Mein Reisejahr 2017 in Bildern

In keinem anderen Jahr war ich so viel unterwegs wie im 2017, konnte mich kreativ (auch dank dem Blog) verwirklichen, mehr über nachhaltigen Tourismus erfahren und vor allem das Gefühl von Freiheit geniessen. Um 2017 alle Ehre zu machen, fasse ich nachfolgend meine Reisehighlights pro Monat kurz in Schrift und Bild zusammen. Viel Spass beim Scrollen!

Januar: Fernreise in meine zweite Heimat – die Philippinen

1_januar_tarsier_bohol-011683877242.jpegWährend meiner dreiwöchigen Rundreise verweilte ich am längsten auf der Insel Bohol (Zentral Visayas) und verliebte mich auf Anhieb in die natürliche Schönheit der Insel. Mit Hilfe eines Bekannten aus der Schweiz, der erst kürzlich nach Bohol auswanderte, lernte ich mehr über nachhaltigen Ökotourimus auf Bohol erkundete den Loboc River anhand einer vierstündigen SUP Tour (mit SUP Philippines – sehr empfehlenswert), durfte zum ersten Mal die kleinsten Primaten der Welt im Tarsier Sanctuary beobachten (die Tarsier gehören zu der Gruppe der Koboldmaki – Berührungen und jeglicher Lärm ist hier strikt verboten) und überwand mich endlich das «PADI Open Water Zertifikat» im Deep Blue Dive Resort zu absolvieren. Nun darf ich auf bis zu 12 Metern Tiefe hinabtauchen, wodurch sich mir eine völlig neue farbenfrohe Unterwasserwelt erschliesst! Wäre ein Tauchgang nicht so teuer, würde ich dieses Hobby viel öfters pflegen.

Februar: Stadt-Land-Fluss: Deutschland mit der Bahn erkunden

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Von der Deutschen Zentrale für Tourismus wurde ich auf eine ganz besondere Pressereise nach Berlin (Stadt) Mittenwald in Oberbayern (Land) und Ulm (Fluss) eingeladen. Hier erfuhr ich mehr über die unterschiedlichen Traditionen und Bräuche Deutschlands (das wäre übrigens meine dritte Heimat als Besitzer eines deutschen Reisepasses). Besonders in Erinnerung geblieben ist mir meine Drei-Seen-Wanderung durch das Karwendelgebirge und das Beobachten des Schafsabtriebs (und der lokalen Trachten), ganz zu schweigen von der lokalen Bierbrauereikultur!

März: Waghalsige Sicht auf dem Glacier 3000 und nächtigen im Gstaad Palace

3_märz_gstaad_3-011409544995..jpgNoch im Schneemantel eingedeckt besuchte ich übers Wochenende das Berner Oberland, genauer Gstaadt und wurde während zwei Tagen wie ein VIP-Gast im Palace empfangen, informierte vor Ort über die Gruppeninstallation «ELEVATION 1049» mit Skulpturen und Perfomances rund um Gstaad und überwand meine Höhenangst und bestieg mit der Hochseilbahn den Glacier 3000 bis auf die Plattform «Peak Walk by Tissot», die einzige Hängebrücke der Welt, die zwei Berggipfel miteinander verbindet.

Gstaad Teil 1 & Teil 2

April: 10 Jährige Feier des Zermatt Unpluggeds

4_april_zermatt-unplugged_2-01-1372022433.jpegFast schon zu einer Tradition hat sich der Besuch des Zermatt Unplugged im April für mich und meine Kollegin Gina entwickelt. Dutzende Locations, ein neues «Taste-Village» mit lokalen Spezialitäten und jede Menge In- und Outdoor Konzerte zeigen Zermatt von seiner schönsten Seite. Mein persönliches Highlight von dieser Festivalausgabe was das Doppelkonzert von Jess Glynne («I’d rather be») und mein All-Time-Favourite Paolo Nutini («New Shoes»).

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Mai: Das Tessin kulinarisch entdecken an der Safari del Gusto

5_mai_eden_roc_ascona-01920439628.jpegAuf Einladung durfte ich die Raffinessen und Vorzüge des Eden Roc Asconas kennenlernen und die Spezialitäten der Region an der Safari del Gusto degustieren. Das Konzept des Events beinhaltete eine Art kulinarischer Rundgang durchs Hotel (und auch durch Bereiche, die normalerweise dem Gast verschlossen bleiben), wo jeweils ein Produzent oder Koch des Tessins seine besten Produkte vorstellte. Das Tessin hat auch kulinarisch sehr viel im Angebot und ist wahrlich ein Kanton der Genüsse.

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Juni: Wanderung auf das Brienzer Rothorn

6_juni_brienz_2-01-1896252182.jpeg6_juni_brienz-01574242663.jpegMit einem kleinen Rucksack ausgestattet und zwei Freunden im Schlepptau wanderte ich hoch hinauf auf knapp 2000 Meter ü. M. auf Brienzer Rothorn. Der Weg bis ganz nach oben mit der Dampflock war ein einmaliges Erlebnis, das ich auf jedenfalls nochmal wiederholen möchte. Die Wanderung bergab (ganze 5 Stunden) war von der Landschaft her ein Traum (Ausblicke wie in Mittelerde), wären da nicht die Knieschmerzen gewesen, die mich ab der letzten Stunde der Wanderung und drei Tage später noch geplagt haben. Die Erfrischung im sehr kühlen Brienzersee hingegen war wie ein Befreiungsschlag!

Juli: Kunstvernissage in St.Moritz, Biken in Arosa & erstes Mal Skandinavien

7_juli_arosa-01-726967249.jpegAnlässlich der Vernissage «St. Moritz macht Unsinn» von Konzeptkünstlerin C.W. Mann begab ich mich nach St. Moritz um nachher anschliessend mit einer dreistündigen Zugfahrt nach Arosa weiterzufahren. In Arosa durfte im Tschuggen Grand Hotel schlafen, die eigene Bergbahn (der Tschuggenexpress) testen und entlang des Schwellisees biken. Am Schwellisee ist mir dann auch gegen 8 Uhr früh konnte ich einen magischen Moment einfangen, als mehrere Kühe in einer Reihe mich musterten. Wahrscheinlich haben die sich gewundert, warum ich via Selbstauslöser so viele Selfies mache!

Zum Hotelbericht des Tschuggen Grand Hotels 

7_juli_kopenhagen-011840255867.jpegKnapp eine Woche später war ich gemeinsam mit drei Freunden auf Städtereise in Kopenhagen, mein erstes Mal in Skandinavien. Dank der Bike-SharingApp «Donkey Bikes» erkunden wir auf bequeme und günstige Art und Weise die Viertel der Designmetropole und machen ebenso Halt an der Ostsee am Amager Stadtstrand. Ein weiteres Highlight iwar der Tagesbesuch am Louisiana Museum, in welchem gerade eine grosse Retrospektive zur serbischen Performance Künstlerin Marina Abramovic stattfand.

