Mein Reisejahr 2017 in Bildern

In keinem anderen Jahr war ich so viel unterwegs wie im 2017, konnte mich kreativ (auch dank dem Blog) verwirklichen, mehr über nachhaltigen Tourismus erfahren und vor allem das Gefühl von Freiheit geniessen. Um 2017 alle Ehre zu machen, fasse ich nachfolgend meine Reisehighlights pro Monat kurz in Schrift und Bild zusammen. Viel Spass beim Scrollen!

Januar: Fernreise in meine zweite Heimat – die Philippinen

1_januar_tarsier_bohol-011683877242.jpegWährend meiner dreiwöchigen Rundreise verweilte ich am längsten auf der Insel Bohol (Zentral Visayas) und verliebte mich auf Anhieb in die natürliche Schönheit der Insel. Mit Hilfe eines Bekannten aus der Schweiz, der erst kürzlich nach Bohol auswanderte, lernte ich mehr über nachhaltigen Ökotourimus auf Bohol erkundete den Loboc River anhand einer vierstündigen SUP Tour (mit SUP Philippines – sehr empfehlenswert), durfte zum ersten Mal die kleinsten Primaten der Welt im Tarsier Sanctuary beobachten (die Tarsier gehören zu der Gruppe der Koboldmaki – Berührungen und jeglicher Lärm ist hier strikt verboten) und überwand mich endlich das «PADI Open Water Zertifikat» im Deep Blue Dive Resort zu absolvieren. Nun darf ich auf bis zu 12 Metern Tiefe hinabtauchen, wodurch sich mir eine völlig neue farbenfrohe Unterwasserwelt erschliesst! Wäre ein Tauchgang nicht so teuer, würde ich dieses Hobby viel öfters pflegen.

Februar: Stadt-Land-Fluss: Deutschland mit der Bahn erkunden

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Von der Deutschen Zentrale für Tourismus wurde ich auf eine ganz besondere Pressereise nach Berlin (Stadt) Mittenwald in Oberbayern (Land) und Ulm (Fluss) eingeladen. Hier erfuhr ich mehr über die unterschiedlichen Traditionen und Bräuche Deutschlands (das wäre übrigens meine dritte Heimat als Besitzer eines deutschen Reisepasses). Besonders in Erinnerung geblieben ist mir meine Drei-Seen-Wanderung durch das Karwendelgebirge und das Beobachten des Schafsabtriebs (und der lokalen Trachten), ganz zu schweigen von der lokalen Bierbrauereikultur!

März: Waghalsige Sicht auf dem Glacier 3000 und nächtigen im Gstaad Palace

3_märz_gstaad_3-011409544995..jpgNoch im Schneemantel eingedeckt besuchte ich übers Wochenende das Berner Oberland, genauer Gstaadt und wurde während zwei Tagen wie ein VIP-Gast im Palace empfangen, informierte vor Ort über die Gruppeninstallation «ELEVATION 1049» mit Skulpturen und Perfomances rund um Gstaad und überwand meine Höhenangst und bestieg mit der Hochseilbahn den Glacier 3000 bis auf die Plattform «Peak Walk by Tissot», die einzige Hängebrücke der Welt, die zwei Berggipfel miteinander verbindet.

Gstaad Teil 1 & Teil 2

April: 10 Jährige Feier des Zermatt Unpluggeds

4_april_zermatt-unplugged_2-01-1372022433.jpegFast schon zu einer Tradition hat sich der Besuch des Zermatt Unplugged im April für mich und meine Kollegin Gina entwickelt. Dutzende Locations, ein neues «Taste-Village» mit lokalen Spezialitäten und jede Menge In- und Outdoor Konzerte zeigen Zermatt von seiner schönsten Seite. Mein persönliches Highlight von dieser Festivalausgabe was das Doppelkonzert von Jess Glynne («I’d rather be») und mein All-Time-Favourite Paolo Nutini («New Shoes»).

