Der Berg ruft – 48h in Arosa

Im letzten Juli wurde ich nach Arosa (auf 1800 Metern) eingeladen. Während diesen drei Tagen und zwei Nächten stand ein kontrastreiches Programm an: Ein Aufenthalt im 5-Sterne Tschuggen Grand Hotel mit „Sight-Inspection“, ein Ausflug zum türkisblauen Schwellisee mit anschliessender Fatbike-Downhilltour (diese werden kostenlos im Tschuggen Grand Hotel zum Verleih angeboten) und ein Besuch des rustikalen Alpenblicks mit anschliessender Übernachtung im Luxustipi, der leider wegen schlechten Wetters nicht wie geplant stattfinden konnte.

Check-In im luxriösen Tschuggen Grand Hotel

Von aussen unscheinbar von innen purer Luxus! Man darf sich von der Fassade des Haupthauses nicht täuschen lassen! Beim Tschuggen Grand Hotel waren die beiden international bekannten Schweizer Architekten Mario Botta und Carlo Rampazzi am Werk! Das Resultat sind 128 neugestaltete Zimmer und Suiten, fünf Restaurants und der preisgekrönte 5’000 m² grosse Bergoase Spa. Als Inspirationsquelle dienten dem begnadeten Innenarchitekten Rampazzi die leuchtenden Farben der Umgebung, die er in seinem extravaganten «Rampazzi-Stil» umsetzte. Der Empfangsbereich beispielweise, der auch eine Piano-Bar beherrbergt, ist in vier Zonen unterteilt, die den vier Jahreszeiten gewidmet sind. Edelsten Materialien wie Hermès-Leder und Muranoglas wurden hier mit Liebe zum Detail verarbeitet.

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Winterliches Ambiente by Carlo Rampazzi
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Feinste Materialien wie Murano Glas aus Venedig in der Lobby des Tschuggen Grand Hotels (Foto: Zenz)

Tschuggen Suite – Wohnen auf 140m2

Zur luxuriösen Zimmerausstattung der Tschuggen Suite, in der ich glücklicherweise zwei Nächte verbringen durfte, gehört ein premium Boxspringbett (jedes mit individuellem Kopfteil), eine Nespresso Kaffeemaschine und ein Marmorbad mit High-End Beauty-Artikeln. Das Highlight ist und bleibt die Loggia mit der Aussicht auf das strahlende Bergpanorama. Die Tschuggen Suite mit seinen 140m2 kommt wie eine luxuriöse Residenz daher: Neben einer Kitchenette, einem einladenden Wohn- und Essbereich waren gleich zwei Schlafzimmer und zwei Balkone Teil dieser Luxus-Suite par excellence. Für Familien und Pärchen, die sich ohne Einschränkungen verwöhnen lassen möchten, bietet die Tschuggen Suite garantiert mehr als genug Platz, Komfort und Privatsphäre!

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Schlafen wie auf Wolke 7 in der Tschuggen Suite (Foto: Zenz)
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Jetzt erstmal zurücklehnen und ankommen! (Foto: Zenz)
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Der Blick ins Dorf und auf die Bündner Bergwelt (Foto: Zenz)

Von Fine Fast Food bis Fine Dining

Auch kulinarisch bietet das Tschuggen Grand Hotel mit seinen fünf Restaurants für jeden Geschmack genau das Richtige an: Im Gourmetrestaurant La Vetta (Executive Chef Uwe Seegert, 1 Michelin-Stern) gibt es alpine Gourmetküche, im Grand Restaurant verweilt man während des reichhaltigen Frühstücksbuffets bei der morgendlichen Zeitungslektüre oder geniesst am Abend im Dinner-Jacket bei romantischem Kerzenschein das edle Ambiente.

Eingang zum gediegenen Grand Restaurant (Foto: Zenz)
Birchermüesli mit Cappuccino, dazu serviert die tagesaktuelle NZZ (Foto: Zenz)
Auch bei den Cerealien ist die Auwahl riesig (Foto: Zenz)

Wer die deftigere Küche bevorzugt wird garantiert im The Basement, wo feinste Burgerkrationen und Fish&Chips die Menükarte dominieren, zufrieden sein. Zur Mittagszeit empfiehlt sich ein Besuch im legeren La Collina (rätoromanisch für Hügel). Bei schönem Wetter geniesst man hier auf der Sonnenterrasse beste Ausblicke auf die Bündner Bergwelt, während es innen drin sehr lauschig zu und her geht. Hier war ich zum Apèritif mit der Vizedirektorin Leonie Schefenacker verabredet, die sich die Zeit nahm, um mir die Geschichte des Hauses näher zu bringen.

Äusserst empfehlenswert ist der hausgemachte Eistee (nicht zu süss und natürlich aufgebrüht) und auch der hausgemachte Cesar Salad mit zarter Hähnchenbrust -geschmacklich vom Feinsten! Auch bei der Portion wird hier nicht gespart, schliesslich braucht man Energie für das sportliche Programm. Zum Dessert gab es ein leichtes Sorbet der Geschmackssorte Campari (auf Empfehlung des Kellners) mit Fruchtvariation und Zuckerkrokant – eine Augenweide!

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Sonnenterrasse La Collina (Foto: Zenz)
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Fitnessteller a la Cesar Salad (Foto: Zenz)
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Leichte Verführung aus Camparieis und Früchten (Foto: Zenz)

Sommer-Aktivitäten

Arosa bietet für Naturliebhaber und insbesondere für Familien ein abwechslungsreiches Angebot an: Von Wanderwegen bis zu Erlebnislehrpfaden in Arosa lässt sich die Umgebung spielend entdecken. Wer mit Kindern reist, sollte sich den süssen und bequemen Eichhörnliweg raussuchen, bei der man den kleinen Nagetieren in wilder Laufbahn begegnet, ebenso geplant und vom Stimmvolk genehmigt ist der Bau eines umzäunten Bärenparks der auf rund 5 Hektaren in der nächsten Sommersaison realisiert werden soll.

An diesem Wochenende entschied ich mich für eine einfache Fatbike-Tour (ein ultraleichtes Mountain mit breiteren Pneus) und begab mich zum kristallklaren Schwellisee (rund 30 Minuten mit dem Bike / zu Fuss ca. 45 Minuten). Wer Glück hat und wie ich zur richtigen Zeit beim Seeufer ist, wird Zeuge von einer Herde Kühen, die sich am See erfrischen wollen. Auch Fliegenfischern wird man ab und zu begegnen. Wer selbst bei der Angelrute Hand anlegen will, kann im Restaurant Alpenblick einen Einsteigerkurs buchen. Es lohnt sich auf alle Fälle etwas früher morgens hinzugehen!