August: Neapel und Ischia, Andermatt und die Tamina Schlucht

8_august_ischia_2-02-200529424.jpegDer Monat August war fast ausschliesslich mit Reisen verbunden. Neben einer Woche mit meiner liebsten Gina (auch bekannt unter ihrem Blog Bohemianstella) in ihrer Heimat Italien, wo ich besonders von der Burg auf Ischia fasziniert war und gemeinsam mit ihr vier Tage, drei Nächte im unglaublichen Hotel Miramare e Castello verbrachten und uns mit Boottaxis zu authentischen Hafenrestaurants chauffieren liessen.

Dazwischen fand auch ein Weekend-Getaway verbunden mit herzhafter Schweizer Küche, einer Biketour entlang des Oberalppasses (Ursprung der Rheinquelle) in Andermatt statt. Hier genossen wir zudem die alpin-asiatische Atmosphäre des Luxusresorts The Chedi Andermatt, das besonders durch seine internationale Küche und den modernen SPA von sich zu reden macht.

Am Monatsende wollte ich auf keinen Fall die Lichtinstallation von Projektil in Bad Ragaz verpassen. Die Illuminationen innerhalb der Schlucht drehten sich rund um die Sagen und Kräfte des heilenden Quellwassers aus der Taminaschlucht.

September: Instameet in Basel und Abstecher nach Tschiertschen

9_september_basel-01-2025111521.jpegIn Basel lernte ich unzählige Blogger und Instagrammer aus allen Teilen der Welt kennen, die gemeinsam mit mir auf Einladung von Basel Tourismus und Kevin Kyburz («Swissky»/»Travelhackers») das Instagram-taugliche Basel aus allen Ecken und Winkeln erkundeten. Leider machte uns das Wetter eine Strich durch die Rechnung, trotzdem hatten wir bei unserer persönlichen Tour einen Riesenspass und haben so einiges über die Rheinmetropole erfahren.

9_september_tschiertschen-0132902173.jpegAuf Einladung durfte ich zudem eine Nacht im viersterne The Alpina Resort in Tschiertschen verbringen und auch den kleinen aber feinen Spa ausprobieren. Das Dorf Tschiertschen ist ein ursprüngliches Bergdorf unweit von Arosa und durchsticht durch seine über 400 Jahre alten Holzhäuschen.

Zum Hotelbericht des The Alpina Resort Tschiertschen

Oktober: Singapur und Pride March in Taipei

10_oktober_singapur-02439175720.jpegDer dritte Oktober war der Startschuss meiner 2,5 monatigen Asienrundreise, dann bin ich nach Singapur abgereist, wo ich neun Tage lang mir ein eigenes Bild von dieser futuristischen Stadt machen konnte. Ein ausführlicher Singapur Reise-Bericht mit zahlreichen Reisetipps und Hinweisen folgt anfangs 2018!

10_oktober_taipei-011041813425.jpegAuch mein viertägiger Taipei-Trip hat grosse Spuren bei mir hinterlassen. 120’000 Menschen marschierten um auf die Rechte von LGBT in Taiwan und ganz Asien aufmerksam zu machen. Ein paar Eindrücke vom Pride March in Taipei habe ich mit meiner GoPro Hero festgehalten und auf Instagram geteilt.

November: Den Norden und Süden von Cebu entdecken

img-20171120-wa0011-011697409437.jpegErstmalig begab ich mich Richtung Norden von Cebu und weiter mit der Fähre auf die Inselprovinz Santa Fe, Bantayan Island. Die zwei Tage im Beachfront Resort La Playa Estrella verbrachten wir mit Volleyball-Partien, Rum-Colas an der Strandbar und den magischsten Sonnenuntergängen.

11_november_osmenapeak-01-2019748568.jpeg11_november_badian-01-1853740750.jpegDass ich im 2017 meine Leidenschaft zum Wandern entdeckt habe ist kein Geheimnis mehr, umso wollte ich auf der Insel Cebu auf den Philippinen (jap, ich bin 2017 sogar zweimal in die Philippinen gereist), Wasserfälle und den «Dschungel» erkunden. Von Dalaguete, bekannt durch einen riesigen Gemüsemarkt, ging es hoch auf den höchsten Punkt der Insel (Osmena Peak) und dann fünf Stunden mit der Hilfe eines Guides nach Badian, wo auf meine Nichte Louana und mich drei Wasserfälle warteten – die Kawasan Falls. Die schönsten, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe. Badian, ich komme auf jeden Fall wieder!

Dezember: Eco-Guesthouse auf Bohol, Zwischenstopp in Hong Kong und zurück in die kalte Heimat

received_10214882421963476-01-2018887862.jpegDas Leben in der Nachbarschaft von Panglao Bohol hat ebenso tiefe Eindrücke bei mir hinterlassen, da ich mich während eines längeren Aufenthalts in einem Eco-Guesthouse gleichzeitig auch als Marketing-Berater engagieren konnte. Das Eco-Resort Pahiluna Guesthouse ist im Familienbesitz und daher ist es für mich mit mehrjähriger Erfahrung in der Online-Vermarktung von Unterkünften auch eine Ehrenangelegenheit vor Ort mitanzupacken und meine Ideen miteinfliessen zu lassen.

Zum guten Abschluss meiner Asienreise besuchte ich eine gute Freundin in Hong Kong, die mir nur die besten Adressen des Stadtstaats zeigte: Von hippen Rooftopbars bis zu erschwinglichen Michelin-Dim-Sum-Restaurants gutes Essen, tolle Cocktails und internationale Leute zählten zu meinem Haupteindruck vom Hong Kong. Ausserdem war Hong Kong in Dezember mit 15 Grad eine gute Übergangslösung, um mich langsam wieder an die kälteren Temperaturen zu gewöhnen.

Zurück angekommen in der Schweiz verbrachte ich weisse Weihnachten im engsten Kreise meiner Familie (in Thermounterwäsche und dicken Socken umhüllt). Den krönenden Abschluss des Jahres machte ein Trip in die Bündner Berge, genauer nach Waltensburg (rät. Vuorz), wo wir die Pisten hinab schlittelten, nach Schneespass und Saunagang genossen wir die unglaubliche Stille am Abend und bestaunten den klaren Sternenhimmel mit grosser Faszination.

Danke 2017, du warst einfach nur zu gut zu mir. Bereit für die nächsten Abenteuer, Weisheiten und neuen Bekanntschaften im 2018!

Chillaxen unter freiem Himmel – 10 Jahre Zermatt Unplugged

Bereits zum dritten Mal in Folge durfte ich das Zermatt Unplugged Festival vor Ort besuchen und meine Eindrücke während 48h für euch dokumentieren.

Kaum ein anderes Festival in der Schweiz bietet ein solch gelungenes Rundumerlebnis: Auftritte nationaler und internationaler Newcomer, etablierte Showgrössen, unterschiedlichste Bühnensettings, aber auch eine grosse Auswahl an abwechslungsreicher Festivalverpflegung. Das Zermatt Unplugged sorgte auch in seiner 10. Ausgabe für unvergessliche Momente umgeben von schönster Natur!