Zum Eventbericht

Mai: Das Tessin kulinarisch entdecken an der Safari del Gusto

5_mai_eden_roc_ascona-01920439628.jpegAuf Einladung durfte ich die Raffinessen und Vorzüge des Eden Roc Asconas kennenlernen und die Spezialitäten der Region an der Safari del Gusto degustieren. Das Konzept des Events beinhaltete eine Art kulinarischer Rundgang durchs Hotel (und auch durch Bereiche, die normalerweise dem Gast verschlossen bleiben), wo jeweils ein Produzent oder Koch des Tessins seine besten Produkte vorstellte. Das Tessin hat auch kulinarisch sehr viel im Angebot und ist wahrlich ein Kanton der Genüsse.

Zum Eventbericht

Juni: Wanderung auf das Brienzer Rothorn

6_juni_brienz_2-01-1896252182.jpeg6_juni_brienz-01574242663.jpegMit einem kleinen Rucksack ausgestattet und zwei Freunden im Schlepptau wanderte ich hoch hinauf auf knapp 2000 Meter ü. M. auf Brienzer Rothorn. Der Weg bis ganz nach oben mit der Dampflock war ein einmaliges Erlebnis, das ich auf jedenfalls nochmal wiederholen möchte. Die Wanderung bergab (ganze 5 Stunden) war von der Landschaft her ein Traum (Ausblicke wie in Mittelerde), wären da nicht die Knieschmerzen gewesen, die mich ab der letzten Stunde der Wanderung und drei Tage später noch geplagt haben. Die Erfrischung im sehr kühlen Brienzersee hingegen war wie ein Befreiungsschlag!

Juli: Kunstvernissage in St.Moritz, Biken in Arosa & erstes Mal Skandinavien

7_juli_arosa-01-726967249.jpegAnlässlich der Vernissage «St. Moritz macht Unsinn» von Konzeptkünstlerin C.W. Mann begab ich mich nach St. Moritz um nachher anschliessend mit einer dreistündigen Zugfahrt nach Arosa weiterzufahren. In Arosa durfte im Tschuggen Grand Hotel schlafen, die eigene Bergbahn (der Tschuggenexpress) testen und entlang des Schwellisees biken. Am Schwellisee ist mir dann auch gegen 8 Uhr früh konnte ich einen magischen Moment einfangen, als mehrere Kühe in einer Reihe mich musterten. Wahrscheinlich haben die sich gewundert, warum ich via Selbstauslöser so viele Selfies mache!

Zum Hotelbericht des Tschuggen Grand Hotels 

7_juli_kopenhagen-011840255867.jpegKnapp eine Woche später war ich gemeinsam mit drei Freunden auf Städtereise in Kopenhagen, mein erstes Mal in Skandinavien. Dank der Bike-SharingApp «Donkey Bikes» erkunden wir auf bequeme und günstige Art und Weise die Viertel der Designmetropole und machen ebenso Halt an der Ostsee am Amager Stadtstrand. Ein weiteres Highlight iwar der Tagesbesuch am Louisiana Museum, in welchem gerade eine grosse Retrospektive zur serbischen Performance Künstlerin Marina Abramovic stattfand.

August: Neapel und Ischia, Andermatt und die Tamina Schlucht

8_august_ischia_2-02-200529424.jpegDer Monat August war fast ausschliesslich mit Reisen verbunden. Neben einer Woche mit meiner liebsten Gina (auch bekannt unter ihrem Blog Bohemianstella) in ihrer Heimat Italien, wo ich besonders von der Burg auf Ischia fasziniert war und gemeinsam mit ihr vier Tage, drei Nächte im unglaublichen Hotel Miramare e Castello verbrachten und uns mit Boottaxis zu authentischen Hafenrestaurants chauffieren liessen.

Dazwischen fand auch ein Weekend-Getaway verbunden mit herzhafter Schweizer Küche, einer Biketour entlang des Oberalppasses (Ursprung der Rheinquelle) in Andermatt statt. Hier genossen wir zudem die alpin-asiatische Atmosphäre des Luxusresorts The Chedi Andermatt, das besonders durch seine internationale Küche und den modernen SPA von sich zu reden macht.

Am Monatsende wollte ich auf keinen Fall die Lichtinstallation von Projektil in Bad Ragaz verpassen. Die Illuminationen innerhalb der Schlucht drehten sich rund um die Sagen und Kräfte des heilenden Quellwassers aus der Taminaschlucht.