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Unterwegs zum Schwellisee (Foto.: Zenz)
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Glasklar und Türkis – der Schwellisee in Arosa (Foto: Zenz)
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Überhaupt nicht scheu – einige Kühe in Arosa (Foto: Zenz

Apropos Alpenblick: Auf über 2000 Metern lohnt es sich über den Mittag einzukehren nicht nur wegen des rustikalen, aber hippen Ambientes. Jedoch empfiehlt es sich vor dem Besuch anzurufen und sich vorher anzumelden. Da der Alpenblick lediglich von einem Hüttenwart bedient wird, kann man hier eine relativ einfache und unkomplizierte Küche erwarten – Menükarte fehl am Platz.

An diesem Wochenende wäre ich theoretisch gleich neben an noch für eine Nacht im «Luxustipi» des Alpenblicks eingebucht gewesen, aber wegen schlechter Witterung und Sturmwarnung musste ich meine Pläne umkrempeln und «leider» zu meiner Suite ins Tschuggen zurückkehren. Obwohl ich der Erfahrung wegen gerne im Tipi probegeschlafen hätte, war ich wegen der Kälte an diesem regnerischen Samstagabend gar nicht mal so unglücklich über den kurzfristigen Planwechsel. Nach meiner Ankunft hiess es dann zuerst mal wieder aufwärmen bei einem heissen Schaumbad in der Badewanne.

Himmel auf Erden

In einen Berg hineingebaut bietet der 5000 m² grosse Bergoase mit seinen neun filigranen Segeln aus Glas und Stahl eine einzigartige lichtdurchflutete Spalandschaft, wo der Himmel und die Farben der Umgebung bis ins Innere hineinstrahlen. Die wellenförmigen organischen Formen des Inneren integrieren sich geschmeidig in die Aushöhlung des Berg hinein. Bei gutem Wetter geniesst man gar einen beeindruckenden Panorama-Bergblick auf den Sonnenliegen oder sprudelt im beheizten Aussenpool.

Beeindruckend ist auch der vollgestattete Fitnessraum mit modernsten Technogym-Geräten und auch das umfangreiche Angebot an Gruppenfitnesskursen. Ob bei Schön- oder Schlechwetter der Bergoase Spa bietet ein einzigartiges hollistisches Wellbeingprogramm an und steht auch externen Gästen nach Anfrage zur Verfügung.

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Bergoase Spa by Mario Botta (Foto: Zenz)
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Aussenbereich mit beheiztem Sprudelbad (Foto: Tschuggen Hotel Group)

Unser Fazit

Es war bereits mein dritter Besuch in Arosa, doch wer einmal hier war gewesen ist, wird garantiert zum „Wiederholungstäter“! Kaum ein anderer Bergort hat seinen natürlichen Charme so sehr beibehalten wie Arosa! Dazu kommen die vielen Bergseen, die atemberaubende Natur und die spannenden Aktivitäten im Sommer, und insbesondere im Winter! Man muss schlicht dem Ruf der Berge folgen und sich hinaus in die Natur bewegen, um das meiste aus seinem Aufenthalt zu machen, aber zum Glück gibt es ja genug Fortbewegungsmittel und Routen um die Umgebung zu erkunden.

Vom Budget her wird man hier alles vorfinden vom funktionalen Sporthotel bis zum ultraluxuriösen Tschuggen Grand Hotel. Wer sichs leisten kann, wird garantiert im Tschuggen sehr zufrieden sein! Hier stehen die Wünsche des Gastes an oberster Prioriät und mit der kompetenten Beratung des Concierges und der vielen Möglichkeiten wie die Benutzung des hoteleigenen Shuttles, dem Tschuggem Express, dem Zugang zur riesigen Spa-Landschaft und den fünf Restaurants, kann man hier eigentlich nichts falsch machen.

Hotelinformationen und Preise

  • Tschuggen Grand Hotel, Sonnenbergstrasse, 7050 Arosa
  • Kontakt: Tel +41 81 378 99 99info@tschuggen.ch
  • Preise: Einzelzimmer ab CHF 230.- in der Sommersaison, ab CHF 415.- in der Wintersaison
  • Deluxe Doppelzimmer ab CHF 415.- in der Sommersaison, ab CHF 715.- in der Wintersaison
  • Die Wintersaison startet am 7. Dezember 2017 und dauert bis zum 8. April 2018 an.

Zur Website des Tschuggen Grand Hotels

Tschuggen Hotel Group

Es gibt wohl kaum eine luxuriösere Adresse in Arosa als das Tschuggen Grand Hotel! Das Tschuggen Grand Hotel gehört zur Tschuggen Hotel Group gemeinsam mit dem Hotel Eden Roc sowie dem Albergo Carcani in Ascona, aber auch die ehemalige Zarenresidenz, das Carlton Hotel St. Moritz, ist Bestandteil dieser Hotelgruppierung. Wegen der höchsten Qualitätsstandards überrascht es wenig, dass das Tschuggen ein Leading Hotel of the World ist und zur Vereinigung der Swiss Deluxe Hotels gehört, den exklusivsten Fünfsterne-Häusern der Schweiz.

Metropolischt reiste auf Einladung der Tschuggen Hotel Group nach Arosa und wurde von PR-Frau Evelyn Gorgos im Vorfeld bei der Recherche unterstützt.

 

 

San Pellegrino Terme: Pure Erholung auf 65000 m2

Mitten in den italienischen Nordalpen, etwa eine halbe Autostunde nördlich von Bergamo, liegt das kleine Städtchen San Pellegrino Terme. 

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Nominiert für den World’s best Spa Design Award (Foto: QC Terme San Pellegrino)

Weltbekannt für das dort entspringende Mineralwasser war San Pellegrino Terme um die Jahrhundertwende ein mondäner und nobler Kurort vergleichbar mit Baden-Baden oder dem tschechischen Karlsbad. Der Erste Weltkrieg hat dem aufschwingenden Tourismus aber jäh ein Ende gesetzt und seither zeugt nur noch die grosszügige Kuranlage inklusive Casino und Hotel im opulenten Belle-Époque-Stil vom Glanz und Glamour der vergangenen Tage.