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Zermatt im Festivalfieber (Foto: Rob Lewis Photography)

Zermatt Unplugged 2017: Neue Formate 

Von Jahr zu Jahr setzt das Festival-OK rund um Festivaldirektor Thomas Sterchi neue Trends und erprobt neue Set-Ups. Neu hinzu kam das Format «Artist in Residence», wobei einige auserwählte Künstler an mehreren Tagen jammen. Wie zum Beispiel die Londoner Jazzformation „Ronnie Scott’s Allstars“, welche jeweils zu später Stunde die Bar des Mont Cervin Palace mit Evergreens und Impros bespielten und dabei auch weitere Acts für jeweils einen Song auf die Bühne holten. Das noble 5* Hotel Mont Cervin Palace wurde dabei zum geheimen Jazzclub umfunktioniert. Geheim insofern man nicht wusste, wer am jeweiligen Abend als Special Guest hinzukam.

Eine weitere Überraschung war das Format «Pop-Up-Artists». In ganz Zermatt wurden kurzerhand unterschiedlichste Schauplätze zu spontane Bühnen ummodelliert. Über Social Media erfuhr man dann jeweils sehr kurzfristig von den Gigs. Am wahrscheinlichsten war es aber ohne Vorahnung den Klängen zu folgen, die in ganz Zermatt zu hören wahren. Kaum zurückgekehrt von der ersten Mittagsverpflegung kamen wir an der bedienten Terrasse des Zermatterhofs. Auf gemütlichen Rattansofas und Stehtischen beobachteten wir das Geschehen rund um das Duo «Les Fils du Facteur» aus der Westschweiz. Mit einer selbstgebauten, überdimensionalen Jukebox überliessen sie den Zuschauern freie Songwahl und sorgten somit für grosses Gelächter und tolle Unterhaltung. Da kann es auch gleich vorkommen, dass der Klassiker «Twist & shout» gleich drei Mal innert 30 Minuten gespielt wird. «We have to play it, it’s a jukebox!» war die Antwort auf die rigide Songwahl ihres Zermatter Publikums.

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Les Fils du Facteur am Matterhorn Plaza beim Zermatterhof (Foto: Zenz)

Neues Taste-Village 

Für das leibliche Wohl sorgte das öffentlich zugängliche Taste-Village neben der Zeltbühne. Auf den ersten Blick muss man wegen der Infra mit den Foodständen als Chaletdorf sofort ans «Zürcher Wiehnachtsdorf» am Bellevue denken. Aber hier hat man noch die originale Bergkulisse und das Lagerfeuer wurde nicht nur zum Aufwärmen, sondern auch zum Grillieren genutzt. Nebst der typischen Festivalverpflegung wie Pizza, Flammkuchen und deftigen Burgern, gab es natürlich auch gewohnt typische Schweizer- und Walliserspezialitäten. Neu gab es von Globus eine Luxus-Festival-Verpflegung – beispielsweise Ruinart Blanc de Blanc Champagner mit Austern oder Kaviar. Auch für Vegetarier gab es mehrere Optionen: Gemüse-Würmli von Mapé, grünes Thaicurry von Hiltl oder sogar vegetarisches Sushi vom Zermatter Sushi-Restaurant Myoko.

Riesig gefreut hatten wir uns bereits auf unser herzhaftes «Glamrock» Fondue mit Champagner und Trüffel, welches traditionell im Chalet Ferdinand by Cervo serviert wurde. Als Appetizer gabs dafür einen gemischten Salat mit feiner Vinaigrette.

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Taste Village (Foto: Zenz)
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Chalet Ferdinand (Foto: Zenz)

Gemütliches Lauschen vor der New Talent Stage

Nach dem ersten Rundgang im Taste Village zog es uns vor die New Talent Stage. Hier kamen wir zum ersten Mal mit der amerikanischen Sängerin Annie Goodchild in Berührung, die einen Mix aus selbstgeschriebenen Songs und Jazzcovern sang. Anschliessend trat das britische Akustikduo Ida Mae mit einem Mix aus Blues, Folk und Grunge auf als käme er direkt aus dem Mississippi-Delta. Die New Talent Stage war mit dem Festivalpin (auch ohne Konzertticket) zugänglich und zählte wegen seiner intimen Openair Atmosphäre zu meinen liebsten Konzertbühnen des ganzen Festivals. Am Folgetag durften wir schliesslich auch den Appenzeller Musiker Marius Bär live erleben. Sein Markenzeichen ist definitiv seine kratzige Stimme mit der er eigene Songs und zwei Paolo Nutini Covers «Iron sky» und «Better Man» spielte. Auch unplugged wusste er gekonnt das Publikum in seinen Bann zuziehen.

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New Talent Stage (Foto: Zenz)
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Komplett unplugged: Marius Bär mit Band (Foto: Zenz)
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Rival Kings performen „Formidable“ von Stromae (Foto: Zenz)

Rarer Auftritt von Paolo Nutini

Mit einem neuen Rekord als „DAS schnellste ausverkaufte Konzert in der Unplugged-Geschichte“ war Paolo Nutini der Star des Festivals. Bereits vor dem Konzert kündigte der Moderator an, dass Nutini nicht primär für Charthits bekannt sei, aber mehr, dass es seit Beginn des Festivals ein Herzenswunsch gewesen sein ihn nach Zermatt zu holen. Seine unverkennbare Stimme und seine authentische Art haben ihm eine grosse Schar an Fans weltweit zu verdanken. Zum Teil waren seine Fans von weit her angereist, unter anderem auch von seinem Heimatland Schottland. Nur um ihn im Bergdorf Zermatt an seinem einzigen (!) Konzert in Europa dieses Jahr noch erleben zu können. Geschwärmt hatte Nutini von den hausgemachten Schnäppsen und gleich zweimal trat er als Überraschungsgast bei den Ronnie Scott’s im Mont Cervin Palace für eine intime Songsession auf. Leider verpassten wir diese spontane Aktion nur um wenige Minuten, da er erst kurz vor Konzertschluss zwischen 2 und 3 Uhr morgens auftrat und wir uns da bereits auf dem Heimweg zurück zum Hotel befanden.

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Paolo Nutini, Zermattunplugged 2017 (Foto: George Eberle)
Jess Glynne
Zermatt Unplugged 2017, Jesse Glynne (Foto: Rob Lewis Photography)

Ein Herz und eine Seele – Jess Glynne

Unser zweiter Konzertabend im grossen Zelt war ganz dem Soul/Funk/RnB von Jess Glynne gewidmet. Die Britin hat mit ihrem Soloalbum «I Cry When I Laugh» bereits dreimal Platinstatus erreicht und auch hierzulande kennt man ihre Hits wie «Take Me Home», «Hold My Hand» und den weltweiten Hit „I’d Rather Be“ zusammen mit Clean Bandit. Aufgefallen ist besonders ihr Bühnenstyling: Ein flashiges Glitzerpaillettenoutfit mit Schlaghosen und Plateauschuhen sorgten für 70ies-Vibes. Sogar ihre „Big Band“ sorgten funky Move für gute Laune beim Publikum. Die Uptemponummern verführten schnell zum mittanzen. Vor dem Anspielen der akustischen Version von «My Love» appelierte die Sängerin zu mehr gegenseitigem Respekt und Liebe. Dieses Lied hatte sie den Opfern des letzten Attentats in Schweden gewidmet. Das Mitgefühl kam eindeutig rüber und das gesamte Zelt verwandelte sich in ein einziges Lichtermeer – Die Message war eindeutig im Publikum angekommen!