September: Instameet in Basel und Abstecher nach Tschiertschen

9_september_basel-01-2025111521.jpegIn Basel lernte ich unzählige Blogger und Instagrammer aus allen Teilen der Welt kennen, die gemeinsam mit mir auf Einladung von Basel Tourismus und Kevin Kyburz («Swissky»/»Travelhackers») das Instagram-taugliche Basel aus allen Ecken und Winkeln erkundeten. Leider machte uns das Wetter eine Strich durch die Rechnung, trotzdem hatten wir bei unserer persönlichen Tour einen Riesenspass und haben so einiges über die Rheinmetropole erfahren.

9_september_tschiertschen-0132902173.jpegAuf Einladung durfte ich zudem eine Nacht im viersterne The Alpina Resort in Tschiertschen verbringen und auch den kleinen aber feinen Spa ausprobieren. Das Dorf Tschiertschen ist ein ursprüngliches Bergdorf unweit von Arosa und durchsticht durch seine über 400 Jahre alten Holzhäuschen.

Zum Hotelbericht des The Alpina Resort Tschiertschen

Oktober: Singapur und Pride March in Taipei

10_oktober_singapur-02439175720.jpegDer dritte Oktober war der Startschuss meiner 2,5 monatigen Asienrundreise, dann bin ich nach Singapur abgereist, wo ich neun Tage lang mir ein eigenes Bild von dieser futuristischen Stadt machen konnte. Ein ausführlicher Singapur Reise-Bericht mit zahlreichen Reisetipps und Hinweisen folgt anfangs 2018!

10_oktober_taipei-011041813425.jpegAuch mein viertägiger Taipei-Trip hat grosse Spuren bei mir hinterlassen. 120’000 Menschen marschierten um auf die Rechte von LGBT in Taiwan und ganz Asien aufmerksam zu machen. Ein paar Eindrücke vom Pride March in Taipei habe ich mit meiner GoPro Hero festgehalten und auf Instagram geteilt.

November: Den Norden und Süden von Cebu entdecken

img-20171120-wa0011-011697409437.jpegErstmalig begab ich mich Richtung Norden von Cebu und weiter mit der Fähre auf die Inselprovinz Santa Fe, Bantayan Island. Die zwei Tage im Beachfront Resort La Playa Estrella verbrachten wir mit Volleyball-Partien, Rum-Colas an der Strandbar und den magischsten Sonnenuntergängen.

11_november_osmenapeak-01-2019748568.jpeg11_november_badian-01-1853740750.jpegDass ich im 2017 meine Leidenschaft zum Wandern entdeckt habe ist kein Geheimnis mehr, umso wollte ich auf der Insel Cebu auf den Philippinen (jap, ich bin 2017 sogar zweimal in die Philippinen gereist), Wasserfälle und den «Dschungel» erkunden. Von Dalaguete, bekannt durch einen riesigen Gemüsemarkt, ging es hoch auf den höchsten Punkt der Insel (Osmena Peak) und dann fünf Stunden mit der Hilfe eines Guides nach Badian, wo auf meine Nichte Louana und mich drei Wasserfälle warteten – die Kawasan Falls. Die schönsten, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe. Badian, ich komme auf jeden Fall wieder!

Dezember: Eco-Guesthouse auf Bohol, Zwischenstopp in Hong Kong und zurück in die kalte Heimat

received_10214882421963476-01-2018887862.jpegDas Leben in der Nachbarschaft von Panglao Bohol hat ebenso tiefe Eindrücke bei mir hinterlassen, da ich mich während eines längeren Aufenthalts in einem Eco-Guesthouse gleichzeitig auch als Marketing-Berater engagieren konnte. Das Eco-Resort Pahiluna Guesthouse ist im Familienbesitz und daher ist es für mich mit mehrjähriger Erfahrung in der Online-Vermarktung von Unterkünften auch eine Ehrenangelegenheit vor Ort mitanzupacken und meine Ideen miteinfliessen zu lassen.