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Eingang des anliegenden Casinos (Foto: Chanson)
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Lichtdurchflutete Räumlichkeiten mit römisch anmutender Architektur (Foto: Chanson)

Über Jahrzehnte standen die alten Bäderhallen verlassen und leer, bis sich die italienische SPA-Kette QR Terme der altehrwürdigen Badeanlage annahm und nach längerer Renovation und Erweiterung im Dezember 2015 das neue Thermalbad eröffnete. Was dort in den säulen- und freskenbestückten Hallen entstand, kann sich durchaus sehen lassen: Über 65‘000m2 (!) erstreckt sich die grösste und modernste Spa-Anlage, die man sich nur vorstellen kann. Zurecht wurde QC Terme San Pellegrino für den World’s Best Spa Design 2017 nominiert.

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Der perfekte Ort für ausgelassene Sonnenuntergänge (Foto: Chanson)
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Aussenbereich mit unzähligen Sprudelbecken (Foto: Chanson)

Der Spa besteht aus einem Aussenbereich, gesäumt von unzähligen Sprudelbecken, Liegestühlen, einer Feuerstelle, und einem „Thermalrundgang‘“, der sich einerseits durch die alte Hallen sowie durch den ultramodernen Neubau erstreckt. Der Thermalrundgang besteht aus über 30 verschiedenen Räumen und Anwendungsbereichen. Man kann also auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise gespannt sein! Neben unzähligen Saunen (u.a. Salz-, Kino-, Heu-, Chinotto-, Bio- und Panoramasauna), vier verschiedenen Dampfbädern, einem Wasserfall, Solarium-Garten, einem Kneipp-Fussbad, waren wir besonders von dem Unterwassermusikbad und den wohltuenden Vichy Showers (Wassermassage) hingerissen. Auch die entspannenden Ruheräume sind thematisch eingerichtet, so kann man einem auf Wasserbetten schlafen, während in einem anderen Raum riesige Schaukelstühle zum relaxen einladen.

Unser Highlight

Wir empfehlen das Package „Aperiterme“ für ca. 45 Euro zu buchen, es gewährt Eintritt ab 17:30 bis 24:00 Uhr und kommt mit einem reichhaltigen Aperitivo-Buffet mit verschiedenen regionalen Leckerbissen sowie Prosecco – natürlich ist auch das allgegenwärtige San-Pellegrino-Wasser darin inbegriffen!

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Die alte Quelle von San Pellegrino (Foto: Chanson)

Fazit

Da es sich hier wirklich um eine riesige Anlage handelt, sollte man genügend Zeit einplanen, damit man nicht plötzlich in den Stress kommt, etwas zu verpassen. Die Therme ist besonders am Wochenende gut besucht, darum lohnt es sich, eher unter der Woche oder gegen Abend hinzugehen, um den Ort in Ruhe geniessen zu können. Wir können es kaum erwarten wieder in das Thermalbad in San Pellegrino Terme zu fahren und auch die anderen Bäder der QR Terme in Mailand, Turin und in den Dolomiten zu entdecken.

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Im Bademantel lässt es sich gut gehen! (Foto: Chanson)

Nützliche Infos

  • Adresse: Viale della Vittoria 53, 24016 San Pellegrino Terme
  • Öffnungszeiten: Mo-Do 10.00 – 23.00 , Fr 10.00 – 00.00 , Sa 9.00 – 0.00 , So 9.00 – 23.00
  • Eintrittspreise: Unter der Woche 45 Euro, an Wochenenden 50 Euro
  • Kontakt: info@qctermesanpellegrino.it , Tel: +39 0345 20102

Hier gehts zur Website

Text und Handybilder : Louis Chanson

Fionas Reisetagebuch (Teil 2): Surf-Fieber in Taghazout

Falls ihr schon immer mal vom Surfen geträumt habt, aber euch nicht vorstellen könnt, was euch genau in einem Surfcamp erwartet – hier folgt der zweite Gastbeitrag von Fiona über Glücksgefühle im offenen Meer,  Sunset-Yoga auf der Dachterrasse und die anhaltende Euphorie nach vier Tagen im Surfcamp in Taghazout.

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Surfinstruktor Hicham demonstriert Trockenübungen auf dem Dach seines Vans (Foto: Fiona Stifter).

„UP! UP!“ ruft mein Surflehrer Hicham ein paar Meter neben mir, während ich wie eine Verrückte vor die Welle paddle. Kaum hat mich die dunkelgrüne Wand erfasst versuche ich, mich in schnellstmöglicher Zeit aufzustemmen und erst den linken, dann den rechten Fuss (goofy – Schubstest sei Dank) unter meinen Körper zu kriegen. Als knapp hinter mir die Welle zu brechen beginnt stehe ich fest auf meinem Brett und donnere euphorisch vorbei an den unzähligen Surfern in Richtung Strand. Das Glücksgefühl hält auch dann noch an, als ich nach ein paar Metern das Gleichgewicht verliere und mit einem Bauchplatscher im Wasser lande. Macht nichts. Es ist mein vierter Tag im Wasser – und das war soeben meine erste grüne Welle. Ich drehe mein Brett und paddle zurück zu Hicham. Next one!

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Nach der ersten grünen Welle (Foto: Fiona Stifter).
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Trotz Bauchplatscher – der Spass steht im Vordergrund (Foto: Fiona Stifter).

Irgendwann gegen Mittag treibt uns der Hunger aus dem Wasser. Das eingepackte Mittagessen, meist ein Sandwich oder – wie heute – Bulgursalat mit Thunfisch schmeckt nach ein paar Stunden im Wasser besonders gut. Gegen 3 Uhr kommt Wind auf; die Wellen brechen früh und verschmelzen zu einem Meer aus Schaumkronen. Die wenigen Surfer, die noch im Wasser auf bessere Wellen warten, lassen sich an der Hand abzählen. Zeit, um Neoprenanzug gegen Bikini zu tauschen und sich von einem der vorbeilaufenden Verkäufer einen marokkanischen Tee einschenken zu lassen.

Gegen 4 Uhr fahren wir zurück ins Hotel. Bevor ich mich aufs Abendessen freuen kann treffen wir uns zum gemeinsamen Yoga auf der Dachterrasse. Wir strecken unsere Arme der untergehenden Abendsonne entgegen und dehnen, was tagsüber beansprucht wurde. Besonders meine Schultermuskeln freuen sich über die zusätzliche Aufmerksamkeit. Während wir die letzten Momente der Meditation geniessen und ich mit geschlossenen Augen auf meiner Matte liege fühlt es sich so an, als ob mich alle paar Sekunden eine Welle in Richtung Strand trägt. So fühlt es sich also an, das Surffieber. Gut. Ich will wieder ins Wasser!

Bis zum nächsten Abenteuer,

eure Fiona

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Und jetzt alle in die „Warrior“-Pose (Foto: Fiona Stifter).