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Als Festivalreporter mit dem obligatorischen Matterhornfoto (Foto: Zenz)

Fazit

Im Jahr 2007, dem Gründungsjahr des Zermatt Unplugged Festivals, wurde Zermatt erstmals auf der Karte der internationalen Openairszene sichtbar: Mit neun Konzerten auf zwei Bühnen startete das Dreitagesfestival unter anderem mit Auftritten von Chris de Burgh, Starsailor und dem Schweizer Reggae-Artist William White. Heute, zehn Jahre später, hat sich das Unplugged zu einer festen Institution in der ganzen Tourismusregion Zermatt aber auch für Liebhaber von akustischer Musik in all seinen Facetten entwickelt. Ein ausgeklügeltes Fünftagesprogramm auf insgesamt 16 Bühnen und über 80 performenden Artists lockten diesmal rund 30’000 Besucher an.

Besonders spannend war dieses Jahr auch die Einbindung der mobile Zermatt Unplugged App, die einem beispielsweise via Pushnachricht über anstehende Konzert informierte oder einem auch ermöglichte seine eigene Favoritenübersicht zu erstellen, die einem bei der Auswahl der Konzerte sehr behilflich sein konnte.

Für mich ist das Unplugged immer wieder eine tolle Plattform neue Künstler kennenzulernen, von denen ich zuvor noch nichts gehört hatte und mit der App wurde ich noch schneller mit den jedweiligen Spotify-Playlists oder den Youtubechannels vertraut.

Die Festivalsaison 2017 ist somit offiziell eröffnet und für die treuen Unplugged Fans unter euch gilt es sich den 10. bis 14. April 2018 für die 11. Ausgabe des Zermatt Unpluggeds frei zu halten!

Weitere Infos unter: www.zermatt-unplugged.ch

Entdeckungstour durch das Zermatt Village am #ZermattUnpluggedKaufleuten

Auch wenn der berühmteste Berg der Schweiz im Wallis steht, war zumindest sein Spirit für ein paar Tage in Zürich zu spüren. Das bekannte Unplugged Festival am Fusse des Matterhorns gastierte für drei Tage im Zürcher Traditionsklub Kaufleuten. Die namhaften internationalen Acts waren nicht auf den Zermatt Unplugged Bühnen in den unterschiedlichsten Gasthäusern und Betrieben Zermatts (inklusive der höchsten Jazzbühne Europas – hier könnt ihr mehr darüber lesen), sondern performten zum zweiten Mal auf den unterschiedlichen Schauplätzen des Kaufleuten Klubs Zürich.

Es kommt nicht häufig vor, dass das gesamte Kaufleuten nur für eine Veranstaltung genutzt wird und sich einen komplett anderen «Anstrich» verpasst. Bereits von aussen her waren die grossen Leuchtbuchstaben nicht zu übersehen, denn die Ferienregion Zermatt hatte das gesamte Kaufleuten in Zürich besetzt und wurde somit für 9’000 Besucher zum Begnungsort der akustischen Musik mit anschliessenden Parties und Top Dj-Sets.

Zermatt Unplugged Kaufleuten 2016
Zermatt Unplugged Kaufleuten 2016 (Foto: Rob Lewis)

Beim diesjährigen Staraufgebot (Emiliana Torrini, Gabrielle, Simple Minds, Nada Surf und viele mehr) kamen die Festivalgänger erneut ins Schwärmen und liessen sich von der intimen Atmosphäre anstecken. Auf den New Talent Stages wurden zudem frische Acts dem anspruchsvollen Zürcher Publikum präsentiert und gleich im Anschluss an die Unplugged-Sessions wurde zu elektronischer Musik getanzt. Unter anderem traten Frontfrau Skin mit ihrem DJ-Set sowie der bekannte Berliner Techno-Pop-Künstler Jan Blomqvist & Band auf.

Aber auch zahlreiche Schweizer Acts wie Tawara, Andrea Bignasca, Marius Bär oder The Company of Men waren verteten und bespielten die Bühnen der Kaufleuten Lounge und das Restaurant.

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Andrea Bignasca, Stimmwunder aus dem Tessin (Foto: Rob Lewis)
Zermatt Unplugged Kaufleuten 2016
Simple Minds (Foto: Rob Lewis)
Zermatt Unplugged Kaufleuten 2016
Nada Surf (Foto: Rob Lewis)

Walliser Spezialitäten im Zermatt Village

Wer kein Konzertticket mehr ergattern konnte hatte die Gelegenheit zumindest das Zermatt Village auf der Dachterrasse zu besuchen, welches mit gemütlichen Lounges, Fellen und Wärmepilzen eingedeckt war. In gemütlichem, winterlichen Gewand präsentierte sich die Feriendestination Zermatt von seiner kulinarischen Seite; feinste Walliser Teller, edle Tropfen wie Heida und ein richtig feines Raclette gab es für den kleinen oder grossen Hunger zwischendurch. Ausserdem lag der Geruch von Trüffeln förmlich in der Luft, denn das bekannte Lokal Cervo Zermatt brachte seine Dauerrenner, die Trüffelfries, mit nach Zürich und für CHF 8.50 sogar noch ziemlich preiswert!

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Fiona und ich empfehlen die Trüffelfries by CERVO ZERMATT (Foto: Zenz)

Entdeckungstour durch das ZU Kaufleuten

Zusammen mit meiner Kollegin Fiona genoss ich einen abwechslungsreichen Festivalabend, einerseits in kuscheliger Stubenatmosphäre in der Lounge und andererseits in ausgelassener Feierstimmung im grossen Festsaal. Für euch haben wir ein kleines Follow-Me-Around Video am Zermatt Unplugged Kaufleuten.

Somit wünschen wir euch viel Spass bei unserer kleinen Entdeckungstour am Zermatt Unplugged Kaufleuten: 

SAVE THE DATES!

  • Vom 4. bis 8. April 2017 feiert das Zermatt Unplugged sein zehnjähriges Bestehen. Die Austragungsorte werden noch exklusiver und man kann gespannt sein, welche grossen Acts im Jubiläumsjahr nach und nach bestätigt werden. Eines bleibt klar es wird bestimmt die eine oder andere Überraschung beim Unplugged-Festival in den Bergen geben!
  • ZU Kaufleuten: Alpines Flair zum dritten Mal in Zürich am nächsten Zermatt Unplugged Kaufleuten vom 26.-28. Oktober 2017.