Zum guten Abschluss meiner Asienreise besuchte ich eine gute Freundin in Hong Kong, die mir nur die besten Adressen des Stadtstaats zeigte: Von hippen Rooftopbars bis zu erschwinglichen Michelin-Dim-Sum-Restaurants gutes Essen, tolle Cocktails und internationale Leute zählten zu meinem Haupteindruck vom Hong Kong. Ausserdem war Hong Kong in Dezember mit 15 Grad eine gute Übergangslösung, um mich langsam wieder an die kälteren Temperaturen zu gewöhnen.

Zurück angekommen in der Schweiz verbrachte ich weisse Weihnachten im engsten Kreise meiner Familie (in Thermounterwäsche und dicken Socken umhüllt). Den krönenden Abschluss des Jahres machte ein Trip in die Bündner Berge, genauer nach Waltensburg (rät. Vuorz), wo wir die Pisten hinab schlittelten, nach Schneespass und Saunagang genossen wir die unglaubliche Stille am Abend und bestaunten den klaren Sternenhimmel mit grosser Faszination.

Danke 2017, du warst einfach nur zu gut zu mir. Bereit für die nächsten Abenteuer, Weisheiten und neuen Bekanntschaften im 2018!

Wie der Google Assistant beim Reisen behilflich sein kann

Vor nicht allzu langer Zeit durfte ich gemeinsam mit anderen Medienschaffenden im neuen Hauptsitz von Google Schweiz in der Sihlpost die Vorzüge und Raffinessen des Google Assistant kennenlernen. Die integrierte Spracherkennung entspricht dem Androidpendant zu Apples Siri und ist bereits auf den meisten Androidmodellen vorinstalliert. Viele gängigen Befehle nutze ich bereits regelmässig, aber erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich das Potenzial meines „Assistenten“ noch nicht to the max ausgeschöpft hatte.

In diesem Blogpost erfahrt ihr wie ein schlichtes „Okay Google“ zu einem nützlichen Tool bei der Reiseplanung wird und in welchen Situationen ihr während eurer Reise die Sprachsteuerung einsetzen könnt.

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Selfie vor der Eingangshalle am Standort Zürich Sihlpost (Foto: Zenz)

1) Bei der Flugsuche: „Okay Google…öffne matrix.itasoftware.com!“

Die Suche nach dem günstigsten Flug kann schnell zeit- und nervenraubend werden. Aber zum Glück gibt es intelligente Software im Netz, die einem helfen schnell und einfach die günstigsten Flüge anzeigen. Bei fixen Reiseterminen lohnt sich das Aufrufen der Website Matrix ITA Airfare Search Software by Google, wo verschiedene Airlinetarife nach dem günstigstem Anbieter sortiert und angezeigt werden. Die Website ist eine Suchmaschine, die die Websites der Arlines nach den günstigsten  Tarifen sortiert. Gebucht wird dann auf der Buchungsmachine der jeweiligen Airline. Ein kleines Manko:  Kleine, regionale Fluganbieter, z.B. bei Inlandflügen in Asien werden von ITA Matrix nicht erfasst.

Wer bei den Reisedaten flexibel ist und einfach nur den günstigsten Flug in einer Zeitspanne von bis zu 6 Monaten suchen will, sollte auf Google Flights vorbeischauen, wo die Preiszyklen für beliebige Reisedaten transparent angezeigt werden.

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SWISS Int. Airlines am Flughafen Zürich (Foto: Zenz)

2) Bei der Stadtbesichtigung: „Okay Google…wie sagt man ‚Ja‘ auf Französisch?“

Stellt euch vor, ihr seid in einer fremden Stadt und den Reisefahrer habt ihr gerade auch nicht zur Hand. Der Sprachassistent kann im Nu auch Informationen zu beliebten Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Höhe und das Baujahr eines Denkmals heruasgeben oder wissenswerte Infos zur Bevölkerung und den gesprochenen Sprachen. Wer also das nächste Mal eine Stadtführung auf eigene Faust machen will, hat somit die gängigsten Informationen stets griffbereit.