Weitere Infos zum Surf & Yoga Retreat in Marokko unter: www.easysurfmaroc.com/

Gentleman’s Weekend at Lausanne Palace

Letztes Wochenende wollten mein bester Kollege Louis und ich einfach nur dem Sauwetter entkommen. Da zur Zeit in der ganzen Schweiz Regen angesagt war – mussten wir uns einen „Notfallplan“ ausdenken.

Und was gibt es besseres, als sich 24 Stunden in einem Luxushotel zu „verkriechen“ und alle Vorzüge einer Suite und des Wellnesstempels vollstens auszukosten? Da kam uns ein Abstecher in die Romandie sehr gelegen! Schliesslich kannten wir auch einige Leute dort und hatten, doch noch Hoffnung, dass es, selbst wenn nur für wenige Stunden, trocken bleiben würde.

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Lausanne Palace & Spa (Foto: Zenz)

Welcome at the Lausanne Palace & Spa

In knapp 2 Stunden erreicht man Lausanne von Zürich aus konfortabel mit dem Inter-Regio. Wir entschieden uns für die Strecke via Neuchâtel und sahen gleich auch noch die malerischen Lavaux-Terrassen. Gleich nach der Ankunft am Gare de Lausanne ging es auf die einzige U-Bahn der Schweiz, die Métro von Lausanne. Geografisch gesehen ist Lausanne eine einzigartige Stadt mit Höhenunterschieden von bis zu 500 Metern! Die verschiedenen Ebenen und Hochbrücken sind etwas gewöhnungsbedürftig, können aber mit den vielen Aufzügen in der Innenstadt mühelos überwunden werden.

In der Nähe des Quartier du Flon im Herzen der Lausanner Altstadt liegt das Fünfsterne-Hotel Lausanne Palace & Spa, wo wir uns zu den gücklichen Gästen schätzen konnten. Nach dem raschen Check-In wurden wir auf unsere luxuriöse Junior Suite mit Blick auf die Innenstadt, den Lac Léman und die französischen Alpen gebracht. Der Blick aus dem Balkon verschlug uns fast die Sprache – was für ein Naturschauspiel! Die wenigen Sonnenstrahlen schienen durch die graue Wolkendecke und liessen den ganzen Himmel in einem wechselnden Farbenspiel durchschimmern.

Nach dem wir uns im Zimmer eingerichtet hatten und die Vorzüge unseres Zimmers inklusive Willkommenspakets (frische Früchte, Chocolat-Pralinén, Nespresso-Kaffee und kostenlosen Softdrinks aus der Minibar) auskosteten, warfen wir uns den kuscheligen Frotté-Bademantel über um schliesslich den 2’100m2 grossen Spa zu bestaunen.

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Finster und magisch zugleich, der Blick von der Junior Suite (Foto: Zenz)
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Willkommenspaket mit frischen Früchten und 3dl Féchy (Foto: Zenz)
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Im Frottémantel bereit für den Spa (Foto: Zenz)
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Nostalgische Beschilderung zum Spa (Foto: Zenz)

Zuflucht im CBE Concept Spa

Im CBE  (Centre Bien-Être) Concept Spa gibt es garantiert für alle Wellness-Enthusiasten das richtige Wellnessangebot. Im Hauptraum können Aktive im grossen beheizten Hallenbad mit wellenförmigem Sternenhimmel Längen schwimmen, wo nebenan (auf einer Ebene höher) bis zu sechs Personen im grosszügigen Jacuzzi relaxen können. Der Wintergarten ist garantiert der entspannteste Rückzugsort, wo man bei Tee und Lektüre das süsse Nichtstun geniesst. Witziger Anblick – die quadratisch zugeschnittenen Bäume!

Im seperaten Gentleman Spa begann unsere Wohlfühl kur mit dem türkischen Hammam mit 50 Grad bei 100% Luftfeuchtigkeit, anschliessend ging es nach einer eiskalten Dusche Richtung finnische Sauna.

Wer auf sein Training nicht verzichten möchte, findet hier einer der grosszügigsten Gyms, die ich je in einem Hotel erlebt habe. Ein Besuch des CBE Spas sowie eine private Mitgliedschaft des Gyms ist auch für externe Gäste möglich.

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Innen hui – aussen pfui. Der Spa als letzte Zuflucht vom Wetter. (Foto: Zenz)
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Nostalgische Richtungsschilder im Hotelflur (Foto: Zenz)
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Der CBE Concept Spa (Foto: Lausanne Palace & Spa)
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Bestens ausgerüstet, das Hotelgym im CBE Concept Spa (Foto: Zenz)

Private Soirée at the Junior Suite

Da an diesem Wochenende in Lausanne nicht viel los war (ja vergleichsweise zu Zürich ist das Angebot etwas beschränkter), liessen wir einfach unsere eigene kleine Cocktailparty steigen. Ausgerüstet mit einer UE Boom (Bluetooth-Lautsprecher) spielten wir alte französische Chansons ab und feierten, wo es eben doch am schönsten ist!

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Louis und sein Chaise-Longue (Foto: Zenz)
Entspannter Abend unter sich (Foto: Zenz)

Über die John Legend BELVEDERE (RED) Limited Edition 

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Esther Mahlangu und John Legend

Seit letztem Jahr hat der Luxus-Vodka-Brand BELVEDERE den US-amerikanischen Soulsänger John Legend als neuen Markenbotschafter verpflichtet. Mit seinem persönlichen Engagement unterstreicht er die Werte von (RED): Sicherheit, positive Veränderung,  gegenseitige Unterstützung und Einheit. Das knallige Tribal-Design dazu hat die Südafrikanische Künstlerin Esther Mahlangu beigesteuert. Zusammen mit Legend stand sie für die Kampagne #MAKETHEDIFFERENCE vor der Linse.

Aus dem Umsatz der John Legend gewidmeten Sonder Edition gehen 50%  zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkolosis und Malaria!

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BELVEDERE (RED) Limited edition mit Tribal-Designs der Südafrikanischen Künstlerin Esther MahlanguSeit 5 Jahren

BELVEDERE VODKA unterstützt seit 5 Jahren (RED)-Produkte und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkolosis und Malaria. Seither konnte die  von U2-Frontmann Bono und Aktivist Bobby Shriver gegründete Organisation mehr als 350 Millionen USD sammeln.

Hier könnt ihr in Echtzeit nachschauen, in welche Regionen die Spenden hinfliessen.

Rückzugsort mit persönlicher Note: Entspannen im Waldhotel Davos

Mitte Dezember genoss ich ein stressfreies Wochenende in Davos, wo ich die Vorzüge des Viersterne-superior-Hauses, das Waldhotel Davos und seine Geschichte kennenlernen durfte. Stets dabei die Wärme und Gastfreundschaft des Direktorenpaars Maria und Bardhyl Coli, welche beide Feuer und Flamme für ihre Gäste sind.

