar: Stadt-Land-Fluss: Deutschland mit der Bahn erkunden

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Von der Deutschen Zentrale für Tourismus wurde ich auf eine ganz besondere Pressereise nach Berlin (Stadt) Mittenwald in Oberbayern (Land) und Ulm (Fluss) eingeladen. Hier erfuhr ich mehr über die unterschiedlichen Traditionen und Bräuche Deutschlands (das wäre übrigens meine dritte Heimat als Besitzer eines deutschen Reisepasses). Besonders in Erinnerung geblieben ist mir meine Drei-Seen-Wanderung durch das Karwendelgebirge und das Beobachten des Schafsabtriebs (und der lokalen Trachten), ganz zu schweigen von der lokalen Bierbrauereikultur!

März: Waghalsige Sicht auf dem Glacier 3000 und nächtigen im Gstaad Palace

3_märz_gstaad_3-011409544995..jpgNoch im Schneemantel eingedeckt besuchte ich übers Wochenende das Berner Oberland, genauer Gstaadt und wurde während zwei Tagen wie ein VIP-Gast im Palace empfangen, informierte vor Ort über die Gruppeninstallation «ELEVATION 1049» mit Skulpturen und Perfomances rund um Gstaad und überwand meine Höhenangst und bestieg mit der Hochseilbahn den Glacier 3000 bis auf die Plattform «Peak Walk by Tissot», die einzige Hängebrücke der Welt, die zwei Berggipfel miteinander verbindet.

Gstaad Teil 1 & Teil 2

April: 10 Jährige Feier des Zermatt Unpluggeds

4_april_zermatt-unplugged_2-01-1372022433.jpegFast schon zu einer Tradition hat sich der Besuch des Zermatt Unplugged im April für mich und meine Kollegin Gina entwickelt. Dutzende Locations, ein neues «Taste-Village» mit lokalen Spezialitäten und jede Menge In- und Outdoor Konzerte zeigen Zermatt von seiner schönsten Seite. Mein persönliches Highlight von dieser Festivalausgabe was das Doppelkonzert von Jess Glynne («I’d rather be») und mein All-Time-Favourite Paolo Nutini («New Shoes»).

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Mai: Das Tessin kulinarisch entdecken an der Safari del Gusto

5_mai_eden_roc_ascona-01920439628.jpegAuf Einladung durfte ich die Raffinessen und Vorzüge des Eden Roc Asconas kennenlernen und die Spezialitäten der Region an der Safari del Gusto degustieren. Das Konzept des Events beinhaltete eine Art kulinarischer Rundgang durchs Hotel (und auch durch Bereiche, die normalerweise dem Gast verschlossen bleiben), wo jeweils ein Produzent oder Koch des Tessins seine besten Produkte vorstellte. Das Tessin hat auch kulinarisch sehr viel im Angebot und ist wahrlich ein Kanton der Genüsse.

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Juni: Wanderung auf das Brienzer Rothorn

6_juni_brienz_2-01-1896252182.jpeg6_juni_brienz-01574242663.jpegMit einem kleinen Rucksack ausgestattet und zwei Freunden im Schlepptau wanderte ich hoch hinauf auf knapp 2000 Meter ü. M. auf Brienzer Rothorn. Der Weg bis ganz nach oben mit der Dampflock war ein einmaliges Erlebnis, das ich auf jedenfalls nochmal wiederholen möchte. Die Wanderung bergab (ganze 5 Stunden) war von der Landschaft her ein Traum (Ausblicke wie in Mittelerde), wären da nicht die Knieschmerzen gewesen, die mich ab der letzten Stunde der Wanderung und drei Tage später noch geplagt haben. Die Erfrischung im sehr kühlen Brienzersee hingegen war wie ein Befreiungsschlag!

Juli: Kunstvernissage in St.Moritz, Biken in Arosa & erstes Mal Skandinavien

7_juli_arosa-01-726967249.jpegAnlässlich der Vernissage «St. Moritz macht Unsinn» von Konzeptkünstlerin C.W. Mann begab ich mich nach St. Moritz um nachher anschliessend mit einer dreistündigen Zugfahrt nach Arosa weiterzufahren. In Arosa durfte im Tschuggen Grand Hotel schlafen, die eigene Bergbahn (der Tschuggenexpress) testen und entlang des Schwellisees biken. Am Schwellisee ist mir dann auch gegen 8 Uhr früh konnte ich einen magischen Moment einfangen, als mehrere Kühe in einer Reihe mich musterten. Wahrscheinlich haben die sich gewundert, warum ich via Selbstauslöser so viele Selfies mache!

Zum Hotelbericht des Tschuggen Grand Hotels 

7_juli_kopenhagen-011840255867.jpegKnapp eine Woche später war ich gemeinsam mit drei Freunden auf Städtereise in Kopenhagen, mein erstes Mal in Skandinavien. Dank der Bike-SharingApp «Donkey Bikes» erkunden wir auf bequeme und günstige Art und Weise die Viertel der Designmetropole und machen ebenso Halt an der Ostsee am Amager Stadtstrand. Ein weiteres Highlight iwar der Tagesbesuch am Louisiana Museum, in welchem gerade eine grosse Retrospektive zur serbischen Performance Künstlerin Marina Abramovic stattfand.

August: Neapel und Ischia, Andermatt und die Tamina Schlucht

8_august_ischia_2-02-200529424.jpegDer Monat August war fast ausschliesslich mit Reisen verbunden. Neben einer Woche mit meiner liebsten Gina (auch bekannt unter ihrem Blog Bohemianstella) in ihrer Heimat Italien, wo ich besonders von der Burg auf Ischia fasziniert war und gemeinsam mit ihr vier Tage, drei Nächte im unglaublichen Hotel Miramare e Castello verbrachten und uns mit Boottaxis zu authentischen Hafenrestaurants chauffieren liessen.

Dazwischen fand auch ein Weekend-Getaway verbunden mit herzhafter Schweizer Küche, einer Biketour entlang des Oberalppasses (Ursprung der Rheinquelle) in Andermatt statt. Hier genossen wir zudem die alpin-asiatische Atmosphäre des Luxusresorts The Chedi Andermatt, das besonders durch seine internationale Küche und den modernen SPA von sich zu reden macht.

Am Monatsende wollte ich auf keinen Fall die Lichtinstallation von Projektil in Bad Ragaz verpassen. Die Illuminationen innerhalb der Schlucht drehten sich rund um die Sagen und Kräfte des heilenden Quellwassers aus der Taminaschlucht.

September: Instameet in Basel und Abstecher nach Tschiertschen

9_september_basel-01-2025111521.jpegIn Basel lernte ich unzählige Blogger und Instagrammer aus allen Teilen der Welt kennen, die gemeinsam mit mir auf Einladung von Basel Tourismus und Kevin Kyburz («Swissky»/»Travelhackers») das Instagram-taugliche Basel aus allen Ecken und Winkeln erkundeten. Leider machte uns das Wetter eine Strich durch die Rechnung, trotzdem hatten wir bei unserer persönlichen Tour einen Riesenspass und haben so einiges über die Rheinmetropole erfahren.