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Aussenskulptur in Genf (Foto: Zenz)

3) Bei der Orientierung: „Okay Google…bringe mich nach Hause!“

Eigentlich keine grosse Zauberei! So gut wie jeder Smartphone-User kennt und nutzt mittlerweile Google Maps. Aber anstatt Zeit zu verlieren und eine Adresse manuell in den Browser einzutippen, reicht auch ein einfaches „Okay Google…navigiere mich zum (…)“ um die gewünschte Adresse aufzurufen und die Navigation zu starten. Die Route zum nächsten Museum,  dem nächstgelegenen Flughafen oder einfach nur der Weg zurück nach Hause wird somit zum Kinderspiel.

Ein Feature, das mir Gänsehaut verschafft hat, ist die Verknüpfung meiner gebuchten Hotels direkt in Google Maps. Hier waren meine Unterkünfte mit meinen jeweiligen Reservationsdaten bereits auf der Karte eingetragen. Mittels Verknüpfung zum Google respektive Gmail-Konto werden Reise-Informationen wie Adresse des gebuchten Hotels oder die Flugbestätigung direkt in Google Maps und Google Calendar übertragen.

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AirBnb-Loft in Mailand (Foto: Zenz)

4) Beim Wetter: „Okay Google…wann geht die Sonne morgen in Fidschi unter?“

Natürlich spielt auch das Wetter bei der Tagesplanung eine essentielle Rolle. Eine kurze Abfrage des Wetters erspart einem viel Frust. Was die Abfrage noch recht klug macht, ist die automatische Anzeige des lokalen Wetters, aber selbstverständlich kann man auch das Wetter in anderen Teilen der Welt ausfindig machen.

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Sunset-Dinner auf Barefoot Island, Fidschi (Foto: Zenz)

5) Bei der Reiseplanung: „Okay Google… erstelle Notiz!“

Ein weiteres cooles Feature ist die Notiz an sich selbst. Durch den Befehl «Okay Google … erstelle Notiz» kommt ein Hinweis «Zum Fortfahren Tippen». Alles was man jetzt manuel eintippt, kann anschliessend mit einem Klick an sich selber geschickt werden und somit hast du die Tipps/Notizen in deiner Mailbox immer griffbereit. Wenn du dir beispielsweise Restaurant- und Ausflugstipps merken möchtest, kann du sie auch gleich mit einem einfachen Sprachbefehl notieren und bei Bedarf dir diese direkt per Email teilen.

6) Beim Marktbesuch: „Okay Google…was sind 450 türkische Lira in Schweizer Franken?“

Ein weit verbreitetes Problem ist die Währungsumrechnung!  Umso schwieriger fällt es einem, wenn es nicht nur einfache Multiplikationen sind. Der Google Assistant kann bei  bei den gängigen Währungen (Eur, USD…) den Betrag sofort zum Tageskurs umrechnen. Bei einigen Währungen hingegen wird vorerst nur eine Website mit einem Währungsumrechner aufgerufen.

Auf manchen Märkten ist es zudem üblich, dass die Waren nicht angeschrieben sind und der Preis reine Verhandlungssache sind. Was dabei sehr behilflich sein kann, ist der mobile Taschenrechner respektive die Prozentrechnung. Der Google Assistant kann bereits auf einfache Multiplikationen antworten, jedoch funktioniert der Taschenrechner nur ohne Masseinheiten. So hat man schnell beim nächsten Marktbesuch den Überblick wieviel man nicht nur prozentuell, sondern auch effektiv sparen kann.

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Anprobe am Bazar von Side, Südtürkei (Foto: Zenz)

7) Beim Kalorienhaushalt: „Okay Google…wie viele Kalorien hat ein Blueberry Muffin?“

Man sagt zwar so schön, dass man in den Ferien nicht auf das Gewicht schauen muss, wer sich doch an eine strikte Diät halten muss, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder  wegen einer Lebensmittelunverträglichkeit, kann mit dem Google Assistant die Kalorienanzahl und Rezepte abfragen.