In diesem Hotelbericht erfahrt ihr worin sich das Waldhotel Davos von anderen Berghotels unterscheidet und was meine persönlichen Highlights waren. Disclaimer: Der zweitätige Aufenthalt folgte auf Einladung und wurde vom Hotel offeriert. Die Berichterstattung widerspiegelt die Meinung des Autors.

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Die Adresse für Individualisten und Genussmenschen (Foto: Zenz)

Die einzigartige Lage

Die erhöhte Lage am Rande des Waldes mit der Aussicht über Tal und Bergspitzen machen das Waldhotel Davos zum idealen Rückzugsort für Erholungssuchende, aber auch für Wintersportbegeisterte. Ab Davos Platz führt ein Hotelshuttle direkt in das Resort. Wer den Ortskern zu Fuss erkunden möchte, erreicht in knapp 10 bis 15 Minuten die Hauptstrasse mit dem Kirchner Museum, den vielen Boutiquen und Ausgehlokalen von Davos sowie der Schatzalpbahn, die mit einmal Umsteigen direkt auf die Piste führt.

Vom Waldsanatorium zum Wohlfühlhotel

Das geschichtsträchtige Gebäude wurde 1911 als Waldsanatorium von Prof. Dr. Friedrich Jessen gebaut und ist bis heute im Besitz der deutschen Familie von Gemmingen. Bis zu den 50ern galt die reine Bergluft als DAS Heilungsmittel gegen Lungenerkrankungen und besonders die Ruhe und Abgeschiedenheit diente der Genesung der Patienten. Dank des Südhangs scheint hier den ganzen Tag über die Sonne, welche man am Besten auf den original „Davoser Liegen“ zu spüren bekommt (diese sind noch heute auf den Balkonen der Zimmer aufgestellt). Bodenhohe Panoramafenster und grosszügige Balkone erinnern an das ehemalige Sanatorium. Für „Gwundrige“ gibt es noch ein Patientenzimmer mit Originalausstattung im Erdgeschoss zu entdecken.

Nicht nur wegen Katia Mann, der Frau des Schriftstellers Thomas Mann, die hier als einer der ersten Kurgäste in Behandlung war, wurde Davos als Luftkurort (für Tuberkulose-Patienten) weltbekannt.

Vor allem der Briefverkehr zwischen ihr und Thomas Mann diente letzlich als Inspiration für Manns bekanntesten Roman „Der Zauberberg“. Wer hierher kommt, wird auf Anhieb den Geist von Thomas Mann und die „heilende“ Wirkung des Zauberbergs zu spüren bekommen.

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Terrasse in der Junior Suite mit original Davoser Liegen (Foto: Zenz)
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Eine Originalaufnahme des ursprünglichen Waldsanatoriums (Quelle: Homepage Waldhotel-Davos)

Rund um die Uhr bestens umsorgt

Wellbeing beginnt hier gleich ab der ersten Minuten und bei uns hiess das bei Ankunft ein Willkommens-Cüpli. Sogleich lernten wir auch die sympathischen Gastgeber des Hauses, das Direktorenpaar Maria und Bardhyl Coli kennen. Nach einer erfolgreichen Sommersaison im Vitznauerhof am Vierwaldstättersee beginnt für beide nahtlos der Winterbetrieb im Waldhotel Davos. Gleich zwei Häuser werden von ihnen abwechselnd gemanagt: Der Vitznauerhof im Sommer und das Waldhotel Davos im Winter. Auch beim Personal gibt es einige, die eine Saison am Vierwaldstättersee und anschliessend in den Davoser Bergen arbeiten würden.

Auf Anfrage wie sie so den Winterbeginn erlebt hätten, meinten sie, dass sie soweit sehr zufrieden seien, da soeben ein Ärztekongress (mit 2000 Knochenbruch-Experten) zu Ende ging und sie sehr gut belegt waren. Das einzige, was Ihnen noch Sorgen bereite, sei das milde Klima (ergo noch kein Schnee), was verständlich ist. Auch Davos bleibt von der Klimaerwärmung nicht verschont! Auch die Rezeptionisten teilte uns mit, dass sie jeden Tag die Wetterprognosen prüfe und endlich auf Schnee hoffe, da viele Individualgäste wetterbedingt und sehr kurzfristig entscheiden würden. Aber trotz der Umstände: Auf das Jakobshorn und Parsenn Weissfluhjoch sei bestens Verlass und somit der Wintersport, zumindest in Davos, gesichert.

Junior Suite with a View – Schlafen im Paradies

Anschliessend wurden wir in den 5. Stock begleitet, wo wir ohne zu übertreiben die schönste Suite des Hauses erhielten. Beim Eintreten der 55m2 grossen Junior Suite stachen bereits die warmen Holztöne des Parketts (aus kanadischem Ahorn) ins Auge und das Licht und die Idylle der Umgebung strömten durch die bodenhohen Panoramafenster direkt ins Zimmer hinein. In der Mitte des Raumes, (im Loungebereich) stand ein echter Kamin aus Valser Granit, der mit echtem (!) Brennholz befeuert wird. Ich habe zwar in meinem Hotelsammelsurium schon einige Kamine gesehen, aber bisher sah noch keinen, den man selber befeuern kann. Bisher kannte ich nur die Gas-Variante, die per Knopfdruck angezündet werden. Was gibt es gemütlicher als vor dem offenen Feuer die Seele baumeln zu lassen und gemeinsame Stunden zu zweit zu verbringen. Das nenn ich Bergromantik pur!

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Gemeinsame Stunden zu zweit gefällig? (Foto: Zenz)
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Wo der Spirit von Thomas Mann noch zu spüren ist (Foto: Zenz)
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Frönen vor dem eigenen Cheminee (Foto: Zenz)

Absolut einzigartig ist die freie Sicht auf das Jakobshorn, welche man direkt vom Bett aus geniessen kann. Selbst von der Badewanne bleibt einem der Blick ins Freie nicht verwehrt. Ein Grund mehr die Vorhänge geöffnet und sich von den ersten Sonnenstrahlen wecken zu lassen. Hier wacht man garantiert mit Wow-Faktor auf!

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Hier würde man am liebsten den ganzen Tag im Bett verbringen (Foto: Zenz)
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Erster Kaffeegenuss mit Sonnengruss (Foto: Zenz)

Genuss und Leichtigkeit im Speisesaal und im Weinrestaurant Mann&Co.