Best of Amsterdam Pride 2016

Es war garantiert der grösste Pride-Umzug in Europa, die Amsterdam Europride 2016. Zusammen mit Mike, einem guten Kollegen von mir, war ich für ein verlängertes Wochenende dort, um die Parade hautnah mitzuerleben. Es war meine erste Europride und auch erst mein zweiter Besuch in dieser wunderbaren Stadt an der Amstel. Während der Prideweek war das grosse Engagement der Stadt und sämtlicher Partner waren omnipräsent – man könnte fast schon sagen, dass sich die ganze Stadt im Regenbogenmantel präsentierte: Von den knalligbunten Trams, bis hin zu zahlreichen hippen Läden mit ihren aufgehängten Fahnen und selbst einige Kirchen bekannten Farbe und demonstrierten auf diese Weise ihre Solidarität für die LGBTI-Community.

Donnerstag Frühmorgens landete ich in Amsterdam und machte mich anschliessend auf dem Weg zum gemieteten AirBnb-Apartment im zentralen Quartier De Pjip. Meinem Kollegen Mike, der bereits einige Stunden vorher ankam, gelang es mich bei der Ankunft völlig vom Hocker zu hauen: Eine Flasche Champagner, stand schon gekühlt als Welcomedrink bereit und für die kommenden Tage waren auch schon zwei Mietfahrräder gemietet. Gibt es etwas besseres als mit dem Fahrrad durch die Stadt zu cruisen?

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Die drei Amsterdamerkreuze im neuen bunten Gewand anlässlich der Europride 2016 (Foto: Zenz).

 

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Citytour by Bike (Foto: Zenz).
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Ein Tag vor der Parade war es bei vielen Grachten noch ruhig (Foto: Zenz).
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Solidarität auch von den Kirchgemeinden anlässlich der Europride 2016 (Foto: Zenz).

The Student Hotel

Mike kommt zwar genau wie ich aus Zürich, zählt aber fast schon als Local in Amsterdam. Schliesslich spricht er fliessend Holländisch und kennt die coolsten Quartiere der Stadt, die er während seines Austauschsemesters und und seinen unzähligen Aufenthalten seither. Auf unserem Plan stand auch ein Besuch in seinem ehemaligen  Studenten-Wohnheim «The Student Hotel» in Amsterdam West an. Wer etwas länger vor hat in Amsterdam zu bleiben, ist hier definitiv an der richtigen Adresse. Die Mietpreise für Langzeitaufenthalte sind recht human, (vorrausgesetzt man ist an einer Amsterdamer Uni eingeschrieben) und im Erdgeschiss befindet sich eine hippe Bar im «shabby chic»-Look mit Spielhalle, die der Öffentlichkeit offen steht.

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Word! (Foto: Zenz)
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Spielhalle des Student Hotel in Amsterdam West (Foto: Zenz).

Reguliersdwarsstraat

Während der Pride war die Reguliersdwarsstraat der «Place to be» – es hat mich ca. drei Tage gebraucht bis ich diese Strasse richtig aussprechen konnte! Das Prik ist tagsüber bei der Gaycommunity ein beliebter Treffort, um sich unter die Leute zu mischen. Am späteren Abend waren die Strassen dermassen voll, dass man erst nach einigen Versuchen die Bars für einen Longdrink erreichen konnte. Das Publikum auf den Strassen war sehr durchmischt, genau wie die Bar– und Clubszene an der Regulierdwaarstraat.

Es war definitiv ein Erlebnis in dieser Masse „eingezwängt“ zu sein und die Strassenparties mitzuerleben. Aber auf die Dauer war es dann doch etwas zu eng für meinen Geschmack. Schnell suchten wir also einen Club auf und schafften es dann doch nach längerem Anstehen in den Soho Club rein, wo 90er Jahre Hits und heutige Dancetracks in voller Lautsärke aufgelegt wurden. Wir hatten einen Riesenspass und tanzten bis in die frühen Morgenstunden. Mitträllern erlaubt!

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Beliebter Treffpunkt, das Prik (Foto: Zenz).
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Schnelles Durchkommen unmöglich (Foto: Zenz).

 

Die Canalparade

Am Samstag war dann der grosse Tag der Canalparade, insgesamt präsentierte sich eine Flotte von 80 Booten von verschiedenen LGBTI Organisationen und Sponsoren, welche vom Westerdok losfuhren durch die Prinsengracht, Amstel, Nieuwe Herengracht bis zum Oosterdok. Die ganze Parade dauerte 4 Stunden und auf den Strassen herrschte ein riesiges Fest. Wir suchten uns ein geeignetes Plätzchen am Ufer der Prinsengracht, um allen Booten zuzusehen und mitzujubeln. Die Euphorie und das Gemeinschaftsgefühl war einfach nur überwältigend und das Motto Join Our Freedom» kam so richtig gut rüber. Auf dem ersten Boot war soger ESC-Gewinnerin und Aktivistin Conchita Wurst zu sehen, welche der Veranstaltung gleich ihr Gesicht lieh.

Die Parade erinnerte etwas an die Streetparade in Zürich: Es gab auch viele kostümierte Besucher, jedoch stand hier die politische Message klar im Vordergrund. Im Gegensatz zur Streetparade, die über die Jahre ihren Demonstrationscharakter verloren hatte. Es war mein erstes Mal die Europride hautnah zu erleben, welche jährlich in einer anderen «Host City» durchgeführt wird. Besucher kommen aus der ganzen Welt und für die Stadt ist diese Grossveranstaltung sicherlich ein gutes Destinationsmarketing, an der sich Amsterdam, wie es zu erwarten war, als weltoffene Bühne für Toleranz, Gleichheit und Freiheit präsentieren konnte und somit ein starkes Zeichen hinaus in die Welt gesendet werden konnte. Ich hoffe stark, dass sich noch viel mehr in diese Richtung tun wird und dass auch in gewissen rückschrittlichen Ländern endlich die Impulse ankommen und ein Umdenken stattfinden wird, sodass LGBTI nicht mehr kriminell verfolgt werden.

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Das erste Boot mit den prominenten Testimonials, darunter Conchita Wurst (Foto: Zenz).
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Coexist – World Religion Boat (Foto: Zenz)
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Nein zur Diskriminierung! (Foto: Zenz)
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Braveheart? Unser Kollege Aaron und sein BF im Schottenoutfit! (Foto: Zenz)
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Dragqueens aus dem Märchenland (Foto: Zenz).
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Ausgelassene Stimmung auf den Grachten (Foto: Zenz).
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„The Gents“ feiern zusammen mit Bette Midler auf eine erfolgreiche Europride! (Foto: Zenz)

 

 

 

 

Byebye Winter – Musikalischer Abschluss in Zermatt

Jedes Jahr findet parallel zum Ende der Wintersaison das Zermatt Unplugged Festival statt. Für mich war es bereits der zweite Besuch in Zermatt und am Unplugged Festival und die Zugreise nach Zermatt ist für mich immer wieder ein grosses Highlight. Nur schon die reine Bergluft und die Möglichkeit, die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen, machen Zermatt als autofreies Bergdorf zum perfekten Ausflugsziel für Wochenendausflüge.