Fazit:

Zürich gilt als grösster Standort Googles ausserhalb der USA mit der Hauptaufgabe, dem Forschen an Künstlicher Intelligenz und der Weiterentwicklung an Cloudlösungen, wird Google Schweiz bis 2020 mit insgesamt 5000 Mitarbeitenden seinen Standort an der Sihlpost weiter ausbauen. Der Google Assistent ist nur einer von vielen Anwendungen, wie wir vermehrt in Zukunft mit „Dingen“ kommunizieren werden. Die vorgestellten Beispiele sind nur einige von unzähligen Beispielen, bei denen der Google Assistant behilflich sein kann. Aber bis die komplette Smartphone-Steuerung nur noch per Sprachbefehl ausgeführt werden kann, wird noch einige Zeit vergehen.

Für wen eignet sich der Google Assistant? Wer generell Freude an intelligenten Technologien hat und sein Smartphone als hilfreiches Tool im Alltag einsetzen will, der wird auch länger vom Google Assistant begeistert sein. Zugegeben ein wenig Überwindung bedarf der Einsatz von Sprachbefehlen in der Öffentlichkeit schon. Was denken wohl die Leute , wenn man stets seinem Smartphone befehle gibt? Der eine oder andere wird sich schon wundern, warum man mit sich selbst redet.

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Castaway-Pose auf Kauai Island, Hawaii (Foto: Zenz)

Rückblick: The Vegan Market Zurich

Eines vorweg: Ich bin jetzt weder zum Veganismus konvertiert noch plane ich auf den Fleischkonsum zu verzichten. Dennoch hat mich die Neugier und Lust an der veganen Küche gepackt und ich wollte endlich Klarheit in meinem Kopf schaffen bezüglich der Labels „vegan“, „raw vegan“ und ähnliche. Als dann auch noch eine Einladung an den Vegan Market Zürich reinschneite, nahm ich ohne Zögern am Event teil. In der industriellen Halle des EWZ Unterwerks Selnau befindet sich ein vielseitiger Marktstand mit veganem Streetfood, veganen Accessoires ja sogar vegane Tattoos (!) kann mich sich hier an einem Booth stechen lassen.

Vegan Streetfood

Unbedingt probieren solltet ihr die Vegan Wrapburgers, die tibetischen Dumplings, sowie das rassige Chili con Carne. Ausserdem findest du viele vegane Zutaten für deinen Heimbedarf wie Samensprossen zum selber kultivieren oder leckere Salatsaucen in allen Variationen. Eines steht fest, die vegane Küche ist vielseitiger als man glaubt!

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Allerlei zu entdecken am „The Vegan Market Zurich“ (Foto: Zenz)
Ja sogar Tattoos können vegan sein (Foto: Zenz)
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Vegane Wraps nach eigenem Gusto (Foto: Zenz)
Kleine Orientierungshilfe am Marktplatz (Foto: Zenz)
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Teigtaschen mit Spinatfüllung (Foto: Zenz)
Chili sin Carne, dafür mit viel Schärfe (Foto: Zenz)

Kochshow: Zubereitung von Raw Vegan Tapas

Völlig überraschend durfte ich am ersten Tag sogar als Küchenhelfer Teil der Kochshow werden und als „ungeübter Koch“ die Gurken und die Kohlräbli rüsten und bei der Zubereitung der „Raw Vegan Tapas“ mithelfen. Die Rezeptidee stammt von der Vegan-Pionierin Bettina Pfiffen (Gründerin des Portals Vegan Rocks).

Und ich muss ehrlich zugeben die Ravioli-Look-Alike aus Kohlrabi mit Avocado-, Cashew-und Kräuterfüllung waren superlecker und einfach in der Zubereitung! Ideal für den nächsten Apèro mit Freunden bei sich zuhause. Passend dazu gabs einen vollmundigen, taninhaltigen, vegangen Rotwein von Languedoc Weinen. Eine lustige Erfahrung, die bei mir  definitiv noch länger in Erinnerung bleiben wird.