Das Frühstück ist ja bekanntlich die wichtigste Mahlzeit vom Tag und nach einem erholsamen Schlaf freue ich mich besonders auf das Frühstücksbuffet! Wenn es etwas gibt, was mir an Hotelaufenthalten besonders an Herzen liegt, dann ist es das Brunchbuffet. Und das Frühstücksbuffet des Waldhotels lässt keine Wünsche offen. Bei guten Häusern, erwarte ich schon, dass die Esswaren regional und saisonal sind. Auch die gute Auswahl und die Präsentation des Buffets muss richtig Lust machen: Vom Backwarenbereich mit verschiedenen Brotsorten bis zur Theke mit geräuchertem Lachs, frischem Birchermüesli und einer grossen Auswahl an Schweizer Käsespezialitäten wie Brie und Tête de Moine. Selbst warme Eierspeisen können nach Belieben bestellt werden. Ein grüner Smoothie als Vitaminbombe – Kein Problem! Aus dem Korb mit den frischen Gemüsen und Früchten kann man eine beliebige Auswahl treffen und  den eigenen Saft nach Wunsch pressen lassen. Grossartig! Hier könnte ich etlichen Stunden mit Zeitung lesen und Kaffee trinken verbringen und schlicht die Ruhe geniessen.

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Schlemmen am Brunchbuffet (Foto: Zenz)
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Frischer geräucherter Lachs oder lieber Bündner Fleisch? (Foto: Zenz)
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Frisch wie vom Bäcker (Foto: Zenz)
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Auch die Käseliebhaber werden hier begeistert sein! (Foto: Zenz)
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Bestens informiert, da könnte man glatt stundenlang im Speisesaal verweilen (Foto: Zenz)

Wir hatten das Vergnügen und durften gleich zweimal ein mehrgängiges Dîner im Hotel kosten. Einerseits im „Speisesaal“, das für die Halbpensiongäste bestimmt ist und andererseits im ausgezeichneten Weinrestaurant „Mann & Co.“. Küchenvirtuose Karim Schumann gilt mit 28 als einer der jüngsten GaultMillau-Chefs, seine Küche überrascht mit einer leichten, abwechslungsreiche Zubereitung, dabei wird stets auf regionale Zutaten wert gelegt. Das 3-Gang-Menü gibt es bereits ab CHF 90.- (mit Weinbegleitung für CHF 135.-). Die Weinempfehlungen kommen dabei direkt vom Gastgeber und Sommelier Bardhyl Coli, der sich im Haus zudem um den Weinkeller mit über 700 edlen Tropfen kümmert. Beide Lokale, Speisesaal und Mann&Co. waren erstklassig, ich wüsste jetzt nicht welches von beiden ich bevorzugen würde.

Ein Besuch bei beiden Lokalen können wir nur wärmstens weiterempfehlen! Vor dem Abendessen empfehlen wirunbedingt in der „Krokowski-Bar“ vorbeischauen und beim Knistern des Kaminfeuers einen Apèritif geniessen!

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14 Punkte GaultMillau-Genuss im Weinrestaurant Mann&Co. (Foto: Zenz)
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Zwischenstopp zum Apèritif in der Krokowski-Bar (Foto: Zenz)

Der Wellness-Pavillon

Auch der Spa des Waldhotels kann sich auf alle Fälle zeigen lassen! Das einzige Solebad von Davos wirkt mit seinen hellenistischen Säulen wie griechischer Badetempel. Für das Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele gibt es nebst einer Dampfgrotte, Sauna, türkischem Dampfbad, auch ein eiskaltes Kneipp um den Kreislauf wieder anzuregen. Auch hier hat man dank der Glasfront freie Sicht auf die Natur und kann auf den Liegen bei Tee und guter Lektüre sich vollstens erholen!

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Wellness pur im Solebad (Foto: Zenz)

Rückzugsort Deluxe: Chalet Berghof im Sertigtal

Im Roman „Der Zauberberg“ schuf Mann einen Beghof, den es nie wirklich gab. Als Hommage an den weltbekannten Schriftsteller erbauten die Besitzer des Waldhotels ein abgeschiedenes Chalet als Luxus-Hideaway im wildromantischen Sertigtal: Das Chalet Berghof Sertig. Wer es also etwas exklusiver mag, kann mit seiner Familie mit maximal 4 Erwachsenen und 3 Kindern sein privates Chalet mieten. Wegen der grossen Nachfrage, sollte man schon weit im Voraus anfragen.

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Chalet Berghof Sertig (Foto: Homepage Waldhotel Davos)

Fazit

Wider Erwarten war es selbst in Davos im Dezember zu frühlingshaft und schlicht zu warm für Schnee. So sah man weisse Bergspitzen und der Fuss des Jakobshorns sowie das Tal in sattem Grün gehüllt. Hoffen wir mal, dass er bald aus seinem Versteck kommen mag! Obwohl ich mich auf eine weisse Winterlandschaft gefreut hätte, stellte dies im Wesentlichen kein Problem dar, schliesslich bin ich nicht unbedingt der grosse Wintersportcrack und auch sonst lohnt sich ein Exkurs in die Berge: Ein Tapetenwechsel und eine wohlverdiente Auszeit, wer könnte da schon nein sagen? Davos generell hat sich bei mir schon einige Male wegen der guten Erreichbarkeit und dem grossen kulturellen Angebot als perfekter „Mountain Retreat“ bewährt und mit dem Waldhotel Davos habe ich den perfekten Ort dazu gefunden mit höchstem Komfort und Leidenschaft, den man als Gast zu spüren bekommt. Die Wintersaison im Waldhotel Davos dauert noch bis zum 2. April an. Weitere Infos zum Hotel gibts hier.

Weitere Highlights in Davos

Der „Eistraum Davos“ ist die neue Erlebniswelt neben der Vaillant Sportarena und steht auf dem ehemaligen Natureisfeld. Der Besuch eignet sich für Gross und Klein und auf den unterschiedlichen Themenwelten wird es garantiert nie langweilig. Der Eintritt kostet CHF 9.- für Gäste (Einheimische CHF 8.-), der Schlittschluhverleih seperat von CHF 6.50.-. Was wäre Davos ohne ein herzhaftes Fondue? Nach dem Exkurs auf dem Eisfeld gehört ein Besuch beim Chalet Capricorn mit Fonduepause einfach mitdazu. Anschliessend gibt es in den Holzhüttchen den passenden Glühwein.