9_september_tschiertschen-0132902173.jpegAuf Einladung durfte ich zudem eine Nacht im viersterne The Alpina Resort in Tschiertschen verbringen und auch den kleinen aber feinen Spa ausprobieren. Das Dorf Tschiertschen ist ein ursprüngliches Bergdorf unweit von Arosa und durchsticht durch seine über 400 Jahre alten Holzhäuschen.

Zum Hotelbericht des The Alpina Resort Tschiertschen

Oktober: Singapur und Pride March in Taipei

10_oktober_singapur-02439175720.jpegDer dritte Oktober war der Startschuss meiner 2,5 monatigen Asienrundreise, dann bin ich nach Singapur abgereist, wo ich neun Tage lang mir ein eigenes Bild von dieser futuristischen Stadt machen konnte. Ein ausführlicher Singapur Reise-Bericht mit zahlreichen Reisetipps und Hinweisen folgt anfangs 2018!

10_oktober_taipei-011041813425.jpegAuch mein viertägiger Taipei-Trip hat grosse Spuren bei mir hinterlassen. 120’000 Menschen marschierten um auf die Rechte von LGBT in Taiwan und ganz Asien aufmerksam zu machen. Ein paar Eindrücke vom Pride March in Taipei habe ich mit meiner GoPro Hero festgehalten und auf Instagram geteilt.

November: Den Norden und Süden von Cebu entdecken

img-20171120-wa0011-011697409437.jpegErstmalig begab ich mich Richtung Norden von Cebu und weiter mit der Fähre auf die Inselprovinz Santa Fe, Bantayan Island. Die zwei Tage im Beachfront Resort La Playa Estrella verbrachten wir mit Volleyball-Partien, Rum-Colas an der Strandbar und den magischsten Sonnenuntergängen.

11_november_osmenapeak-01-2019748568.jpeg11_november_badian-01-1853740750.jpegDass ich im 2017 meine Leidenschaft zum Wandern entdeckt habe ist kein Geheimnis mehr, umso wollte ich auf der Insel Cebu auf den Philippinen (jap, ich bin 2017 sogar zweimal in die Philippinen gereist), Wasserfälle und den «Dschungel» erkunden. Von Dalaguete, bekannt durch einen riesigen Gemüsemarkt, ging es hoch auf den höchsten Punkt der Insel (Osmena Peak) und dann fünf Stunden mit der Hilfe eines Guides nach Badian, wo auf meine Nichte Louana und mich drei Wasserfälle warteten – die Kawasan Falls. Die schönsten, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe. Badian, ich komme auf jeden Fall wieder!

Dezember: Eco-Guesthouse auf Bohol, Zwischenstopp in Hong Kong und zurück in die kalte Heimat

received_10214882421963476-01-2018887862.jpegDas Leben in der Nachbarschaft von Panglao Bohol hat ebenso tiefe Eindrücke bei mir hinterlassen, da ich mich während eines längeren Aufenthalts in einem Eco-Guesthouse gleichzeitig auch als Marketing-Berater engagieren konnte. Das Eco-Resort Pahiluna Guesthouse ist im Familienbesitz und daher ist es für mich mit mehrjähriger Erfahrung in der Online-Vermarktung von Unterkünften auch eine Ehrenangelegenheit vor Ort mitanzupacken und meine Ideen miteinfliessen zu lassen.

Zum guten Abschluss meiner Asienreise besuchte ich eine gute Freundin in Hong Kong, die mir nur die besten Adressen des Stadtstaats zeigte: Von hippen Rooftopbars bis zu erschwinglichen Michelin-Dim-Sum-Restaurants gutes Essen, tolle Cocktails und internationale Leute zählten zu meinem Haupteindruck vom Hong Kong. Ausserdem war Hong Kong in Dezember mit 15 Grad eine gute Übergangslösung, um mich langsam wieder an die kälteren Temperaturen zu gewöhnen.

Zurück angekommen in der Schweiz verbrachte ich weisse Weihnachten im engsten Kreise meiner Familie (in Thermounterwäsche und dicken Socken umhüllt). Den krönenden Abschluss des Jahres machte ein Trip in die Bündner Berge, genauer nach Waltensburg (rät. Vuorz), wo wir die Pisten hinab schlittelten, nach Schneespass und Saunagang genossen wir die unglaubliche Stille am Abend und bestaunten den klaren Sternenhimmel mit grosser Faszination.

Danke 2017, du warst einfach nur zu gut zu mir. Bereit für die nächsten Abenteuer, Weisheiten und neuen Bekanntschaften im 2018!

offen6 – Eröffnungsfest des Opernhaus‘ Zürich

Seit dem Intendantenwechsel 2012 lädt das Opernhaus Zürich unter Andreas Homoki pünktlich zum Theatersaison-Start zum alljährlichen Eröffnungsfest, ein Open-Door-Anlass für Gross und Klein. Sämtliche Werkstätten, Proberäume, Kostümateliers und natürlich die Hauptbühne mit dem atemberaubenden, neobarocken Auditorium sind frei und für jedermann zugänglich. Somit setzt das Opernhaus Zürich ein Zeichen, dass es für die ganze Bevölkerung zugänglich ist und auch ein unverzichtbarer Bestandteil des Zürcher Stadtlebens darstellt. Über 12‘000 Interessierte aus der ganzen Region folgten dem Ruf des Opernhauses und vergnügten sich den ganzen Tag über in den unzähligen Räumlichkeiten der Oper.

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Buntes Eröffnungsfest des Opernhauses Zürich (Foto: Marie Kirschning)

Da das Wetter glanzvoll mitspielte, wurden viele Programmhöhepunkte auf den Sechseläutenplatz vor das Opernhaus verlegt, wie zum Beispiel das beliebte öffentliche Balletttraining für alle oder das Orchesterspektakel „Conduct Us“ wo jeder Besucher die Möglichkeit hatte, ein kleineres Ensemble der Philharmonia Zürich eigenhändig zu dirigieren!

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„Conduct us“ lud Besucher zum Dirigieren ein (Foto: Marie Kirschning)
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Während „Conduct us“ durften die Besucher ein Ensemble leiten (Foto: Marie Kirschning)

Öffentliche Tanzproben

Gegen Abend war sogar der bekannte Zürcher Tango-DJ Daniel Montagero zu Gast, der es Tanzbegeisterten erlaubte, bis in die späten Abendstunden auf dem Sechseläutenplatz das Tango-Tanzbein zu schwingen. Auf den drei Bühnen des Opernhauses ging es nicht minder aufregend zu und her: Von der Kinderoper „Hexe Hillary geht in die Oper“ über öffentliche Proben des Zürcher Balletts bis hin zur Operettenaufführung von „Häuptling Abendwind“ von Jacques Offenbach und der Orchesterhauptprobe der grandiosen Oper „Salome“ von Richard Strauss war für jeden Besucher etwas dabei. Die Tickets für die Veranstaltungen im Haus wurden 30min vor Beginn gratis an die Besucher verteilt.