Erstes Fazit: Vegane Küche beinhaltet viel Gemüserüsten (Foto: Zenz)
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Abschlussfoto nach getaner Arbeit. Cooking is fun! (Foto: Zenz)

We’re f**** vegan

Der Begriff „Vegan“ hat ja schon viele Konnotationen und ist auch mit vielen Vorurteilen behaftet; Veganlebende Menschen würden sich dogmatisch an strikte Verhaltensregeln halten oder andere versuchen von ihrem veganen Lebensstil zu überreden macht seit je her die Runde. Andererseits hat auch die wachsende Popularität unter Meinungsführern (heute Influencer) dazu geführt, dass „vegan“ zu einem Lifestyle wurde und den Status eines Hipsterkults erlangte. Man kann darüber debattieren, ob dieser Status auch ein wenig selbstverschuldet ist. Man beachte nur das überstellte Packaging samt Illustrationen, das Social-Marketing auf Foodblogs, sowie das Weiterempfehlen von bekannten Youtubern, die dem Ruf des veganen Hipsterkults alle Ehre machen.

Klare Ansage von „UNMEAT“ (Foto: Zenz)
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Illustrationen nach Hipstermanier (Foto: Zenz)
Untergeschoss: Mit Sockel zum Ausstellungsobjekt (Foto: Zenz)
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Selbst die Gymfreaks müssen auf ihr veganes Proteinpülverlein nicht verzichten (Foto: Zenz)

Ein Hauch Vegan for everyone

Der Hype oder heutzutage spricht man auch von Social Buzz dient ja letztlich dazu Hemmschwellen abzubauen und ein breiter Teil der Bevölkerung auf das Thema „vegane Ernährung“ zu sensibilisieren. Ein Vorreiter  für die Bewegung war sicher auch das Trendlokal Hielt, welches seit 1898 ausschliesslich vegetarische und vegane Küche serviert und so das kulinarische Konzept erstmalig massentauglich machte. Wer also mehr über die breite Palette der veganen Welt erfahren und schlussendlich kosten möchte hat noch bis diesen Sonntag 4. Dezember die Möglichkeit den Vegan Market Zürich zu besuchen und sich selber eine Meinung zu bilden.

 

 

The Vegan Market Zürich

  • EWZ Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich
  • Samstag 3.12 10:00 bis 22:00 Uhr
  • Sonntag 4.12 10:00 bis 18:00 Uhr
  • Weitere Infos unter: www.theveganmarket.ch

Süditalien (Teil 3): Benvenuti al Sud – Die Vorurteile Süditaliens

Vielleicht hast du ja den Film „Benvenuti al Sud“ (Miniero, 2010 IT) gesehen. Der Film handelt von einem Beamten aus Norditalien, der in den Süden versetzt wird und mit seinen Vorurteilen über die „kriminellen Höhlenmenschen“ (Zitat aus dem Film) konfrontiert wird. Der Film ist zum Totlachen und ich kann den nur wärmstens weiterempfehlen, um sich auf den nächsten Südtalienurlaub einzustimmen. Zum Trailer

Der Ruf des Süditalieners eilt ihm scheinbar voraus. Ich frage mich woher unser Stereotyp des Süditalieners stammt? Ist es vielleicht die Gangsterreihe wie „Der Pate“ (Coppola, 1972 US), die uns ein Bild von gewaltverherrlichenden Mafiosi vermittelt? Fest steht es sind diese fiktiven Filme, die gewisse Gesellschaftsstrukturen widerspiegeln und vielleicht auch mit seinen medialen Mitteln hinterfragen.

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Blick auf den Vesuv bei Vollmond (Foto: Zenz)

Da ich selber in Süditalien war, wollte ich gleich mal einige Sachen klarstellen und auch mit meinen eigenen Vorurteilen aufräumen:

Vorurteil #1: Süditaliener können nicht Auto fahren

Der Fahrstil der Neapolitaner ist berühmt berüchtigt. Das Hupen scheint dort zur Tagesordnung zu gehören, genau wie das Telefonieren am Steuer. Ein weiteres Thema ist das Parkieren: Mal schräg, mal quer und mal zwei Autos parallel nebeneinander, ich habe mich beim Anblick köstlich amüsiert.  Ich muss zugeben ich hatte auf den Strassen einige „Herzinfarkte“, auch wenn nur im Beifahrersitz des Mietautos. Im neapolitanischen Strassenverkehr braucht man definitiv starke Nerven und lärmresistente Ohren!