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Schlittschuhplausch im Eistraum Davos (Foto: Zenz)
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Fonduepause im Chalet Capricorn (Foto: Zenz)

Wer das ultimative Wintersportabenteuer sucht kann während des erstmalig stattfindendem Backcountry Festivals vom 26. bis 29. Januar 2017  unterschiedliche Kurse und Workshops von einheimischen Bergführern besuchen und den Winterbergsport neu entdecken.

Sich mit dem Schlitten durch die Seitentäler von Davos chauffieren lassen?  Auch dies ist möglich mit einer Kutschenfahrt durch Davos-Klosters, selbst nachts bei Mondschein!

Der Berg ruft! Abtanzen zu den angesagtesten elektronischen Beats in den Bergen? Das Label Modernity Events organisiert regelmässige Underground-Electro-Dayparties an den aussergewöhnlichsten Locations: Mal in Crans-Montana, dann wieder im mondänen Gstaad und letztens in Davos auf der Schatzalp.

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Kleiner Abstecher auf die Schatzalp an die Modernity Dayparty (Foto: Zenz)

A Taste of Saint Tropez – Kurzurlaub am Vierwaldstättersee

Es war Donnerstagnachmittag, die Sonne kam hervor und da kam mir der spontane Gedanke irgendwohin, am liebsten an einen See zu reisen und mich für das Wochenende komplett auszuklinken. Und genau das tat ich in Weggis am Vierwaldstättersee!

Wann war dein letzter Spontantrip? Sich einfach mal von verrückten Ideen treiben lassen, das macht das Leben doch so aufregend und einzigartig! Denn wer sich zu lange über eine Sache wie Beispielsweise über einen Kurzurlaub Gedanken macht, wird früher oder später genug Gründe dagegen finden: Kein Geld, keine Zeit und eigentlich sollte man noch viele Dinge zuhause erledigen.

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Blick auf das Alpenquai Luzern (Foto: Zenz)

Letztes Wochenende hatte ich das Vergnügen und verbrachte zwei Tage in Weggis am Vierwaldstättersee. Begonnen hat meine Reise, aber mit einer kleinen Odyssee (!), einem Umweg ins Emmental, das meine Mutter Zuhause nennt, die ich ebenfalls für die spontane Aktion begeistern konnte. Daher lud ich sie mit zwei Tageskarten im Gepäck (Mitnahme-GAs) auf eine kleine Reise mit. Endlich soll sie ihre Angst vor der ÖV beiseite legen! Die Vorzüge des bequemen Reisens sprechen doch für sich: Kein Stau und man kann sich voll und ganz auf die vorbeiziehenden Landschaften konzentrieren!

Wir gingen sogleich weiter auf den nächsten Zug nach Luzern und schliesslich weiter aufs Schiff. Freiheiten, die ich so sehr am GA schätze! Am Schiffssteg Luzern begrüsste uns ein Alphorntrio und wir kamen uns vor Touristen im eigenen Land zu sein und sogleich öffnete sich die Wolkendecke mit gefühlten 23 Grad. Einfach herrlich!

5* Park Weggis

An der Schiffshaltestelle Weggis wurden wir vom Fahrer des Resorts abgeholt, der uns durch das überschauliche Dorfzentrum zum fünfsterne deluxe Resort Park Weggis führte. Das Park Weggis ist ein einzigartiges Hotel, welches wegen seiner Einzigartigkeit zu den auserwählten Relais Chateaux und zu den Swiss Deluxe Hotels, den exklusivsten 5*Hotels der Schweiz, angehört.

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Foto: Website Park Hotel Weggis / www.phw.ch
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Selfie vor dem Bonsaibaum (Foto: Zenz)

Gleich zu Beginn fällt die schlossartige Hotelanlage mit der japanisch angehauchten Gartenanlage auf. In der Vorfahrt steht ein überdimensionaler Bonsai, der das Logo des Park Weggis ziert und zu einem Selfie motivierte. Zwei unterschiedliche Baustile erscheinen als Symbiose zwischen dem bürgerlichem Hauptanwesen, samt den drei Restaurants; La Brasserie, Park Grill und der Lalique Kaviar Bar, dem Uferanstoss mit dem privaten Hotelstrand, sowie dem 2007 vollendetem Neubau im asiatischen Stile.

Im modernen Anbau befinden sich die Adara Suiten und der gesamte Wellnessbereich. Die Adara Junior Suite lässt garantiert keine Wünsche offen und ist der perfekte Zufluchtsort für Paare, welche sich den Stress des Alltags entziehen möchten und sich garantierte Ruhe umgeben von schönster Natur genehmigen möchten.

Meine kleine Tour durchs Zimmer habe ich auf meiner Facebookseite festgehalten.

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Verwöhn-Pflegelinie von BVLGARI (Foto: Zenz)

Als neugieriger Hotelgast bin ich natürlich ein grosser Fan von technischen Verspieltheiten, wie zum Beispiel den Knöpfen, womit man die Zimmervorhänge steuern kann! Sogar von der Marmorbadewanne hatte man per Knopfdruck freie Sicht auf den Vierwaldstättersee. Die grossflächige Adara Suite besteht zwar nur aus einem Raum, durch die vielen Trennmöglichkeiten kann man aber zusätzlich ein neues Raumgefühl schaffen. Beispielsweise kann der Schlafbereich hinter vorhängen verschwinden, sodass der eine Partner im Wohnbereich noch gewisse Dinge vom Laptop aus erledigen kann, während der andere in aller Ruhe weiterschlafen kann.

Der Privatstrand

Am bedienten Privatstrand kann man nicht nur die Seele auf einen der vielen Liegen baumeln lassen, es stehen auch Kanus und Stand-Up-Paddles (SUP) frei zur Verfügung. Selbst wer den relativ frischen Vierwaldstättersee scheut, kann auf einem SUP-Board auf eine einmalige Sicht auf den Lido in Weggis und Vitznau geniessen und trocken bleiben, solange man das Gleichgewicht nicht verliert ;-)

Für 45CHF  kann man auch als Tagesgast den Hotelstrand mitbenutzen und zudem findet jeden letzten Freitag im Monat eine Beachparty nach dem Motto  A Taste Of Saint Tropez statt, welches das Ambiente der Hotelanlage bestens beschreibt.