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Öffentliches Ballettraining (Foto: Bettina Auge)

500 Chorsänger in Aktion

Eines der Highlights des Festes war zweifellos der 400-köpfige Eröffnungschor. Die vierhundert Laien jeglichen Alters wurden aus über tausend Bewerbern ausgelost, haben während einer Woche eine berühmte Opernchorauswahl mit dem Chorleiter der Zürcher Oper einstudiert und haben das Programm zusammen mit dem Zürcher Opernhaus-, dem Zusatz- und dem Kinderchor auf der Bühne und gleich darauf auch auf den Treppen vor dem Haus aufgeführt. Die Menge war begeistert vom überwältigenden Klang der insgesamt über 500 Chorsänger! Weitere Publikumslieblinge sind das Kostümfotoshooting im Ballettsaal, wo man unzählige Kostüme und Perücken anziehen und sich ablichten kann und die offenen Werkstätten, wo man Theatermalern, Schreinern und Schlossern bei der Kreation von Bühnenbildern zuschauen kann. Auch für ein riesiges Kinderprogramm inklusive Schminken, Burgen bauen und Kostümbasteln ist gesorgt.

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Unser Highlight: der 500-köpfige Chor (Foto: Marie Kirschning)

Unser Fazit

Wie jedes Jahr war das Fest ein riesiger Erfolg, die Mitarbeiter aus allen Sparten des Opernhauses haben fleissig dazu beigetragen. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr wenn es heisst „offen7“ und wir sind gespannt, was nächstes Jahr wieder für ein vielseitiges Programm angeboten wird.

 

Weitere Infos:

Zur Website Opernhaus Zürich

Zum Videobeitrag von SRF Kulturplatz

 

Text: Louis Chanson

Fotos: Marie Kirschning / Bettina Auge

 

Der Berg ruft – 48h in Arosa

Im letzten Juli wurde ich nach Arosa (auf 1800 Metern) eingeladen. Während diesen drei Tagen und zwei Nächten stand ein kontrastreiches Programm an: Ein Aufenthalt im 5-Sterne Tschuggen Grand Hotel mit „Sight-Inspection“, ein Ausflug zum türkisblauen Schwellisee mit anschliessender Fatbike-Downhilltour (diese werden kostenlos im Tschuggen Grand Hotel zum Verleih angeboten) und ein Besuch des rustikalen Alpenblicks mit anschliessender Übernachtung im Luxustipi, der leider wegen schlechten Wetters nicht wie geplant stattfinden konnte.

Check-In im luxriösen Tschuggen Grand Hotel

Von aussen unscheinbar von innen purer Luxus! Man darf sich von der Fassade des Haupthauses nicht täuschen lassen! Beim Tschuggen Grand Hotel waren die beiden international bekannten Schweizer Architekten Mario Botta und Carlo Rampazzi am Werk! Das Resultat sind 128 neugestaltete Zimmer und Suiten, fünf Restaurants und der preisgekrönte 5’000 m² grosse Bergoase Spa. Als Inspirationsquelle dienten dem begnadeten Innenarchitekten Rampazzi die leuchtenden Farben der Umgebung, die er in seinem extravaganten «Rampazzi-Stil» umsetzte. Der Empfangsbereich beispielweise, der auch eine Piano-Bar beherrbergt, ist in vier Zonen unterteilt, die den vier Jahreszeiten gewidmet sind. Edelsten Materialien wie Hermès-Leder und Muranoglas wurden hier mit Liebe zum Detail verarbeitet.

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Winterliches Ambiente by Carlo Rampazzi
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Feinste Materialien wie Murano Glas aus Venedig in der Lobby des Tschuggen Grand Hotels (Foto: Zenz)

Tschuggen Suite – Wohnen auf 140m2

Zur luxuriösen Zimmerausstattung der Tschuggen Suite, in der ich glücklicherweise zwei Nächte verbringen durfte, gehört ein premium Boxspringbett (jedes mit individuellem Kopfteil), eine Nespresso Kaffeemaschine und ein Marmorbad mit High-End Beauty-Artikeln. Das Highlight ist und bleibt die Loggia mit der Aussicht auf das strahlende Bergpanorama. Die Tschuggen Suite mit seinen 140m2 kommt wie eine luxuriöse Residenz daher: Neben einer Kitchenette, einem einladenden Wohn- und Essbereich waren gleich zwei Schlafzimmer und zwei Balkone Teil dieser Luxus-Suite par excellence. Für Familien und Pärchen, die sich ohne Einschränkungen verwöhnen lassen möchten, bietet die Tschuggen Suite garantiert mehr als genug Platz, Komfort und Privatsphäre!

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Schlafen wie auf Wolke 7 in der Tschuggen Suite (Foto: Zenz)
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Jetzt erstmal zurücklehnen und ankommen! (Foto: Zenz)
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Der Blick ins Dorf und auf die Bündner Bergwelt (Foto: Zenz)

Von Fine Fast Food bis Fine Dining

Auch kulinarisch bietet das Tschuggen Grand Hotel mit seinen fünf Restaurants für jeden Geschmack genau das Richtige an: Im Gourmetrestaurant La Vetta (Executive Chef Uwe Seegert, 1 Michelin-Stern) gibt es alpine Gourmetküche, im Grand Restaurant verweilt man während des reichhaltigen Frühstücksbuffets bei der morgendlichen Zeitungslektüre oder geniesst am Abend im Dinner-Jacket bei romantischem Kerzenschein das edle Ambiente.

Eingang zum gediegenen Grand Restaurant (Foto: Zenz)
Birchermüesli mit Cappuccino, dazu serviert die tagesaktuelle NZZ (Foto: Zenz)
Auch bei den Cerealien ist die Auwahl riesig (Foto: Zenz)

Wer die deftigere Küche bevorzugt wird garantiert im The Basement, wo feinste Burgerkrationen und Fish&Chips die Menükarte dominieren, zufrieden sein. Zur Mittagszeit empfiehlt sich ein Besuch im legeren La Collina (rätoromanisch für Hügel). Bei schönem Wetter geniesst man hier auf der Sonnenterrasse beste Ausblicke auf die Bündner Bergwelt, während es innen drin sehr lauschig zu und her geht. Hier war ich zum Apèritif mit der Vizedirektorin Leonie Schefenacker verabredet, die sich die Zeit nahm, um mir die Geschichte des Hauses näher zu bringen.

Äusserst empfehlenswert ist der hausgemachte Eistee (nicht zu süss und natürlich aufgebrüht) und auch der hausgemachte Cesar Salad mit zarter Hähnchenbrust -geschmacklich vom Feinsten! Auch bei der Portion wird hier nicht gespart, schliesslich braucht man Energie für das sportliche Programm. Zum Dessert gab es ein leichtes Sorbet der Geschmackssorte Campari (auf Empfehlung des Kellners) mit Fruchtvariation und Zuckerkrokant – eine Augenweide!

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Sonnenterrasse La Collina (Foto: Zenz)
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Fitnessteller a la Cesar Salad (Foto: Zenz)
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Leichte Verführung aus Camparieis und Früchten (Foto: Zenz)

Sommer-Aktivitäten

Arosa bietet für Naturliebhaber und insbesondere für Familien ein abwechslungsreiches Angebot an: Von Wanderwegen bis zu Erlebnislehrpfaden in Arosa lässt sich die Umgebung spielend entdecken. Wer mit Kindern reist, sollte sich den süssen und bequemen Eichhörnliweg raussuchen, bei der man den kleinen Nagetieren in wilder Laufbahn begegnet, ebenso geplant und vom Stimmvolk genehmigt ist der Bau eines umzäunten Bärenparks der auf rund 5 Hektaren in der nächsten Sommersaison realisiert werden soll.