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Autofreies Bergdorf Zermatt (Foto: Zenz)

Mein Weekendtrip nach Zermatt ist zwar schon knapp einen Monat her, aber die Erinnerungen sind mir immer noch sehr präsent. Die 9. Ausgabe des Zermatt Unplugged startete am 5. April  mit internationalen Grössen wie Latin-Megastar Juanes oder UK-Soulsänger James Morrison. Während den letzten zwei Festivaltagen (Freitag und Samstag) war ich vor Ort und zog mir drei unterschiedliche Konzerte pro Tag rein. Am Samstag machte ich mich sogar mit der Zermatter Bergbahn auf Entdeckungstour zum Trockenen Steg, von welchem eine dreissigminütige Wanderung bergaufwärts mit schneefestem Schuhwerk auf die Gandegghütte führte, welche sich auf  3030 m.Ü.M. befindet.

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„Glamrock“-Fondue mit einem Gutsch Prosecco im Chalet Ferdinand (Foto: Zenz)
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Kurze Fonduepause im Chalet Ferdinand (Foto: Zenz)

Down Under meets Zermatt

Mein Konzertprogramm am Freitag war ganz in den Händen von australischen Musikern: Jamie MacDowell & Thom Thum sind hierzulande noch Newcomer, aber dafür heizten sie als Vorprogramm von Angus & Julia Stone die Besucher im Foyerzelt richtig ein. Mit blitzschnellen Raps und einigen überraschenden Neuinterpretationen bekannter Hits wie dem Discoswing-Evergreen „I will survive“ von Gloria Gaynor vermochten sie das Publikum auf ihre Seite zu ziehen.

Den Lead an jenem Abend hatten Angus & Julia Stone, ein Geschwisterpaar aus Sydney, welche mit ihrem unverkennbarem Indiefolk/Pop schon länger kein Geheimtipp mehr sind. Festivalpräsident Thomas Sterchi kündigte vor dem Konzert an, dass mit der Zusage der beiden Australier ein persönlicher Wunsch in Erfüllung gegangen sei.

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Experimental Rap von Down Under: Jamie MacDowell & Thom Thum (Foto: Zenz)

Gegen Mitternacht trat Xavier Rudd im „The Alex“ auf, ebenfalls ein Australier mit sichtlichen Aboriginies-Wurzeln, welcher mit seinen Heilewelt-Hymnen das Publikum zu mehr Gemeinschaft und Mitgefühl aufrief. Das Highlight des Konzerts war das Didgeridoo-Solo von Rudd, das die ganze Halle in einen einzigen Rave verwandelte.

Seine Musik gleicht einem Ritual, einer Zeremonie, etwas Magischem. Die Stimmung von „Weltfrieden, Gleichheit und Liebe“ scheint in diesem Umkreis definitiv angekommen zu sein. Seine Hippievibes sind nicht nur Show, sondern ein ganzer Lebensstil, den er unterwegs in seinem Minivan entlang der Küste Australiens auslebt.

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Multi-Instrumentalist Xavier Judd (Foto: Zenz) 

Extreme Jazz auf schwindelerregender Höhe

Am Samstag nahmen wir die Gondel bis zum Trockenen Steg und gingen hoch hinauf zur Gandegghütte. Meine Reisepartnerin hatte zwei VIP-Tageskarten für die Zermatt Matterhorn Bergbahnen gewonnen, die vor allem von Ski- und Snowboardern genutzt wird und ausnahmsweise mal von uns, den neugierigen Festivalbloggern. Je höher die Gondel schwebte, desto klarer wurde der Himmel,bis wir uns über den Wolken wiederfanden. Von der Bergstation Trockener Steg war es dann doch noch ein Kraftakt, die Piste eine halbe Stunde lang aufwärts zu wandern. Mit einigen Fotostopps vor dem bekanntesten Berg der Welt, dem Matterhorn, verzögerte sich der Marsch zur Gandehütte ein wenig, aber dafür genossen wir die Sicht aufs Matterhorn umso mehr.

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Unterwegs mit der Gondel zum Trockenen Steg (Foto: Zenz)
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In Zermatt ist das ganze Jahr über Gaudi (Foto: Zenz)
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Fussmarsch zur Gandegghütte (Foto: Zenz)
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Die Gandegghütte: Treffpunkt auf 3000 Metern (Foto: Zenz)
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Fotostopp vor dem bekanntesten Berg der Welt (Foto: Zenz)
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Majestätischer Anblick auf Matterhorn bei klarer Sicht (Foto: Zenz)

Gerade noch rechtzeitig schafften wir es zum dritten Set der Londoner Ronnie Scott´s Allstars, die durch ihre jährlichen Gigs am Unplugged fast schon zum Inventar des Festivals gehören. Die höchste Jazzbühne Europas, die Gandegghütte, rundet das Unplugged Erlebnis ab. Wer sowieso zum Skifahren hier ist, wird trotz klobiger Skischuhe einen Boxenstopp zum Tanzen einlegen! Spätestens beim Pharrel-Hit „Happy“ wurde so gut es im Schnee geht zum Beat getanzt – no matter what.

Save the Date – Nächste Termine des Zermatt Unplugged Festivals

Das 10. Zermatt Unplugged wird vom 4.-8. April 2017 stattfinden. Aber wer bereits am letzten Zermatt Unplugged Kaufleuten im Zürcher Club Kaufleuten war, darf sich auf die nächsten Konzertsessions und die „Chaletstadt“ im Herzen Zürichs vom 27. bis 29. Oktober 2016 freuen. Weitere Infos zum Line-Up werden kontinuierlich auf der Website bekannt gegeben. Dieses Mal habe ich mit der offziellen Festivalapp (iOS / Android) herumgespielt und kann diese nur wärmstens weiterempfehlen. Diese dient nicht nur während des Festivals als Stütze für die persönliche Programmplanung ist, sondern eignet sich auch bestens zum Kennenlernen neuer Musiker.

 

Zwei Tage inmitten des #M4Music Festivals

Vom 14. bis 16. April 2016 fand das 19. M4Music-Festival statt, ein Festival mit über 50 Bands (darunter 31 aus der Schweiz) und einem spannenden Rahmenprogramm mit Brancheninsights von Musikschaffenden, Paneltalks und Workshops bis über Kunstperformances und dem Nachwuchswettbewerb, der Demotape-Clinic, an der das „Demo of the Year“ und der „Best Swiss Videoclip“ gekürt werden.

Den Auftakt am Donnerstag in Lausanne habe ich leider verpasst, dafür erlebte ich zwei abwechslungsreiche Tage rund um das Areal beim Zürcher Schiffbau, den Musikclubs Moods und Exil. Für ein wenig Openairstimmung sorgte die „Showcase Stage“, die sich im Freien zwischen dem Exil Club und der Hardbrücke befand. Die vielversprechendsten Indiebands durften sich hier ab Freitagnachmittag dem interessierten Publikum präsentieren und am Samstag gehörte die Showcase Stage ganz in den Händen der Urban Music. Soviel Action inmitten der Stadt erlebt man in Zürich selten. Mit Ausnahme von einigen Quartierfestivals, die meist in Parks stattfinden, hat man am M4Music das einzigartige urbane Setting des Zürcher Kreis5 mit dem Primetower und der Hardbrücke als nahgelegene Grosstadtkulisse.