Vorurteil #2: Unehrliche Taxifahrer

Wenn du kein Mietauto hast, bist du natürlich auch auf Taxis angewiesen. Wenn du mit einer Süditalienerin unterwegs bist, die auch Neapolitanisch (nicht Standard-Italienisch) spricht, dann bist du schon mal auf der sicheren Seite und wirst garantiert nicht beschissen. Ansonsten musst du viel Glück haben um am Bahnhof oder am Flughafen einen Taxifahrer zu erwischen, der keinen Pauschalpreis macht, sondern das Taximeter anstellt.

Vorurteil #3: Der „Parkplatzwächter“

… oder die Autoversicherung für einen Euro! Etwas, dass sich im Süden etabliert hat, ist der inoffizielle „Parkplatzwächter“. Ein selbsternannter Typ, der sich „sein Revier“ aussucht, dem du dann auch noch einen Euro zahlen musst, nur damit du parkieren darfst. Ich schätze mal, dieser hat einen netten Stundenansatz. Es gilt die Devise: Lieber einen Euro zahlen, als nachher ein zerbeultes Auto vorzufinden.

Vorurteil #4: Es hat überall Müllberge

In Neapel war die Verschmutzung auf den Strassen ähnlich wie in jeder anderen Grosstadt auch. Durch die hohe Bevölkerungsdichte und die grosse Fläche der Stadt gibt es vergleichsweise grosse Herausforderungen für die Stadtverwaltung. Es gab jetzt keine Müllberge und fliegende Abfallsäcke. Das Gerücht ist entstanden, weil es in einem Dorf mal eine Art Streik gab bei der Müllabfuhr und dadurch wurden auch viele Leute krank. Aber wie in jeder anderen Stadt auch, gibt es eine geregelte Müllabfuhr :-P

Vorurteil #5: Die Vetternwirtschaft

Ich kann dies jetzt auch nur aus überlieferten Geschichten weitererzählen und anscheinend ist dies weiterhin ein Problem in Italien. Vor allem bei der Stellensuche (besonders für Studienabgänger) ist es schwierig in Italien ohne Vitamin B eine Stelle zu finden: Nur wer jemanden kennt, der kann auf eine entsprechende Stelle hoffen. Darum würden viele überqualifizierte Studiengänger in Pizzerien oder Bars arbeiten. Was ihnen oftmals übrigbleibt, ist die Stadtflucht in die Metropolen oder die Abwanderung in die Nachbarländer.

Vorurteil #6: Der Aberglaube

Im strengkatholischen Italien ist die Heiligenverehrung in vielen Haushalten ein wichtiger Bestandteil des Alltags. Es gibt auch viele Bräuche, wie das aufhängen einer kleinen Paprika und Knoblauchketten, die das Übel fernhalten und Glück bringen sollen. An verschiedenen Souvenirshops kann man sogar Plastikpaprikafigürchen mit Lottozahlen kaufen.

Ich hoffe es fühlt sich jetzt niemand persönlich angegriffen. Es war nicht meine Absicht irgendjemanden zu verletzen. Ich fühlte mich äusserst wohl in Süditalien. Jede Gesellschaft hat so seine Eigenheiten, die man als Touri hinterfragt und auf Anhieb vielleicht nicht versteht. Man beobachtet und vergleicht mit dem Bekannten aus dem eigenen Kulturkreis. Für das ist ja der interkulturelle Austausch auch da (um Vorurteile zu hinterfragen und sich sein eigenes Bild zu machen). Ich fand es spannend zu beobachten, wie der Süden Italiens organisiert ist und nahm die ganze Situation nicht zu verbissen, wenn mal etwas nicht perfekt war, wie die teilweise stark löchrigen Strassen. Hey free Safari! Schlussendlich hat jede Region seinen Charme und seine schönen, wie auch weniger schmeichelhaften Seiten.  In Süditalien merkt man den starken Zusammenhang der Bevölkerung und besonders einer Familie. Egal was man tut, man geniesst das Leben in vollen Zügen und gibt sich voller Leidenschaft, sei es beim Sprechen mit den Händen, beim Kochen oder beim TV (Fussbal-) schauen.  

Wenn es ein Wort gäbe, das den Süditalier am besten beschreibt, dann wäre dies wohl ‚Leidenschaft‘!