An diesem Wochenende entschied ich mich für eine einfache Fatbike-Tour (ein ultraleichtes Mountain mit breiteren Pneus) und begab mich zum kristallklaren Schwellisee (rund 30 Minuten mit dem Bike / zu Fuss ca. 45 Minuten). Wer Glück hat und wie ich zur richtigen Zeit beim Seeufer ist, wird Zeuge von einer Herde Kühen, die sich am See erfrischen wollen. Auch Fliegenfischern wird man ab und zu begegnen. Wer selbst bei der Angelrute Hand anlegen will, kann im Restaurant Alpenblick einen Einsteigerkurs buchen. Es lohnt sich auf alle Fälle etwas früher morgens hinzugehen!

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Unterwegs zum Schwellisee (Foto.: Zenz)
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Glasklar und Türkis – der Schwellisee in Arosa (Foto: Zenz)
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Überhaupt nicht scheu – einige Kühe in Arosa (Foto: Zenz

Apropos Alpenblick: Auf über 2000 Metern lohnt es sich über den Mittag einzukehren nicht nur wegen des rustikalen, aber hippen Ambientes. Jedoch empfiehlt es sich vor dem Besuch anzurufen und sich vorher anzumelden. Da der Alpenblick lediglich von einem Hüttenwart bedient wird, kann man hier eine relativ einfache und unkomplizierte Küche erwarten – Menükarte fehl am Platz.

An diesem Wochenende wäre ich theoretisch gleich neben an noch für eine Nacht im «Luxustipi» des Alpenblicks eingebucht gewesen, aber wegen schlechter Witterung und Sturmwarnung musste ich meine Pläne umkrempeln und «leider» zu meiner Suite ins Tschuggen zurückkehren. Obwohl ich der Erfahrung wegen gerne im Tipi probegeschlafen hätte, war ich wegen der Kälte an diesem regnerischen Samstagabend gar nicht mal so unglücklich über den kurzfristigen Planwechsel. Nach meiner Ankunft hiess es dann zuerst mal wieder aufwärmen bei einem heissen Schaumbad in der Badewanne.

Himmel auf Erden

In einen Berg hineingebaut bietet der 5000 m² grosse Bergoase mit seinen neun filigranen Segeln aus Glas und Stahl eine einzigartige lichtdurchflutete Spalandschaft, wo der Himmel und die Farben der Umgebung bis ins Innere hineinstrahlen. Die wellenförmigen organischen Formen des Inneren integrieren sich geschmeidig in die Aushöhlung des Berg hinein. Bei gutem Wetter geniesst man gar einen beeindruckenden Panorama-Bergblick auf den Sonnenliegen oder sprudelt im beheizten Aussenpool.

Beeindruckend ist auch der vollgestattete Fitnessraum mit modernsten Technogym-Geräten und auch das umfangreiche Angebot an Gruppenfitnesskursen. Ob bei Schön- oder Schlechwetter der Bergoase Spa bietet ein einzigartiges hollistisches Wellbeingprogramm an und steht auch externen Gästen nach Anfrage zur Verfügung.

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Bergoase Spa by Mario Botta (Foto: Zenz)
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Aussenbereich mit beheiztem Sprudelbad (Foto: Tschuggen Hotel Group)

Unser Fazit

Es war bereits mein dritter Besuch in Arosa, doch wer einmal hier war gewesen ist, wird garantiert zum „Wiederholungstäter“! Kaum ein anderer Bergort hat seinen natürlichen Charme so sehr beibehalten wie Arosa! Dazu kommen die vielen Bergseen, die atemberaubende Natur und die spannenden Aktivitäten im Sommer, und insbesondere im Winter! Man muss schlicht dem Ruf der Berge folgen und sich hinaus in die Natur bewegen, um das meiste aus seinem Aufenthalt zu machen, aber zum Glück gibt es ja genug Fortbewegungsmittel und Routen um die Umgebung zu erkunden.

Vom Budget her wird man hier alles vorfinden vom funktionalen Sporthotel bis zum ultraluxuriösen Tschuggen Grand Hotel. Wer sichs leisten kann, wird garantiert im Tschuggen sehr zufrieden sein! Hier stehen die Wünsche des Gastes an oberster Prioriät und mit der kompetenten Beratung des Concierges und der vielen Möglichkeiten wie die Benutzung des hoteleigenen Shuttles, dem Tschuggem Express, dem Zugang zur riesigen Spa-Landschaft und den fünf Restaurants, kann man hier eigentlich nichts falsch machen.

Hotelinformationen und Preise

  • Tschuggen Grand Hotel, Sonnenbergstrasse, 7050 Arosa
  • Kontakt: Tel +41 81 378 99 99info@tschuggen.ch
  • Preise: Einzelzimmer ab CHF 230.- in der Sommersaison, ab CHF 415.- in der Wintersaison
  • Deluxe Doppelzimmer ab CHF 415.- in der Sommersaison, ab CHF 715.- in der Wintersaison
  • Die Wintersaison startet am 7. Dezember 2017 und dauert bis zum 8. April 2018 an.

Zur Website des Tschuggen Grand Hotels

Tschuggen Hotel Group

Es gibt wohl kaum eine luxuriösere Adresse in Arosa als das Tschuggen Grand Hotel! Das Tschuggen Grand Hotel gehört zur Tschuggen Hotel Group gemeinsam mit dem Hotel Eden Roc sowie dem Albergo Carcani in Ascona, aber auch die ehemalige Zarenresidenz, das Carlton Hotel St. Moritz, ist Bestandteil dieser Hotelgruppierung. Wegen der höchsten Qualitätsstandards überrascht es wenig, dass das Tschuggen ein Leading Hotel of the World ist und zur Vereinigung der Swiss Deluxe Hotels gehört, den exklusivsten Fünfsterne-Häusern der Schweiz.

Metropolischt reiste auf Einladung der Tschuggen Hotel Group nach Arosa und wurde von PR-Frau Evelyn Gorgos im Vorfeld bei der Recherche unterstützt.

 

 

S. Pellegrino Young Chef 2017: Schweizer Vorentscheid

Unter den wachsamen Augen der namhaften Jury
Unter den wachsamen Augen der strengen Jury (Foto: Rémy Steinegger)

Bereits das dritte Mal sucht San Pellegrino dieses Jahr wieder den besten Koch unter 30. Diesen Montag trafen sich die 9 ausgesuchten Schweizer Finalisten in den Küchen der Hotelfachschule Belvoir Park Zürich um die Schweizer Vorausscheidung zu gewinnen und nächstes Jahr nach Mailand für das San Pellegrino Young Chef Grand Finale zu fahren. Unter den wachsamen Augen einer illustren Jury bereiteten die jungen Sous-Chefs je ein raffiniertes Gericht zu, welches dann aufs kleinste Detail geprüft wurde. Die Jury bestand aus den bekannten Schweizer Köchen André Jaeger (Fischerzunft Schaffhausen), Martin Dalsass (Talvo), Robert Speth (Chesery Gstaad),  Marcus Lindner (Sonnenberg Zürich) und Gastrojournalist und Sensorik-Experte Patrick Zbinden.