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Über 6000 Besucher am M4Music Festival in Zürich und Lausanne (Foto: Zenz).

Zwei Tage – sieben besuchte Konzerte

Die Nähe der verschiedenen Konzertbühnen zueinander hat die individuelle Entdeckungstour von einem Gig zum Nächsten sehr einfach gemacht. Es lohnt sich auch bei einem unbekannten Act reinzuschauen und die Vielfalt der Schweizer Musikszene besser kennenzulernen. Am ersten Tag schaute ich mir die Konzerte von  L’aupaire, einer Indieband aus Deutschland, Ingrid Lukas aus der Schweiz/Estland und zum Abschluss das stark besuchte Konzert der lang erwarteten Britrockband The Vaccines. Die Indierocker aus London kamen nach vier Jahren Abstinenz wieder zurück in die Schweiz und exklusiv fürs M4Music! Am zweiten Tag sah ich mir die Gigs von Alpride, Iokoi & Aria und zu guter letzt Kadebostany, auf die ich besonders gespannt war.

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Langersehntes Konzert von The Vaccines (Foto: Zenz).
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Enttäuschten nicht: The Vaccines (Foto: Zenz).
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Kern des M4Music, der Zürcher Schiffbau im Kreis5 (Foto: Zenz).
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Gesangsinzenierung „PopDesign“ von der ZHDK (Foto: Zenz).

Nicht von dieser Welt: Sphärische Klangwelten

Am M4Music wurde auch die Undergroundszene abseits des Mainstreams zelebriert. Visuelle Künste, Tanz und (elektronische) Musik verschmolzen gleich bei mehreren Artists zu einer Symbiose von Kunst und Musik, welche das Publikum, wenn auch nur für begrenzte Zeit, in ausserirdische (Klang-)Welten entführte. Auch die elfenhafte Ingrid Lukas nahm ihr Publikum mit auf eine Traumreise und untermalte ihre „spirituelle“ Musik mit einem mönchhaften Ausdruckstänzer. Die Visuals ihrer Show erinnerten mich generell an Polarlichter.

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Ingrid Lukas (Foto: Zenz).
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Estländischer Gesang trifft auf elektronische Beats (Foto: Zenz).
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Inszenierte Trauwelten bei Ingrid Lukas (Foto: Zenz).

Kaum zu übersehen war der selbstgebaute 400 Watt starke „Soundpanzer“ des Künstlers Nik Nowak. In seiner halbstündigen Performance „Propaganda“ standen zwei verhüllte Wesen hinter einem Kraftwagen und vermittelten ihre audiovisuelle Botschaft den Besuchern des Schiffsbau, die sich wegen der Lautstärke und der flackernden „Mappingvisuals“ (Moritz Stumm) der Aufmerksamkeit nicht entziehen konnten. Ein musikalisches Experiment, das bei zu langem Hinhören definitiv Hörschäden verursachen könnte.

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Fest im Bann der Propaganda (Foto: Zenz).

Treffpunkt von über 850 internationalen Musik-Professionals

Der zweite Festivaltag begann für mich schon früh beim Swiss Music Export Brunch im Moods. Beim „Buurezmorge“ mit Zopf, Konfi und Weichkäse hatte ich die Möglichkeit mich mit unterschiedlichsten Musikprofessionals, darunter Labelinhaber, Musikern, Booker, Veranstalter, Radiomänner und auch anderen Medienvertretern auszutauschen. Es war sehr lehrreich verschiedene Meinungen aus der Sicht der Professionals zu hören und News gleich aus erster Hand zu erfahren. Unter anderem durfte ich auch die sympathische junge Band JPTR kennenlernen, die nach eigenen Aussagen „Futurepop“ macht. Das besondere an ihrem Bandprojekt: Jeden Monat bringen Sie bei Vollmond ein neues Musikvideo heraus. Hier geht’s zu ihren Videos.

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SME Mixer: Drei der fünf Mitglieder von JPTR (Foto: Zenz).
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SME Mixer: Fullhouse beim Branchen Brunch (Foto: Zenz).

Panel über Streamingdienste

Gleich im Anschluss besuchten wir die Podiumsdiskussion über das Thema „Streaming – Money & Transparence“. Die Kritik am neuen Bezahlmodell „Musikflatrate“ wie Beispielsweise bei Spotify ist das Künstler im Vergleich zu den CD-Verkäufen oder den Downloads verhältnismässig viel zu wenig daran erwirtschaften. Dabei wurde auch das Thema der Transparenz und Messbarkeit der Streams angesprochen. Schliesslich ist dies sehr relevant für die gerechte Ausschüttung zwischen Labels, Publisher, Autoren und Künstlern. Festzuhalten bleibt, dass die Künstlerverträge mit den Publishern ausschlaggebend für die Verteilung der Einnahmen sind und dass diese bei Geschäftsmodellen wie Spotify und Deezer vor allem in den Longtail fliessen.

Ein weiterer Kritikpunkt war die schwierige Aufnahme in die Spotify-Empfehlungs-Playlisten, welche die Anzahl Abrufe eines Songs massiv in die Höhe treiben lassen. Bei der Diskussion wurden insbesondere auch die Schwierigkeiten bei der Vermarktung von Schweizer Acts hervorgehoben und der noch fehlenden Akzeptanz und Weitsicht der Künstler gegenüber den neuen Chancen dank Spotify im globalen Markt Fuss zufassen.

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Paneltalk: Oliver Schiller-Sittl (mit Mikro) spricht über Transparenz bei den Streamingdiensten (Foto: Zenz).

Aus reiner Neugierde besuchte ich ebenfalls die Veranstaltung „Hug Cares about Music“ und siehe da es waren auch einige bekannte Gesichter aus der Schweizer Musikbranche anzutreffen. Bei dieser Talkshow zeigten Watson-Kolumnistin Kafi Freitag, Rapper Dodo und Sänger Seven abwechselnd ihre Lieblingsplatten und schwebten in nostalgischen Erinnerungen an den Musikstil ihrer Jugend. Es wurde nicht nur in die Vynilplatten hineingehört sondern, auch Plattencovers mit viel Witz und Humor analysiert und kommentiert. Die gelassene Runde stellte einen passenden Gegenpol zu der eher ernsten Podiumsdiskussion dar.

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Rapper Dodo zeigt seine Wyclef Jean Platte (Foto: Zenz)

Preview: M4Music 2017

Und nächstes Jahr wird es bestimmt noch mehr Überraschungen und ein vielversprechendes Line-Up und Rahmenprogramm geben! Denn das M4Music-Festival wird vom 30. März bis 20. April sein 20. Bestehen feiern.

Weitere Infos: www.m4music.ch

Songschmiede Davos – The Songbird Experience

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Der erste Schnee kämpft gegen die sonnigen Tage an (Foto: Zenz).