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15m beheizter Outdoor-Pool im Park Weggis (Foto: Zenz)
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Hoteleigener Privatstrand (Foto: Zenz)
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Prickelnde Erfrischung am Hotelbeach (Foto: Zenz)

 

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SUP am ruhigen Vierwaldstättersee (Foto: Zenz)

Sterne-Gastronomie by Chef Andre Jaeger

Im Park Grill (14 GaultMillau Punkte) reservierten wir einen Tisch mit Seeblick (und was für einer!). Hier werden herzhafte Fleisch- und Fischspezialitäten angeboten. Wir wählten als Vorspeise eine Lobstersuppe und ein Green Gazpacho mit Schrimpsbonbon und als Hauptgang einerseits den Tagesfang Seeteufel mit Beilage Baked Potato und einen ganzen Hummer an Buttersauce mit grünem Spargel (asianstyle). Ein wahres Festmahl! Die ausgewählte Küche des Sternekochs Andre Jaeger liegt zwar im höheren Preissegment, ist aber für besondere Anlässe widerum sehr empfehlenswert! Auch die Weinkarte, die der Sommelier vor Ort auch ausführlich erklärt, rundet das ganze kulinarische Erlebnis noch ab.

Wirf hier einen Blick auf die Speisekarte des Park Grill.

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Green Gazpacho mit Schrimp-Bonbon (Foto: Zenz)
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Gebaizter Seeteufel (Foto: Zenz)
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Lobster an Buttersauce (Foto: Zenz)

Nach dem Essen kurz nach 23 Uhr, unternahmen wir einen kleinen (Verdauungs-) Nachtspaziergang durch die Fussgänger-Flanierzone entlang des Sees, eine ruhige Promenade mit vielen Spiel- und Sitzplätzen. Bei uns blieb es zum Glück trocken, auf der anderen Seeseite hingegen hatte es bereits zu Blitzen angefangen und die magische Lichtstimmung spiegelte sich auf dem Vierwaldstättersee.

Auch das reichhaltige Frühstücksbuffet am nächsten Morgen in der „La Brasserie“ liess garantiert keine Wünsche offen: Verschiedene Sorten an Broten, luftige Croissants, superleckeres Birchermüesli und sogar Lachs, Crevetten und verschiedene Eierspeisen nach Wahl. Wir genossen zum letzten Mal auf der Terrasse die Sicht auf Palmen, den Vierwaldstättesee und die vorbeifahrenden Schiffe und unterhielten uns über mögliche Ausflugsmöglichkeiten für den Nachmittag.

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Frühstück in der La Brasserie (Foto: Zenz)

Ausflug auf die Rigi

Wer sich schon in der Gegend Weggis/Vitznau aufhält, sollte bei trockenem Wetter unbedingt auf die Rigi, auch die Königin der Berge genannt. Hinauf kommt man mühelos ab Weggis innert 10min mit der Luftseilbahn, welche bis auf 1400 Metern zur Station „Rigi Kaltbad“ führt. Hier gibt es zudem ein Mineralbad und Spa (Tageseintritt 35CHF), für die Wellnessaficionados unter euch!

Bei klarem Himmel sollte man auf jeden Fall bis ganz nach oben fahren und zwar weiter mit dem hölzernen Belle-Epoque-Zug bis zur Haltestelle „Rigi Kulm“. Für beide Transportmittel, die Panorama-Luftseilbahn und die Vitznau-Rigi-Bahn gilt das Generalabonnement der SBB. Wer nicht im Besitz eines GAs ist, hat mit der Kurgästekarte des Hotels immerhin 20% auf die Rigibahnen.

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Blick von der Rigiseilbahn (Foto: Zenz)

 

 

Soulac Sur Mer, Südwestfrankreich: First Glamping Experience

Mit dem gemieteten Cityflitzer, einem Fiat 500, und kompletter Zeltausrüstung machten wir uns auf den Weg zur Westküste Frankreichs an die Côte d’Argent (dt. Silberküste), dem grössten Sandstrand Europas.

Bei den Surfern als Wellenparadies bekannt reicht die Côte d’Argent im Norden von Soulac sur Mer, an der Halbinsel Medoc und im Süden bis nach Biarritz, dem Surfermekka nahe der spanischen Grenze. Das Auto konnten wir direkt bei Europcar am Flughafen Bordeaux beziehen (22 Euro/Tag, exklusive Vollkaskoversicherung 20 Euro/Tag).

Um mir den Einstieg in die “abenteuerliche” Welt des Campierens so komfortabel und angenehm wie möglich zu machen, wählte mein Freund ein 4-Sterne-Luxus-Camping aus. Alles was ich mir unter Camping vorgestellt hatte (Schlafen in der Wildnis, Morgendusche in einem Fluss und wilde Tiere) entsprachen nicht dem heutigen Komfort einer französischen Campinganlage.

Le Palace 4-Sterne-Camping, Soulac sur Mer

Müsste ich etwas vergleichbares finden wie die Campinganlage Le Palace in Soulac sur Mer, würde ich an ein All-Inklusive-Resort denken. Nebst sauberen Sanitäranlagen, Strom, Wifi (im Bistrot) ist auch ein Aquaparc, ein beheiztes Hallenbad mit Wellnesstempel (Dampfsauna, finnische Sauna und Hamam), eine Minigolfanlage, Tennisplätze, eigenes Lebensmittelgeschäft (franz. Epicerie), Spielhallen und vieles mehr vorhanden. Wir hatten einen Abstellplatz für Auto und eigenes Zelt angemietet. Wahlweise kann man mit dem Wohnmobil (Caravan) anreisen oder man mietet sich eines von zahlreichen Bungalows mit eigener Veranda. Mehr Luxus als ich es mir je erträumt hätte und gar nicht von einem Camping! Unser Zelt hatte zwei Schlafkammern und ein Vorzelt. Mit einer aufblasbaren Matratze und Schlafsäcken waren wir komplett ausgerüstet. Vor Ort kauften wir noch Campingstühle und einen kleinen Abstelltisch. Wir zahlten 14 Euro pro Nacht für einen Abstellplatz (Auto und Zelt) und alle Bereiche der Campinganlage waren im Preis mitinbegriffen.

Velotour entlang der Halbinsel Medoc

An einem Nachmittag zogen wir los für eine kleine Velotour. Die Radwege in Soulac sur Mer sind neu gemacht und ideal um die Küste zu erkunden. Durch die niedlichen Wohnsiedlungen, darunter auch zahlreiche Ferienwohnungen, kommt man zu einem idyllischen Waldstück. Unter Pinienbäumen folgt man den Schienen der alten Dampflocke bis zum nördlichsten Punkt, von welchem man den Leuchtturm Phare de Cordouan sehen kann. Im kleinen Bistrot “Oasis” nahmen wir eine kleine Zwischenmahlzeit, bevor wir uns im 19 Grad warmen (oder kalten, wie man es nimmt) Meer vergnügten. Für die Velomiete Halbtags gingen 7 Euro pro Bike drauf .

Eines steht für mich klar, es war nicht mein letztes Mal als Camper. Erste Bewährungsprobe in der Natur bestanden!

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