Die neun Finalisten

BENJAMIN LE MAGUET: Sous Chef, ‘Le Maguet’ – Les Evouettes

DAVID WÄLTI: Sous Chef, ‘Eisblume’ – Worb

DIEGO DELLA SCHIAVA: ‘Sous Chef, ‘The View Hotel’ – Lugano

FILIPE FONSECA PINHEIRO: Sous Chef, ‘Restaurant de L’Hotel de Ville de Crissier B. Violer’ – Crissier

JACO REDELINGHUYS: Chef de Partie, ‘Maison Manesse’ – Zurich

KARIM ROBERT SCHUMANN: Chef, ‘Hotel Vitznauerhof’ & ‘Waldhotel Davos’ – Vitznau/Davos

MARCO GAISSER: Sous Chef, ‘Restaurant Rias’ – Kloten

NICOLAS PIERSON: Sous Chef, ‘Bottle Brothers’ – Geneva

RODRIGO PARRACHO: Chef de Partie, ‘Anne Sophie Pic at the Beau Rivage Palace Lausanne’ – Lausanne

 

Die Juroren mit den 9 Semifinalisten des Young Chef Awards

And the Winner is …

Nach dem ausgiebigen Kochwettbewerb, bei der jeder Koch 10 Minuten Zeit hatte, die Jury mit seinem „Signature Dish“ zu überzeugen fand direkt im Anschluss abends die Preisverleihung im Restaurant Sonnenberg hoch über den Dächern Zürichs statt. Chefkoch des Sonnenbergs und Juror Marcus Lindner lud zu einem raffinierten 5-Gang Menü, welches auch für ein verwöhntes Gourmetherz keine Wünsche offen liess. Von Kaviar über Kalbsfilet bis Trüffel wurde an keiner Köstlichkeit gespart. San Pellegrino offerierte das bekannte Mineralwasser in reizvollen Magnum-Flaschen.

Nach dem Überraschungsgang wurde der Gewinner der „S. Pellegrino Young Chef, Local Competition Switzerland“ gekürt. Folgend einer kurzen Vorstellung der Kandidaten und Überreichung eines exquisiten Küchenmessers, welches grosszügigerweise von S.Pellegrino gestiftet wurde, verkündete André Jaeger, Juror und Mentor zugleich, den Young Chef 2017, welcher die Schweiz nächstes Jahr vom 22.-23. Juni in Mailand am internationalen Finale vertreten darf.

David Wälti vom Restaurant Eisblume in Worb hat die Jury mit seiner Kreation am meisten überzeugt. Zweiten und dritten Platz belegen Filipe Fonseca Pinheiro und Marco Gaissen respektiv. Während wir bei einem Glas Vintage Tinto forte den schönen Abend ausklingen lassen bleibt uns nicht mehr übrig als David Wälti alles Gute für das bevorstehende Finale zu wünschen.

Swiss winner 2017: David Waelti, Sous Chef, 'Eisblume' - Worb, SwitzerlandText: Louis Chanson

Fotos: Rémy Steinegger (ausser das letzte Erinnerungsfoto)

Über S.Pellegrino

Das kohlensäurehaltige natürliche Mineralwasser S.Pellegrino aus den italienischen Alpen ist schon zu Zeiten von Leonardo da Vinci bekannt. 1989 wurde das Wasser erstmals in Flaschen abgefült. S.Pellegino ist die Vollendung von Geschmack und Harmonie und wird in den besten Restaurants der Schweiz serviert. Dank seiner ausgewogenen Mineralisierung besticht dieses klare, mit feinperligen Blasen versetzte Mineralwaser durch sein diskretes Aroma und seine angenehme Frische.

Mehr zur Region San Pellegrino erfährst du in unserem letzten Blogpost über die San Pellegrino Therme!

 

 

 

San Pellegrino Terme: Pure Erholung auf 65000 m2

Mitten in den italienischen Nordalpen, etwa eine halbe Autostunde nördlich von Bergamo, liegt das kleine Städtchen San Pellegrino Terme. 

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Nominiert für den World’s best Spa Design Award (Foto: QC Terme San Pellegrino)

Weltbekannt für das dort entspringende Mineralwasser war San Pellegrino Terme um die Jahrhundertwende ein mondäner und nobler Kurort vergleichbar mit Baden-Baden oder dem tschechischen Karlsbad. Der Erste Weltkrieg hat dem aufschwingenden Tourismus aber jäh ein Ende gesetzt und seither zeugt nur noch die grosszügige Kuranlage inklusive Casino und Hotel im opulenten Belle-Époque-Stil vom Glanz und Glamour der vergangenen Tage.

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Eingang des anliegenden Casinos (Foto: Chanson)
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Lichtdurchflutete Räumlichkeiten mit römisch anmutender Architektur (Foto: Chanson)

Über Jahrzehnte standen die alten Bäderhallen verlassen und leer, bis sich die italienische SPA-Kette QR Terme der altehrwürdigen Badeanlage annahm und nach längerer Renovation und Erweiterung im Dezember 2015 das neue Thermalbad eröffnete. Was dort in den säulen- und freskenbestückten Hallen entstand, kann sich durchaus sehen lassen: Über 65‘000m2 (!) erstreckt sich die grösste und modernste Spa-Anlage, die man sich nur vorstellen kann. Zurecht wurde QC Terme San Pellegrino für den World’s Best Spa Design 2017 nominiert.

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Der perfekte Ort für ausgelassene Sonnenuntergänge (Foto: Chanson)
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Aussenbereich mit unzähligen Sprudelbecken (Foto: Chanson)

Der Spa besteht aus einem Aussenbereich, gesäumt von unzähligen Sprudelbecken, Liegestühlen, einer Feuerstelle, und einem „Thermalrundgang‘“, der sich einerseits durch die alte Hallen sowie durch den ultramodernen Neubau erstreckt. Der Thermalrundgang besteht aus über 30 verschiedenen Räumen und Anwendungsbereichen. Man kann also auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise gespannt sein! Neben unzähligen Saunen (u.a. Salz-, Kino-, Heu-, Chinotto-, Bio- und Panoramasauna), vier verschiedenen Dampfbädern, einem Wasserfall, Solarium-Garten, einem Kneipp-Fussbad, waren wir besonders von dem Unterwassermusikbad und den wohltuenden Vichy Showers (Wassermassage) hingerissen. Auch die entspannenden Ruheräume sind thematisch eingerichtet, so kann man einem auf Wasserbetten schlafen, während in einem anderen Raum riesige Schaukelstühle zum relaxen einladen.

Unser Highlight

Wir empfehlen das Package „Aperiterme“ für ca. 45 Euro zu buchen, es gewährt Eintritt ab 17:30 bis 24:00 Uhr und kommt mit einem reichhaltigen Aperitivo-Buffet mit verschiedenen regionalen Leckerbissen sowie Prosecco – natürlich ist auch das allgegenwärtige San-Pellegrino-Wasser darin inbegriffen!