Im bündner Bergdorf Davos begann vor kurzem die Wintersaison, aber nicht nur für Ski- oder Snowboarder heisst es ein paar Tage in Davos zu verbringen. Vom 4.-19. Dezember findet in Davos Platz das einzigartige Songbirdfestival statt, das in der Schweiz noch seinesgleichen sucht. Ein breites Musikprogramm mit meist nationalen und internationalen Acts.Während zwei Wochen während des Songbirdfestivals ist Davos eine Talentschmiede für Newcomerbands und gleichzeitig auch eine Bühne für gehypte Acts, die sich zurück zu ihren Wurzeln besinnen und ihre Sets einem kleinen, intimen Publikum präsentieren.

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Songbirdplakat 2015 (Foto: Songbirdfestival.ch)

Vor knapp einer Wuche war ich dort und durfte bereits zum zweiten Mal das tolle Festival als Blogger hautnah miterleben. Das Songbird Festival Davos gibt es bereits seit acht Jahren und bietet eine tolle Abwechslung zum Après-Ski auf über 1500 Metern über Meer. Die Veranstaltungsorte wechseln sich beinahe jeden Abend ab, so dass man sich einen guten Eindruck von der abwechslungsreichen Barlandschaft von Davos machen kann. Pro Konzertabend sind es immer zwei Acts, die für einen kleinen Eintrittpreis in Stubenatmosphäre auftreten. Wer nur mal vorbeischauen möchte, kann auch ohne Eintritt an den Nightcaps im Hotel Belvedère teilnehmen, wo täglich an jedem Songbirdabend eine vielversprechende Band auftritt. Leider fanden diese Gigs jeweils gleichzeitig wie die offiziellen Konzertabende gegen 20:30 statt, daher war die Musik meist schon zu Ende als wir im Anschluss an die Hauptkonzerte vorbeischauten.

Surfrock mit Reggaeeinflüssen: Those and the Weirdo

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Those and the Weirdo (Foto: Zenz)

Im „InterConti“ (wie einige Locals, das goldene 5-Sterne-Hotel nennen) fand wie letztes Jahr der Songbirdauftakt mit zwei musikalisch gegensätzlichen Acts statt. Den Anfang macht die aufgeweckte Newcomerband ¨Those and the Weirdo¨ (TATW) aus Brugg. Sie legten mit ihrem Surfsound einen erfrischenden Start hin und auch einige Reggaeeinflüsse waren rauszuhören. Am meisten hat mich die Stimme des TATW-Frontmanns überzeugt. Der junge Mann mit der frischblondierten Mähne ähnelt stimmlich einem jungen Lenny Kravitz! Bin gespannt welche weiteren Festivals und Gigs bei diesen Newcomern auf der Tourliste stehen!

Die Spassvögel Dabu FantasticDSC_0064

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Dabu Fantastic heizten mit Humor und Lässigkeit das InterContinental ein (Foto: Zenz)

Mundart Hiphop ist nicht hundertprozentig mein Sound, aber die Schweizer Formation Dabu Fantastic sorgte mit ihrem eigenen freshen Sound für lockere Stimmung im Publikum. Mit frechen Scratches und einigen Remixes bekannter Hiphopgrössen wie dem US-Rapper Nelly wurde auf Schwyzerdütsch gerappt bis die Glasleuchten im InterContinental bebten. Dabu Fantastic war nach einem holprigen Start (Textaussetzer…) ganz im Element und brachte jung und alt dazu im Beat mit den Händen zu wippen.

Die neue Jaël

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Jaël mit neuen Songs im Gepäck im Hotel Ameron Davos (Foto: Zenz)

Der zweite Abend gehörte ganz der ex-Lunik Frontfrau Jaël.  Als dreier Formation mit neuen elektronischen Einflüssen traf sie den Nerv der Zeit und zeigte sich von einer erwachseneren Seite, weg vom damaligen Bubblegumpop von Lunik. Das Konzert fand im neueröffneten Hotel Ameron statt, das mit dem Songbird einen glanzvolles Openingweekend erlebte. Der umfunktionierte Konferenzsaal war fast schon etwas zu klein für die grosse Sängerin, die ihr neues Soloprojekt präsentierte. Eines steht schon fest, auch in Zukunft wird man viel von der „neuen“ Jaël hören – auch im Ausland!
Mit weiteren internationalen Überfliegern wie Boy, Philipp Fankhauser umd vielem weiteren Grössen wird das Songbird noch unzählige  Musikliebhaber nach Davos anlocken, die neben dem Wintersport gemütlich bei guter Musik den Abend ausklingen lassen wollen. Das Sondbirdfestival ist ein Fest für jedermann und mit seinen bescheidenen Eintrittspreisen, lohnt es sich auch einem noch unbekanntere Acts zu beschnuppern und in gestuhlter Atmosphäre kennenzulernen.

Zur Homepage Songbirdfestival Davos 

Ein typisch schweizerisches Familienhotel

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Während beiden Tage durften wir im Hotel Kessler’s Kulm in Davos Wolfgang bleiben, dass von der Kessler Familie geführt wird. Mit offenen Armen wurden wir hier willkommen geheissen. Gastfreundschaft wird hier gross geschrieben und das Merkt man auch daran, dass der Geschäftsführer auch im Service mitanpackt und stets einen grüsst – Sehr sympatische Gastgeber! Das Dreisternhotel hat neben dem eigentlichen Hotel auch ein Gästehaus, das sich direkt gegenüber befindet. Mit der ÖV kann man das Hotel ohne Mühe erreichen, denn die Bushaltestelle ¨Kulm¨ liegt unmittelbar vor der Haustüre und innert 10 Minuten ist man in Davos Platz, wo die meisten Läden und auch der Arkadenplatz sich befinden.

Das Restaurant hat eine sehr breit ausgelegte Menükarte von Bündner- und Schweizerspezialitäten, bis hin zu italienischer Küche, alles was das Herz begehrt. Sehr empfehlenswert ist das Monsteinerfondue, das aus dem gleichnamigen Bier gemacht wird und äusserst aromatisch daherkommt – Unbedingt probieren! Natürlich haben wir der Jahreszeit entsprechend auch einen hausgemachten Glühwein mit Cranberries und Mandelnüssen probieren müssen.

sam_1500.jpgDas Hotelrestaurant hat auch eine äusserst gediegene Sonnenterrasse und für die Wellnessliebhaber gibt es zuoberst eine ¨Bergsauna¨ mit grosser Fensterfront, um mit Alpenblick die Seele baumeln zu lassen.

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Kessler´s Kulm Hotel, Prättigauerstrasse 32, 7265 Davos Wolfgang 

Disclaimer

Ein grosses Dankeschön richtet sich an die Songbirdfestivalleitung Blofeld Entertainment für die Akkreditierung ans Songbird Festival Davos und auch einen besonderen Dank gilt der Familie Kessler vom Hotel Kessler´s Kulm in Davos Wolfgang für den äusserst herzlichen Empfang in ihrem charmanten Berghotel.