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Die alte Quelle von San Pellegrino (Foto: Chanson)

Fazit

Da es sich hier wirklich um eine riesige Anlage handelt, sollte man genügend Zeit einplanen, damit man nicht plötzlich in den Stress kommt, etwas zu verpassen. Die Therme ist besonders am Wochenende gut besucht, darum lohnt es sich, eher unter der Woche oder gegen Abend hinzugehen, um den Ort in Ruhe geniessen zu können. Wir können es kaum erwarten wieder in das Thermalbad in San Pellegrino Terme zu fahren und auch die anderen Bäder der QR Terme in Mailand, Turin und in den Dolomiten zu entdecken.

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Im Bademantel lässt es sich gut gehen! (Foto: Chanson)

Nützliche Infos

  • Adresse: Viale della Vittoria 53, 24016 San Pellegrino Terme
  • Öffnungszeiten: Mo-Do 10.00 – 23.00 , Fr 10.00 – 00.00 , Sa 9.00 – 0.00 , So 9.00 – 23.00
  • Eintrittspreise: Unter der Woche 45 Euro, an Wochenenden 50 Euro
  • Kontakt: info@qctermesanpellegrino.it , Tel: +39 0345 20102

Hier gehts zur Website

Text und Handybilder : Louis Chanson

Top 5 Sehenswürdgkeiten in Gstaad

Wer bereits einmal im Berner Oberland war, der wird sich sicher noch genau an das Gefühl der Abgeschiedenheit und des «Entschleunigens» erinnern. Das Luxusresort Gstaad bildet da keine Ausnahme. Für mich war es bereits der fünfte Besuch in Gstaad, dass den Ruf als «Spielplatz der Superreichen» geniesst, was ja auch zum Teil stimmt! Aber die Region und vor allem das umliegende Saanenland hat so einiges mehr zu bieten als man denkt! Was Gstaad für mich so besonders macht, erfährst du in diesem Blogpost.

Meine Top 5 Argumente, warum sich ein Trip nach Gstaad lohnt:

1) Kleine Zeitreise mit dem Nostalgiezug

Wer von der Deutschschweiz aus nach Gstaad anreist, wird in Zweisimmen auf die MOB (Montreux-Berner Oberland) umsteigen müssen. Der Anschluss nach Gstaad ist entweder ein neuerer Panorama-Zug mit grossen, hellen Fensterfronten oder der Golden Mountain Pullmann-Express, ein wunderschöner Belle-Epoque-Zug mit Baujahr 1931. Letzter entführt den Reisenden auf eine Zeitreise: Das Innenleben der Zweiten Klasse ist komplett aus Holz mit ründlichen, fassähnlichen Holzkojen (daher auch der Begriff «Holzklasse») und vergoldeten Jugendstillämpchen. Noch edler geht’s in der Ersten Klasse zu und her, wo breitere gepolsterte Sessel für den Extrakomfort des Reisenden sorgen!

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Der Golden Mountain Pullmann Wagen der MOB (Foto: Zenz)
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Im Erst-Klasse-Salonwagen des Golden Mountain Pullmann Express (Foto: Zenz)

Wenige Minuten vor der Ankunft in Gstaad sieht man noch den Landestreifen des Regionalflughafens Saanen. Hier kommen VIPs und Promis Welt mit ihren gecharterten Jets aus der ganzen Welt! Beim Einfahren in das mondäne Resort macht der Zug noch einen grossen Bogen um, wie eine Modelleisenbahn umkreisen wir den Ortskern im Tal umgeben von den vielen Chalets und den ikonenhaften Grandhotels.

2) The Big Four

Der Ortskern von Gstaad durchzieht die vermehrt autofreie Fussgänger Promenade bestehend aus Luxusboutiqen, Designer-Möbelläden, Luxushotels, unzählige Restaurants – und alles im Chalet-Stil! Wegen seiner überschaubaren Grösse könnte man schon behaupten, dass die vier grossen Luxushotels das Ortsbild Gstaads prägen: Das märchenschlossgleiche Gstaad Palace, das hoch über dem Resort thront, auch auf dem Hügel und gleich gegenüber The Alpina Gstaad (an selber Stelle, war das Original-Alpina-Hotel das erste Hotel überhaupt in Gstaad), das Park Gstaad in Waldnähe und das im Landhausstil gehaltene Le Grand Bellevue mit der grossen einladenen Parkanlage direkt an der Promenade. Im Le Grand Bellevue verbrachte ich bisher schon zwei Aufenthalte und kann das Fünf-Sterne-Haus im Landhausstil wärmstens weiterempfehlen: Modernstes verspieltes Interieur, eine lauschige Bar mit einer 17 Meter langen Chesterfieldsitzecke, grosszügige Zimmer und Suiten mit Balkon und Blick auf die Berge und eine freistehende Wanne zum Träumen. Das regionale Frühstücksbuffet und besonders das A la carte (Mini Pan Cakes, Eggs-Benedikt, Birchermüesli etc) sind absolut weltklasse (für externe Gäste, 35 CHF).  Der 3.000 m2 grosse, neu renovierte „Le Grand Spa“ ist absolut state-of-the-art!

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5-Sterne-Hotel im Landhausstil, das Le Grand Bellevue Gstaad (Foto: Zenz)
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Junior Suite (Foto: Zenz)
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Verspiegelter Durchgang zur freistehenden Luxuswanne (Foto.: Zenz)
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Gleich neben dem Eingang steht das lebensgrosse Tweetkamel „Leonard“ (Foto: Zenz)
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Leseecke zum Wohlfühlen (Foto: Zenz)
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Schlechtwetterlektüre (Foto: Zenz)
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Hier gehts tierisch zu und her! (Foto: Zenz)

3) Gstaad ist ein Food-Paradise

Es muss nicht immer gleich ein sternenprämiertes Fine-Dining-Erlebnis sein. Wer authentisch die Spezialitäten des Berner Oberlands kosten möchte, der sollte zur Mittagszeit im Crêperie vorbeischauen für leichte salzige oder süsse Crêpes. Im Sommer auch mit Aussenbestuhlung! Bereits zum dritten Mal machte ich Dinnerreservationen im urchigen Posthotel-Rössli an der Promenade. Sehr empfehlenswert das hausgemachte Butterrösti mit Bauernbratwurst, den Saisonsalat mit Hobelkäse aus dem Berner Oberland und mein absolutes Highlight das schmackhafte Trüffelfondue!

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Feinste likale Küche im Post Hotel Rössli (Foto: Zenz)

4) Gstaad und die zeitgenössische Kunst

Auch in der zeitgenössischen Kunst, gibt Gstaad vermehrt von sich zu reden. Letzte Wintersaison (vom 3. Februar bis zum 19. März) fand in und um Gstaad die «Elevation 1049: Avalanche» statt, eine Kunstbiennale mit Skulpturen, Foto- und Videoinstallationen. Die Besucher konnten Zeuge verschiedener Performances und Installationen werden wie z.B. die monumentale Skulptur «Rosa» von Michael Borremans, welche kopfüber in der urtümlichen Landschaft des Wanderwegs Schönried steckte (als sei sie unmittelbar vom Himmel gefallen!) oder im Warteraum des Bahnhofs Gstaad die Videodokumentation der Performance von Douglas Gordon und Morgane Tschiember «As close as you can for as long it lasts – 2017». Zu sehen war die Aufzeichnung einer besonderen Berglandschaft mit einem brennenden Ring und Rauchzeichen. Verschiedene Klänge sollen Assoziationen zum Jodeln hervorrufen und Gefühle wie Melancholie und Einsamkeit beim Zuschauer auslösen. Im Rahmen diese Biennale fand auch im Le Grand Bellevue die Fotoausstellung «Beyond the Clouds» von Tim Hall statt. Entlang des lichtdurchfluteten Hotelkorridors in der «Bel Etage» konnte man die alpinen Landschaftsbilder und Fotomontagen begutachten, die während einer achtjährigen Grand Tour durch die Schweiz entstanden sind.

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Kunstinstallation „Elevation 1049“ (Foto: Zenz)
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Foto-Ausstellung von Tim Hall im Le Grand Belluvue Gstaad (Foto: Zenz)

5) Unberührte Natur und einmalige Berglandschaften

Der Glacier 3000 ist ein Ganzjahreshighlight, aber nicht Der ewige Gletscher «Glacier 3000» heisst nicht umsonst «high-level Experience». Von Gstaad erreicht man den Aufstieg via Postauto (Haltestelle Col du Pillon) von wo eine Luftseilbahn mit einmal Umsteigen innert 15min auf den 3000er hinaufführt. Mit Abstand war dies der steilste Aufstieg den ich jemals erlebt hatte. Gleich beim Ausstieg bekam ich ein etwas mulmiges Gefühl, aber das Adrenalin und die Lust am Unbekannten siegten über meine leichte Höhenangt. Auf der Spitze angekommen erwartet einem das Restaurant Botta mit lokalen Spezialitäten. Ein Gerüst und einige Stufen trennen einem vom «Peak Walk by Tissot», einer 107m langen Hängebrücke, welche zwei 3000er Spitzen verbindet. Leider blieb uns nichts anderes übrig, als die Brücke von aussen zu fotografieren, denn diese war wegen starken Windes geschlossen. Wer im Sommer hochkommt, kann sogar auf den «Alpine Coaster», die höchstgelegene Rodelbahn der Welt.

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Aussicht vom Glacier 3000 (Foto: Zenz)

Ein weiteres Ausflugsziel für Naturliebhaber ist der Lauenensee, knapp 11km von Gstaad entfernt, findet man Ruhe und absolute Idylle. Ein unberührter See, ein monumentaler Wasserfall, eine sumpfartige Landschaft mit reicher Flora und Fauna und eine gemütliche Wirtschaft zum Einkehren. Die bequeme Anreise wäre mit dem Auto (ein grosser Parkplatz in der Nähe verfügbar) oder via Postauto (ca. 20min von Gstaad). Wers aktiver mag, der kann auch eine 3h Wanderung, wie wir sie machten, nach Lauenen und weiter zum Lauenensee unternehmen. Die Wanderwege sind gut beschildert und bestens präpariert und führen durch sattgrüne Gräser, Waldlichtungen und durch das kleine süsse Dörfchen Lauenen. Kann es noch idyllischer und noch «schweizerischer» werden als im Berner Oberland?

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Ausserhalb von Gstaad, siehts doch gleich ganz anders aus! (Foto: Zenz)
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Lauenensee-Rundwanderweg mit Blick auf den Wasserfall Tungelschuss (Foto: Zenz)
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Perfekte Fotokulisse, der Steg am Lauenensee (Foto: Zenz)

Unser Fazit:

Gstaad ist ein «Schweizer Märchen», ein Ort wo Träume wahr werden! Und hier wird einem wortwörtlich (solange es das Budget erlaubt) jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. Ich weiss nicht, ob es an der reinen Luft oder an der Abgeschiedenheit liegt, aber hier fühlt man sich auf Anhieb entspannt und vom Alltag losgelöst. Wer nach Gstaad kommt, wird garantiert «verzaubert» zurückkehren!

24h an der Swiss Riviera und Besuch im Chaplin’s World

Warum haben so viele Schweizer eine solch grosse Hemmschwelle vor dem vermeintlichen Röschtigraben? Wegen der Entfernung? Der Sprache? Ich (für meinen Teil) bin ein grosser Fan der Romandie, nicht zuletzt wegen der malerischen „Swiss Riviera“ entlang der unzähligen Rebberge in der Waadt, dem grössten Weinbaukanton der Schweiz.

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Château de Chillon (Foto: Zenz)

Angefangen hat unser «Swiss Riviera Trip» in Lausanne Ouchy, wo wir das Kursschiff bis zum sagenumwobenen Château de Chillon nahmen. Das mittelalterliche Wasserschloss, das auf einem Felsblock steht und nur mit einer Holzbrücke vom Festland getrennt ist, war angeblich die Vorlage für das Schloss in Disney’s „Die junge Mererjungfrau“. Nach einem kurzen Fotostopp ging die Schiffstour weiter nach Vevey.

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Mit dem halbelektrischen Dampfschiff „Vevey“ nach Vevey (Foto: Zenz)

In Vevey machten wir uns zuerst auf kurze Besichtigungstour in der herzigen Altstadt, die unserer Meinung nach etwas von einem Artisanenviertel hat: Aneinander reihen sich viele kleine Geschäfte von Kunsthandwerk, Antiquitätenhändler bis hin zu kunterbunten Kafis, die der Altstadt einen Pariser Flair verleihen.

Le Mirador Resort & Spa

Mit dem Rollkoffer ausgestattet, machten wir uns auf die Suche nach dem Vevey Funiculaire (oder „Funi“ wie die Locals hier zu sagen scheinen) und fuhren mit der steilen Zahnradbahn hoch auf 1000 M.ü.M. zum Hotel Le Mirador Resort & Spa. Eingebettet in den Hügeln hoch über Vevey auf dem legendären Mont-Pèlerin geniesst man die beste Aussicht über den Genfersee und die Rebberge des Lavaux, welche seit 2007 zur UNESCO Weltkulturstätte ernannt wurden.

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Der Berg ruft! (Foto: Zenz)
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Unterwegs mit dem Funiculaire (Foto: Zenz)

Beim sympathischen und hilfsbereiten Team von Gastgeberin Yvette Thüring fühlten wir uns auf Anhieb gut aufgehoben. Im Le Mirador Resort & Spa verbrachten wir eine Nacht förmlich „über den Wolken“ in der grosszügigen Suite Prestige, im modernen Flügel. Zu unserer Freude hatten wir eine riesige Terrasse in der Suite, ausgestattet mit zwei Liegestühlen und einer Sitzecke, wo wir uns eigentlich die meiste Zeit aufhielten.

Das Interior ist sehr dezent und schlicht in warmen brauntönen gehalten! Zur Austattung der Suite Prestige gehörten eine eigene kleine Kochnische, wie man sie von Ferienapartments her kennt, eine Nespresso Kapselmaschine, ein Kingsizebett und ein gemütlicher Wohnbereich mit Sitzpolstern. Hier machten wir uns an jenem Samstagabend einen „faulen“ TV-Abend, gönnten uns Zimmerservice und verfolgten mit Spannung den Eurovision Songcontest.

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Suite Prestige (Foto: Zenz)
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Kaffeepause über den Wolken (Foto: Zenz)
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Blick auf Vevey, Genfersee und die französischen Alpen (Foto: Zenz)

Der Protagnist dieses Hotels ist eindeutig die Aussicht! Hier hat man so gut wie von jedem Standort her, sei es von den Seminarräumlichkeiten, dem Fitnessbereich oder dem erstklassigen Restaurant Le Trianon freie Sicht auf den Genfersee und die französischen Alpen. Das Hotel Le Mirador & Spa ist wegen seiner erhabenen Lage der perfekte Ort für einen Retreat an der Swiss Riviera!

Unser persönliches Highlight war die Privatsphäre und die garantierte Ruhe an diesem Ort, aber auch unsere eigene Terrasse, wo wir uns stundenlang aufhielten und unseren Blick in die Ferne schweifen liessen, war einfach nur zum Träumen! Durch die wechselnden Wolkenformationen, liess sich alle zehn Minuten ein anderes Naturschauspiel beobachten. Was gibt es traumhafteres als bei so einer Aussicht aufzuwachen und auch das reichhaltige Frühstück bei so einer Kulisse geniessen zu dürfen. Auch der grosse Wellnessbereich ausgestattet mit Indoorpool, modernstem Gym und Saunabereich waren zu unserer vollsten Zufriedenheit.

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Frühstücken auf der Terrasse des Le Mirador (Foto: Zenz)

Von der Nervenklinik zum Hotel

1910 ursprünglich als Nervenklinik „Mon Repos“ eröffnet wurde die Anstalt während des zweiten Weltkrieges geschlossen und 1952 erstmalig als Hotel Mon Repos wiedereröffnet. 1970, nun unter amerikanischer Leitung, wurde das Hotel schliesslich zum Hotel Le Mirador umbenannt und etablierte sich wegen seiner Abgeschiedenheit und wegen der einmaligen Aussicht als beliebter Treffpunkt für internationale Politiker und Staatsoberhäupter. Im 2009 als Teil der Kettenhotellerie Kempinski kamen grosse Renovierungsarbeiten hinzu und ein komplett neuer Flügel mit Seminar- und Konferenzräumen für bis zu 350 Gäste entstand. Im selben Flügel wurden auch 45 moderne Junior Suiten, alle mit eigenen Terrassen ausgestattet, eingerichtet! Seit 2015 ist das Hotel wieder eigenständig und steht seit 2016 unter chinesischer Führung.

Das 5-Sterne Resort ist die einzige Gaststätte auf dem Mont-Pèlerin und ist Teil der prestigeträchtigen Luxushotel-Vereinigungen Leading Hotels of the World und Swiss Deluxe Hotels.

Chaplin’s World by Grévin

„Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag.“ – Charlie Chaplin

Unweit des Resorts liegt das Chaplin’s World by Grévin Museum. Wer in der Region Vevey weilt, der sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und sich vielleicht sogar von Chaplin persönlich die Haare schneiden lassen?

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Manoir de Ban, Chaplin’s Wohnsitz in Corsier-Sur-Vevey (Foto: Zenz)
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Interaktive Kulissen in Chaplins Traumfabrik (Foto: Zenz)

Vor knapp einem Jahr wurde „Chaplin’s World By Grévin” eröffnet, welches das Filmschaffen des Filmvirtuosen näher unter die Lupe nimmt. Auf knapp 1850m2  erlebt man im „Studio“ auf interaktive Art und Weise Chaplins kuriose Filmwelt, welche als Wachsfigurenkabinett in „begehbaren“ Filmsets gezeigt wird und durch verschiedene Film- und Tonsequenzen ins Leben gerufen wird. Am «Set» sind sogleich auch Originalkostüme, handgeschriebene Drehbücher und sogar seine Oscarehrungen ausgestellt.

Nach dem interaktiven Rundgang führt ein kleiner Spaziergang zum Originalwohnsitz der Chaplin Familie. Hier geht die Ausstellung weiter mit Fokus auf die Beziehungen des vielseitigen Künstler zur Schweiz, seinen internationalen Filmfreundschaften und seinem idyllischen Familienleben. Eine solch facettenreiche Ausstellung über die goldene Hollywoodära und dem Filmvirtuosen Charlie Chaplin ist weltweit einzigartig und eignet sich garantiert für die ganze Familie!

Charlie Chaplin ist eine Ikone der globalen Fimgeschichte und weltweit eine der bekanntesten Persönlichkeiten! Dank seinem vielschichtigen Talent als Drehbuchautor, Regisseur, Hauptdarsteller und Komponist zählte er zu den Pionieren des amerikansichen Stummfilmkinos und prägte die goldene Ära des Hollywood-Films.

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Ehren-Oscar-Ehrungen für seine Verdienste um die Filmkunst (Foto: Zenz)

Sein Lebenswerk ist ein einziges Gesamtkunstwerk! Dass er mit seinem fortschrittlichen Gedankengut, verpackt in satirischen Filmen, so offen Kritik am Faschismus, dem Nationalsozialismus und am 2. Weltkrieg ausüben konnte, hatte mich zutiefst beeindruckt, zumal sein bekanntestes Werk «The Great Dictator» 1940 herauskam und Hitler parodierte.

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Zwei Besucher schlüpfen in Chaplins bekannte Filmfiguren (Foto: Zenz)

Seine markanteste Filmrolle war der tollpatschige, aber liebenswürdige «Tramp», der sich immer wieder selbst in Schwierigkeiten bringt. Die Figur des Tramps mit dem pinguinartigen Watschelgang und die zu grosse Kleidung (zu grosse Hosen und Schuhe, dem Melonenhut und dem Gehstock) wurden zum Wahrzeichen von Chaplin. Der Erfolg und die Beliebtheit dieser Figur hängt damit zusammen, dass sich viele aus der Arbeiterschicht darin wiederfanden und sich mit ihm identifizieren konnten.

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Originalkostüm des Tramps (Foto: Zenz)

Was aber vielen nicht Bewusst war, dass Chaplin einen grossen Bezug zur Schweiz hatte und seine letzten 20 Lebensjahre in Corsier-Sur-Vevey (Waadt) in einem stolzen Herrenhaus, dem «Manoir de Ban» verbrachte. Hier lebte er gemeinsam mit seiner Frau Oona und seinen sechs Kindern (!) . Trotz seiner langen Zeit in der Romandie, schien er der französischen Sprache nie mächtig gewesen sein.

Besuchte Adressen im Überblick:

  • Le Mirador Resort & Spa: Chemin de l’Hôtel Mirador 5, 1801 Mont-Pelerin, Tel: +41 21 925 11 11, Email: reservations@mirador.ch, www.mirador.ch
  • Chaplin’s World: Route de Fenil 2, 1804 Corsier sur Vevey, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Erwachsene (ab 16 Jahren) CHF 24.-, Kinder (von 6 bis 15 Jahren) CHF 18.-, kostenloser Eintritt für Kinder unter 6 Jahren, www.chaplinsworld.comTickets online reservieren